"E Löu, e blöde Siech, e Glünggi un e Sürmu" oder wenn Lööli eine Flur zeichnet!
|
||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
... auf der Homepage wandern.ch ist Nachfolgendes zu lesen: „...Coronavirus: Wie wandern? Entspannung gibt einem die Natur, beim Wandern. Bei 65 000 Kilometern Wanderwege finden Sie sicher einen in Ihrer Nähe, um ein bisschen Abstand zu gewinnen und durchzuatmen, ohne dass Sie den öffentlichen Verkehr nutzen müssen“.
Und weiter: „...der empfohlene Abstand von zwei Metern muss selbstverständlich auch beim Wandern und in den Wanderpausen eingehalten werden. Können Sie dies nicht, tragen Sie bitte eine Maske. Eine Maske gehört momentan in jeden Rucksack“. In meiner letzten Wanderung hier publiziert, haben wir uns am Blauen gefragt, wie sinnvoll Masken im Wald/Wanderung sind... ich freue mich auch auf eine kritische Debatte, auf Erfahrungen anderer!
... das Zielgebiet unseres heutigen sonntäglichen Ausflugs war im in Erinnerung verbliebenen Umstand zu suchen, dass dort ggf. wenige oder gar keine Wanderer unterwegs sein dürften...das hatten wir in den vergangenen Jahren wiederholt erfahren. Die Strasse, die vor knapp zwei Jahren einen frischen Belag erhalten hat, ist die Verbindungsachse zwischen Talboden Lützel/Beginn Internationale Strasse unterhalb Röschenz und führt nach Huggerwald. Sie dürfte von mehrheitlich Einheimischen genutzt werden. Auf der Anhöhe angekommen, zwischen Punkt 488 und 531, befindet man sich noch ein paar Meter auf Baselbieter Boden – die Flur „Lööli“ hat nichts mit dem „Lou“ zu tun – „...im Kanton Baselland tragen rund 50 Landstücke den Namen «Lööli». Damit sind keine Schwachköpfe gemeint. Sondern es ist die Verkleinerung von «Loo» – ein altes Wort für einen kleinen Wald“. Gleichzeitig zum „Lööli“ findet sich neben der Strasse eine Tafel des NSG „Strickhübel“ oder wie es auf ortsnamen.ch nachzulesen ist als „Strigghübel“, Erhellung siehe Link, auf swisstopo findet sich übrigens diese entsprechende Flur nicht (mehr) genannt, auch nicht auf der zeitreise!
... bei der nächstfolgenden Flur, dem „Flurishof“, sind Gemarkungen mit Dinkel ausgewiesen, die Sonne heizt auf, am Waldrand Punkt 590 wenden wir uns Nieder Huggerwald zu (Kanton Solothurn), ein Weiler, der zu Huggerwald gehört, und dieses wiederum zu Kleinlützel, eine Anbindung an den Postbus besteht für Vorletzteres.
... der nächste Punkt 579, eine Weggabelung, liegt genau auf der Kantonsgrenze Basel-Land und Solothurn – hier ergibt sich eine Trinkpause... obwohl es in den vergangenen Tagen beachtlich geregnet hat, die Bise hat das Gelände wieder ausgetrocknet, Staub schlägt sich uns entgegen. Der Wegverlauf unterhalb des Tannig führt nach Osten, eine Stelle mit vielen geborgenen Kalksteinen (wohl aus den umgebenden Feldern) ist uns als Pausenort nicht ganz geheuer – und richtig, dort findet sich ein Hinweis auf den Schlangenweg, ooops! Wir setzen uns mitten auf den dortigen Weg! Dinkelzältli, Muffins, Fetakäse, Malbunerspeck – ja,
Seeger, nicht Menu 1 oder 2 oder 3 oder sogar vier! Bis hierher sind wir niemanden begegnet.
... der nachfolgende Weg führt durch eine Herde junger Rindli, und dann die florale Überraschung einer Lindenpopulation mit wuchtigen Wurzeln, die bis an den Weg heranreichen – ein Symphonie in Grün. Das Hofgut „Greifel“ wird touchiert. Eine steile Wegpassage führt zu einem auenähnlichen Tälchen, auf swisstopo ohne Namen! Von dort auf neuer Mergellage sachte hinauf zurück zum Ausgangspunkt. Erst hier hören wir Menschenstimmen. Der Löliweg führt zur Durchgangsstrasse.
... die Flurnamen-Recherche hat noch anderes ergeben, das ich hier gerne anführen möchte: der Greifelhof wird bereits 1625 historisch erwähnt! Zugehörend zur Gemeinde Röschenz, Basel-Land. Anbindung auf einer nicht asphaltierten Strasse zwischen Bärschwil-Station (Kanton SO) und Liesberg (Kanton BL) – Talboden der Birs.Wer sich hier noch die Mühe kurz machen möchte, verfolge die althochdeutsche Beschreibung von 1726!
... und schliesslich nochmals den „Löu“ hervorgeholt: Der Lööli oder Lööl (bzw. Löu) oder auch Lool ist bekanntlich ein Dummkopf, ein Einfaltspinsel. Was die Herkunft des Wortes angeht, denkt man an einen losen Zusammenhang mit der lautmalerischen Wortfamilie von lallen «undeutlich sprechen» und lullen «leise singen». Früher sprach man auch vomLollbruder und vom Lollhart, beides spöttische Begriffe für einen (ungelehrten) Mönch.
... und damit keine Zweifel aufkommen...
Und weiter: „...der empfohlene Abstand von zwei Metern muss selbstverständlich auch beim Wandern und in den Wanderpausen eingehalten werden. Können Sie dies nicht, tragen Sie bitte eine Maske. Eine Maske gehört momentan in jeden Rucksack“. In meiner letzten Wanderung hier publiziert, haben wir uns am Blauen gefragt, wie sinnvoll Masken im Wald/Wanderung sind... ich freue mich auch auf eine kritische Debatte, auf Erfahrungen anderer!
... das Zielgebiet unseres heutigen sonntäglichen Ausflugs war im in Erinnerung verbliebenen Umstand zu suchen, dass dort ggf. wenige oder gar keine Wanderer unterwegs sein dürften...das hatten wir in den vergangenen Jahren wiederholt erfahren. Die Strasse, die vor knapp zwei Jahren einen frischen Belag erhalten hat, ist die Verbindungsachse zwischen Talboden Lützel/Beginn Internationale Strasse unterhalb Röschenz und führt nach Huggerwald. Sie dürfte von mehrheitlich Einheimischen genutzt werden. Auf der Anhöhe angekommen, zwischen Punkt 488 und 531, befindet man sich noch ein paar Meter auf Baselbieter Boden – die Flur „Lööli“ hat nichts mit dem „Lou“ zu tun – „...im Kanton Baselland tragen rund 50 Landstücke den Namen «Lööli». Damit sind keine Schwachköpfe gemeint. Sondern es ist die Verkleinerung von «Loo» – ein altes Wort für einen kleinen Wald“. Gleichzeitig zum „Lööli“ findet sich neben der Strasse eine Tafel des NSG „Strickhübel“ oder wie es auf ortsnamen.ch nachzulesen ist als „Strigghübel“, Erhellung siehe Link, auf swisstopo findet sich übrigens diese entsprechende Flur nicht (mehr) genannt, auch nicht auf der zeitreise!
... bei der nächstfolgenden Flur, dem „Flurishof“, sind Gemarkungen mit Dinkel ausgewiesen, die Sonne heizt auf, am Waldrand Punkt 590 wenden wir uns Nieder Huggerwald zu (Kanton Solothurn), ein Weiler, der zu Huggerwald gehört, und dieses wiederum zu Kleinlützel, eine Anbindung an den Postbus besteht für Vorletzteres.
... der nächste Punkt 579, eine Weggabelung, liegt genau auf der Kantonsgrenze Basel-Land und Solothurn – hier ergibt sich eine Trinkpause... obwohl es in den vergangenen Tagen beachtlich geregnet hat, die Bise hat das Gelände wieder ausgetrocknet, Staub schlägt sich uns entgegen. Der Wegverlauf unterhalb des Tannig führt nach Osten, eine Stelle mit vielen geborgenen Kalksteinen (wohl aus den umgebenden Feldern) ist uns als Pausenort nicht ganz geheuer – und richtig, dort findet sich ein Hinweis auf den Schlangenweg, ooops! Wir setzen uns mitten auf den dortigen Weg! Dinkelzältli, Muffins, Fetakäse, Malbunerspeck – ja,

... der nachfolgende Weg führt durch eine Herde junger Rindli, und dann die florale Überraschung einer Lindenpopulation mit wuchtigen Wurzeln, die bis an den Weg heranreichen – ein Symphonie in Grün. Das Hofgut „Greifel“ wird touchiert. Eine steile Wegpassage führt zu einem auenähnlichen Tälchen, auf swisstopo ohne Namen! Von dort auf neuer Mergellage sachte hinauf zurück zum Ausgangspunkt. Erst hier hören wir Menschenstimmen. Der Löliweg führt zur Durchgangsstrasse.
... die Flurnamen-Recherche hat noch anderes ergeben, das ich hier gerne anführen möchte: der Greifelhof wird bereits 1625 historisch erwähnt! Zugehörend zur Gemeinde Röschenz, Basel-Land. Anbindung auf einer nicht asphaltierten Strasse zwischen Bärschwil-Station (Kanton SO) und Liesberg (Kanton BL) – Talboden der Birs.Wer sich hier noch die Mühe kurz machen möchte, verfolge die althochdeutsche Beschreibung von 1726!
... und schliesslich nochmals den „Löu“ hervorgeholt: Der Lööli oder Lööl (bzw. Löu) oder auch Lool ist bekanntlich ein Dummkopf, ein Einfaltspinsel. Was die Herkunft des Wortes angeht, denkt man an einen losen Zusammenhang mit der lautmalerischen Wortfamilie von lallen «undeutlich sprechen» und lullen «leise singen». Früher sprach man auch vomLollbruder und vom Lollhart, beides spöttische Begriffe für einen (ungelehrten) Mönch.
... und damit keine Zweifel aufkommen...
Tourengänger:
Henrik

Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden
Kommentare (3)