Gross Chärpf (2794m)


Published by أجنبي , 8 August 2014, 00h03.

Region: World » Switzerland » Glarus
Date of the hike: 4 August 2014
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GL   Chärpfgruppe 
Height gain: 1100 m 3608 ft.
Height loss: 1100 m 3608 ft.
Route:Skihütte Obererbs – Chamm – Hanegg – Tal beim Rotstock – P. 2515 – Gross Chärpf – retour auf gleicher Route
Access to start point:ÖV bis Elm Obererbs
Access to end point:ÖV ab Elm Obererbs
Maps:LK 1:25.000: 1174 Elm

Diesen Winter *powderten wir am Chli Chärpf herum und schauten zum grossen Bruder hoch. Klar, dass wir da auch mal hoch wollen – nicht zuletzt, weil ich jedes Mal beim Gang zur Bäckerei in Glarus straight zum Gross Chärpf hochschaue. Nun, bevor wir den Gipfel im Winter angehen, wollten wir ihn uns mal ohne Schnee genauer anschauen.

 

Sehr spät stiegen wir in Glarus in den Zug. Der Vorteil: Um diese Zeit fuhr der erste Bus von Schwanden zur Skihütte Obererbs hoch, was einem doch einige Höhenmeter und Distanz erspart. Dort starteten wir um 9.45 Uhr zum Gross Chärpf und zückten bereits nach wenigen Minuten die Karte. Der Weg zum Rotstock findet sich dort nämlich nicht, sondern nur vor Ort. Blau-weiss markierte Stangen wiesen in die Höhe. Von Weg konnte man an diesem Tag kaum sprechen, es war eher ein Morast, den die Kühe hinterlassen hatten.

 

Nach einiger Zeit erreichten wir das Hüttchen bei der Hanegg (P. 2022), etwas später trafen wir im Tälchen nordöstlich des Rotstocks ein. Hier musste es nun also off-road gehen. Dieses Foto von Daenu versicherte uns ein erstes Mal, dass wir auf der richtigen Route unterwegs waren. Nun folgte wohl der übelste Teil des Aufstiegs, den wir dann aber doch einigermassen effizient hinter uns brachten: Die Traverse hoch zu P. 2515 durch üblen, groben Blockschutt.

 

Schon von weitem erkannten wir die Rampe, die uns weiter in die Höhe führen würde. Einfach ging's durch diese hoch zu einem Steinmann, den man bereits von P. 2515 aus erkennt. Danach half uns dieses Foto weiter. Nun wurde ein erstes Mal gekraxelt. Der Fels war etwas feucht und wir hofften, dass er weiter oben nicht noch nasser sein würde.

 

Bald legte sich das Gelände zurück und über ein paar Stufen ging's weiter dem Gipfel entgegen. So erreichten wir diese Stelle. Während ich den Kamin hoch kletterte (blauer Pfeil), umging ihn Madame elegant, doch ausgesetzt auf der rechten Seite (roter Pfeil). Noch etwas nach links um die Ecke und schon standen wir unter dem Gipfel. Hier folgten wir nun nicht der einfachen, doch etwas ausgesetzten Variante, die Daenu auf diesem Foto beschreibt, sondern kletterten auf teils feuchtem, doch gut gestuftem Fels direkt zur Sicherungsstange hoch, und zwar so. Nach einigen Schritten über den kurzen Gipfelgrat erreichten wir kurz nach 12 Uhr den Gipfel. Für den Aufstieg ab Obererbs hatten wir also 2h 20min benötigt, dies ohne gross aufs Tempo zu drücken.

 

An dieser Stelle möchte ich Daenu ein Kränzchen winden für seinen *hilfreichen Bericht. Dieser und andere Infos auf hikr nützten uns jedenfalls mehr als der gerade mal sechszeilige Routenbeschrieb im Alpinwanderführer Ostschweiz.

 

Nach einer kurzen Pause auf dem Gipfel kletterten wir bei der Sicherungsstange vorsichtig ab. Angesichts der dunklen Wolken überall wollten wir keinesfalls bei Regen am Chärpf herum turnen. Kurz vor dem Rotstock stiegen wir weglos via Steinböden zum Chüetel ab, wo auch tatsächlich eine grosse Kuherde graste. Von dort ging's auf dem Wanderweg zurück nach Obererbs. Diese Abstiegsvariante „nützt“ eigentlich nichts und ist daher auch nicht weiter zu empfehlen.


Hike partners: أجنبي


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