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Fußstein (fast, 3380 m), Zillertaler Alpen, Österreich


Published by Kaluzny , 6 July 2013, 11h13.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Zillertaler Alpen
Date of the hike: 4 July 1979
Hiking grading: T5+ - Challenging High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD+
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Height gain: 1020 m 3346 ft.
Height loss: 1020 m 3346 ft.
Route:7,6 km
Accommodation:Olperer Hütte
Maps:DAV Zillertal West, 1:25000

Bei wunderschönem Wetter war unsere Klettergruppe vom Furtschaglhaus zur Olperer Hütte gewechselt.
Wie man auf dem Foto sehen kann, ist der Ausblick bei blauem Himmel von der Hütte schon grandios.

Am nächsten Morgen brachen wir zum Fußstein auf.
Wir stiegen direkt von der Hütte aus bergan in Richtung Olperer. Der Weg mit der Nr. 502 zweigte damals auf etwa 2700 m Höhe ab Richtung Alpeier Scharte zwischen Fußstein und Schrammacher. Bei Überquerung des Riepengrates schaut man auf Fußstein und Schrammacher. Wir hatten wieder das Pech, dass die Gipfel in den Wolken verschwanden.
Vom Grat querten wir hinüber zum Unterschrammacherkees. Nachdem wir uns angeseilt hatte, ging es gerade und eben über den Gletscher weiter Richtung Fußstein. Plötzlich sackte einer von uns in der Mitte der Seilschaft plötzlich bis zu den Armen ab und rief: "Unter mir ist Luft! Ich kann mich nicht abstützen!" Gemeinsam zogen wir ihn rückwärts gehend wir aus der Spalte, die sich unter der geschlossenen Schneedecke versteckt hatte. Wir wechselten ein wenig nach rechts und marschierten los. Und wieder sackte unser Kamerad bis zu den Armen ab und hatte wieder viel Luft unter sich. Seiner Frau, die auch bei uns in der Seilschaft war, fiel das Herz wieder in die Hose, während wir anderen uns köstlich amüsierten, hatten wir ihn doch sicher zwischen uns am Seil. Die Prozedur wurde wiederholt und dann hatten wir die Spalte hinter uns.
Wir folgten nicht dem Normalweg, sondern stiegen unterhalb des Gipfels nach Norden so weit wie möglich über den Gletscher hinauf. Nach Übersteigen der Randkluft folgte noch eine kurze leichte Kletterei und standen dann in einer kleiner Scharte im Grat, der vom Fußstein zum Olperer führt. In der Zwischenzeit hatte uns jegliche Sicht verlassen; wir saßen mitten in den Wolken.
Nach kurzer Querung nach links in ziemlich steilen Fels begann der direke Aufstieg gerade hinauf Richtung Gipfel. Mich hatte in der Zwischenzeit jegliche Lust verlassen, denn Sicht hatte ich ja vom Gipfel sowieso keine. Also blieb ich an Ort und Stelle und machte eine längere Pause. Die Stimmen der anderen verloren sich immer mehr oben im Nebel. Es dauerte nicht mehr lange und sie waren wieder zu hören. Sehr weit konnte es zum Gipfel nicht mehr gewesen sein.

Zurück ging es auf dem Aufstiegweg. Nach einem Sprung über die Randkluft querten wir wieder den Gletscher, dies Mal ohne irgendwelche Einbrüche.
Übernachten haben wir dann wieder auf der Olperer Hütte.

Nach so langer Zeit bin ich nicht mehr ganz so sicher, welche Route wir damals tatsächlich gegangen sind. Da ich aber noch sehr genau die Querung nach links nach Erreichen des Grates in Erinnerung habe, kann es eigentlich nur die beschriebene Route gewesen sein. Auf dem Normalweg hätten wir nach rechts abbiegen müssen.

Hike partners: Kaluzny


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