Treffauer (2304m), Tuxeck (2226m)
|
||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
Eine grandiose Runde im Wilden Kaiser ist die Überschreitung vom Treffauer zum Tuxeck in beeindruckender Landschaft! Schon lange stand die Tour auf unserer Wunschliste.
Man kann das Tuxeck von drei Seiten erreichen: über den Treffauer, über die Südwestseite von der Wegscheid-Hochalm oder der Südostseite von der Gruttenhütte.
Zu letzterer gibt es nur vage Informationen, was uns aber normalerweise prinzipiell nicht abhält. Entscheidender ist, daß die Route nun im November sehr schattig ist und deswegen flach fällt.
Bleiben die beiden anderen Routen, die sich zu einer Rundtour kombinieren lassen. Wir hatten ursprünglich geplant, zuerst aufs Tuxeck zu gehen und dann über den Treffauer abzusteigen, ein Verhauer unsererseits brachte uns aber dann zu nah ans Schneekar, so daß wir andersrum gingen. Ein Glücksfall, denn von den Lichtverhältnissen macht es Sinn, vom Tuxeck nach Südwesten abzusteigen.
Übrigens ist der Abstieg landschaftlich der Höhepunkt: eine absolut faszinierende Landschaft!
Noch kurz zu den Schwierigkeiten:
Aufstieg übers Schneekar zum Treffauer T3
Übergang Treffauer - Tuxeck T3+,I
Tuxeck III
Wir haben das Tuxeck also aus der T Berwertung herausgelassen, weil die Gipfelbesteigung optional ist und nur 20 Meter (senkrechte) Wegstrecke beträgt. Ob es nun wirklich III ist, ist schwer zu beurteilen, denn es gibt als Hilfe einige Krampen. Jedoch ist der Abstand so groß, daß man auch etwas ohne Hilfsmittel klettern muß (je kleiner man ist, umso mehr). Deswegen ist III wohl ok.
Südwestabstieg vom Tuxeck: T4+,I
technisch nicht sonderlich schwer, erfordert das Gelände aber vorsichtiges Gehen. Ein Helm schadet hier nicht.
Von der Schönheit her vergeben wir mal wieder 5*.
Los geht es beim Parkplatz beim Jagerwirt (890m). Auf der Almstraße geht es zügig durch Wald bis zur Wegscheid-Niederalm, wo der Wald zurück tritt und sich ein wunderschöner Blick auf die Südwände des Kaisers vom Scheffauer über die Hackenköpfe bis zum Sonneck auftut. Auf einem breiten Weg gehen wir weiter nach Norden, bis wir zu einer Verzweigung kommen.
Hier biegen wir schräg nach rechts ab und über eine talartige Rinne steigen wir zur Wegscheid-Hochalm auf (Brunnen). Nun wieder nordwärts unterwegs nähern wir uns den imposanten Kletterwänden des Sonnecks. Aber auch die Felsberge von Treffauer und Tuxeck im Osten begeistern.
Wieder erreichen wir eine Verzweigung: nach rechts geht es über den Wilder-Kaiser-Steig zur Gruttenhütte, nach links zur Kaiser-Hochalm. Wir steigen weiter nordwärts zwischen herbstlich leuchtenden Buchen Richtung Schneekar empor.
Und genau zu Beginn des schönen aber schattigen Kares macht der Weg einen Schwenk nach rechts (Süden) um über einige versicherte Stellen zum Westhang des Treffauers zu führen. Diesen Schrofenhang geht es nun in Serpentinen zügig empor, einer Felsstufe wird nach rechts ausgewichen, dann geht es wieder nach links zu einem nun ausgeprägten Rücken mit schönem Blick ins Schneekar. Vom Rücken geht es nach Osten wieder in die Schrofenflanke und weiter bergan, bis man schließlich den Gipfelgrat erreicht und erstmals auch nach Osten zum Ellmauer Halt blickt.
Der Gipfel ist noch ein gutes Stück südöstlich entfernt. Sehr aussichtsreich geht es nun zu diesem entweder am Grat oder in der Westflanke etwas abschüssig, aber nicht schwer. Der Treffauer selbst ist kein Geheimtipp, aber überlaufen ist es auch nicht. Und fast alle steigen auf gleichem Weg wieder ab und lassen sich ein echtes Schmankerl entgehen.
Nach unserer Pause geht es wenige Meter vom Kreuz auf dem Anstiegsweg zurück, bis uns rote Markierungspunkte nach links in die Flanke weisen. Auf gutem Pfad geht es nun steil hinab, eine Rinne bietet kurz leichte Kletterei (I). Danach geht es durch die Flanke direkt auf das Tuxeck zu und einige Schneefelder stellen sich in den Weg. der Schnee ist steinhart und gleichzeitig vereist, doch sind zum Glück die Stellen recht kurz, mit uralten Spuren versehen oder können umgangen werden. Sonst wäre hier ohne Steigeisen Schluß gewesen. Wir erreichen ein kleines Kar und müssen eine schattige Rinne hoch. Oben geht s dann leicht schräg über eine gutgriffige Platte und danach wieder hinab in die Scharte vorm Gipfelkopf des Tuxecks: links geht es eine Rinne hinab Richtung Gruttenhütte, nach rechts unserer Abstiegsweg.
Doch zuerst wollen wir dem Pfeil folgen, der senkrecht nach oben zeigt. Zuerst in einem Kamin, geht es oben eher rechts raus (recht ausgesetzt) um zum Gipfel zu gelangen. Wie beschrieben entschärfen einige Krampen das ganze, so daß auch wir hoch- und nach der Pause wieder runterkommen.
Die Abstiegsrinne ist im oberen Teil übel voll hartem, glatten Schnee, so daß wir uns entscheiden, diese Stelle zu umgehen. Das geht ganz gut, indem man wieder einige Meter Richtung Treffauer hochsteigt und dann oberhalb der Rinne absteigt. Dir Rinne ist nicht allzulange und bald ist man wieder in der Sonne.
Es lohnt sich übrigens sehr, kurz nach der Rinne links auf schwachen Pfadspuren auf einen Wiesenrücken rauszuqueren: man hat hier einen genialen Blick auf die Wände des Tuxecks und blickt auch zu den Tauern. Ein genialer Pausenplatz.
Wieder zurück am Weg beginnt der lange Abstieg. Nach einer kurzen Rinne folgt erstmal harmloses Schrofengelände, weiter unten kommen einzelne Latschen hinzu. Beeindruckend ist schon hier die Felsszenerie drumherum, doch es sollte noch viel besser werden.
Der Pfad dreht nach links und zieht dann eine steiler werdene Grasrinne hinab, die weiter unten in eine kleine Felsschlucht übergeht. Hier muß man aufpassen, keine Steine loszutreten. Da auch Gemsen in der Nähe sein könnten, setzen wir unsere Helme auf. Wir kommen zu einem Klemmblock, den man unter einen Felsen hindurch abklettern muß. Ein Seil und einige künstliche Tritte lassen das ganze ich allzu schwer werden.
Ist man aus dem dunklen Loch heraußen, verlassen wir diese Rinne, denn der Pfad quert nach links zwischen Latschen hindurch zu einem schönen Felseinschnitt. Landschaftlich ist es hier nun ein Traum! Es folgt die nächste Querung zu einem noch markanteren Felseinschniitt. Dahinter queren wir zu einem Grasrücken und blicken nun in die Südwände des Tuxecks. Da man zudem von hier auch sehr schöne Blicke übers Kitzbüheler Becken zu den Tauern hat, lassen wir uns zu einer weiteren Pause nieder.
Danach geht es vom Wiesenrücken schräg nach links hinab in eine rinnenartige Latschengasse, gehtechnisch wohl der unangenehmste Teil der Tour. Weiter unten quert der Pfad nach links raus zu einer riesigen Geröllreißen. Von hier könnte man angeblich bis zum Wilder-Kaiser-Steig hinabrauschen, aber der Rückweg wäre weiter und die Geröllqualität überzeugt uns nicht. Also folgen wir dem Pfad, der wieder nach rechts dreht und die Abstiegsrinne wieder quert. Wir kommen nun mehr und mehr in lockeren Wald hinein, der Pfad schlängelt sich entlang von Felswänden in westlicher Richtung abwärts, bis wir auf den Wilder-Kaiser-Steig treffen.
Diesem folgen wir ein Stück nach Norden, bis wir zwei Pflöcke passieren. Hier kann man den Steig verlassen und auf einem dürftigen Pfad über einen Waldrücken direkt zur Wegscheid-Hochalm absteigen. Hier treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg und folgen ihm zu unserem Auto
Man kann das Tuxeck von drei Seiten erreichen: über den Treffauer, über die Südwestseite von der Wegscheid-Hochalm oder der Südostseite von der Gruttenhütte.
Zu letzterer gibt es nur vage Informationen, was uns aber normalerweise prinzipiell nicht abhält. Entscheidender ist, daß die Route nun im November sehr schattig ist und deswegen flach fällt.
Bleiben die beiden anderen Routen, die sich zu einer Rundtour kombinieren lassen. Wir hatten ursprünglich geplant, zuerst aufs Tuxeck zu gehen und dann über den Treffauer abzusteigen, ein Verhauer unsererseits brachte uns aber dann zu nah ans Schneekar, so daß wir andersrum gingen. Ein Glücksfall, denn von den Lichtverhältnissen macht es Sinn, vom Tuxeck nach Südwesten abzusteigen.
Übrigens ist der Abstieg landschaftlich der Höhepunkt: eine absolut faszinierende Landschaft!
Noch kurz zu den Schwierigkeiten:
Aufstieg übers Schneekar zum Treffauer T3
Übergang Treffauer - Tuxeck T3+,I
Tuxeck III
Wir haben das Tuxeck also aus der T Berwertung herausgelassen, weil die Gipfelbesteigung optional ist und nur 20 Meter (senkrechte) Wegstrecke beträgt. Ob es nun wirklich III ist, ist schwer zu beurteilen, denn es gibt als Hilfe einige Krampen. Jedoch ist der Abstand so groß, daß man auch etwas ohne Hilfsmittel klettern muß (je kleiner man ist, umso mehr). Deswegen ist III wohl ok.
Südwestabstieg vom Tuxeck: T4+,I
technisch nicht sonderlich schwer, erfordert das Gelände aber vorsichtiges Gehen. Ein Helm schadet hier nicht.
Von der Schönheit her vergeben wir mal wieder 5*.
Los geht es beim Parkplatz beim Jagerwirt (890m). Auf der Almstraße geht es zügig durch Wald bis zur Wegscheid-Niederalm, wo der Wald zurück tritt und sich ein wunderschöner Blick auf die Südwände des Kaisers vom Scheffauer über die Hackenköpfe bis zum Sonneck auftut. Auf einem breiten Weg gehen wir weiter nach Norden, bis wir zu einer Verzweigung kommen.
Hier biegen wir schräg nach rechts ab und über eine talartige Rinne steigen wir zur Wegscheid-Hochalm auf (Brunnen). Nun wieder nordwärts unterwegs nähern wir uns den imposanten Kletterwänden des Sonnecks. Aber auch die Felsberge von Treffauer und Tuxeck im Osten begeistern.
Wieder erreichen wir eine Verzweigung: nach rechts geht es über den Wilder-Kaiser-Steig zur Gruttenhütte, nach links zur Kaiser-Hochalm. Wir steigen weiter nordwärts zwischen herbstlich leuchtenden Buchen Richtung Schneekar empor.
Und genau zu Beginn des schönen aber schattigen Kares macht der Weg einen Schwenk nach rechts (Süden) um über einige versicherte Stellen zum Westhang des Treffauers zu führen. Diesen Schrofenhang geht es nun in Serpentinen zügig empor, einer Felsstufe wird nach rechts ausgewichen, dann geht es wieder nach links zu einem nun ausgeprägten Rücken mit schönem Blick ins Schneekar. Vom Rücken geht es nach Osten wieder in die Schrofenflanke und weiter bergan, bis man schließlich den Gipfelgrat erreicht und erstmals auch nach Osten zum Ellmauer Halt blickt.
Der Gipfel ist noch ein gutes Stück südöstlich entfernt. Sehr aussichtsreich geht es nun zu diesem entweder am Grat oder in der Westflanke etwas abschüssig, aber nicht schwer. Der Treffauer selbst ist kein Geheimtipp, aber überlaufen ist es auch nicht. Und fast alle steigen auf gleichem Weg wieder ab und lassen sich ein echtes Schmankerl entgehen.
Nach unserer Pause geht es wenige Meter vom Kreuz auf dem Anstiegsweg zurück, bis uns rote Markierungspunkte nach links in die Flanke weisen. Auf gutem Pfad geht es nun steil hinab, eine Rinne bietet kurz leichte Kletterei (I). Danach geht es durch die Flanke direkt auf das Tuxeck zu und einige Schneefelder stellen sich in den Weg. der Schnee ist steinhart und gleichzeitig vereist, doch sind zum Glück die Stellen recht kurz, mit uralten Spuren versehen oder können umgangen werden. Sonst wäre hier ohne Steigeisen Schluß gewesen. Wir erreichen ein kleines Kar und müssen eine schattige Rinne hoch. Oben geht s dann leicht schräg über eine gutgriffige Platte und danach wieder hinab in die Scharte vorm Gipfelkopf des Tuxecks: links geht es eine Rinne hinab Richtung Gruttenhütte, nach rechts unserer Abstiegsweg.
Doch zuerst wollen wir dem Pfeil folgen, der senkrecht nach oben zeigt. Zuerst in einem Kamin, geht es oben eher rechts raus (recht ausgesetzt) um zum Gipfel zu gelangen. Wie beschrieben entschärfen einige Krampen das ganze, so daß auch wir hoch- und nach der Pause wieder runterkommen.
Die Abstiegsrinne ist im oberen Teil übel voll hartem, glatten Schnee, so daß wir uns entscheiden, diese Stelle zu umgehen. Das geht ganz gut, indem man wieder einige Meter Richtung Treffauer hochsteigt und dann oberhalb der Rinne absteigt. Dir Rinne ist nicht allzulange und bald ist man wieder in der Sonne.
Es lohnt sich übrigens sehr, kurz nach der Rinne links auf schwachen Pfadspuren auf einen Wiesenrücken rauszuqueren: man hat hier einen genialen Blick auf die Wände des Tuxecks und blickt auch zu den Tauern. Ein genialer Pausenplatz.
Wieder zurück am Weg beginnt der lange Abstieg. Nach einer kurzen Rinne folgt erstmal harmloses Schrofengelände, weiter unten kommen einzelne Latschen hinzu. Beeindruckend ist schon hier die Felsszenerie drumherum, doch es sollte noch viel besser werden.
Der Pfad dreht nach links und zieht dann eine steiler werdene Grasrinne hinab, die weiter unten in eine kleine Felsschlucht übergeht. Hier muß man aufpassen, keine Steine loszutreten. Da auch Gemsen in der Nähe sein könnten, setzen wir unsere Helme auf. Wir kommen zu einem Klemmblock, den man unter einen Felsen hindurch abklettern muß. Ein Seil und einige künstliche Tritte lassen das ganze ich allzu schwer werden.
Ist man aus dem dunklen Loch heraußen, verlassen wir diese Rinne, denn der Pfad quert nach links zwischen Latschen hindurch zu einem schönen Felseinschnitt. Landschaftlich ist es hier nun ein Traum! Es folgt die nächste Querung zu einem noch markanteren Felseinschniitt. Dahinter queren wir zu einem Grasrücken und blicken nun in die Südwände des Tuxecks. Da man zudem von hier auch sehr schöne Blicke übers Kitzbüheler Becken zu den Tauern hat, lassen wir uns zu einer weiteren Pause nieder.
Danach geht es vom Wiesenrücken schräg nach links hinab in eine rinnenartige Latschengasse, gehtechnisch wohl der unangenehmste Teil der Tour. Weiter unten quert der Pfad nach links raus zu einer riesigen Geröllreißen. Von hier könnte man angeblich bis zum Wilder-Kaiser-Steig hinabrauschen, aber der Rückweg wäre weiter und die Geröllqualität überzeugt uns nicht. Also folgen wir dem Pfad, der wieder nach rechts dreht und die Abstiegsrinne wieder quert. Wir kommen nun mehr und mehr in lockeren Wald hinein, der Pfad schlängelt sich entlang von Felswänden in westlicher Richtung abwärts, bis wir auf den Wilder-Kaiser-Steig treffen.
Diesem folgen wir ein Stück nach Norden, bis wir zwei Pflöcke passieren. Hier kann man den Steig verlassen und auf einem dürftigen Pfad über einen Waldrücken direkt zur Wegscheid-Hochalm absteigen. Hier treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg und folgen ihm zu unserem Auto
Tourengänger:
Tef

Communities: 5-Sterne Touren Österreich
Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden
Kommentare (13)