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Lucelle - St.Ursanne, auf einsamen Graten und Wegen


Published by Mo6451 , 29 April 2017, 21h27.

Region: World » France » Jura
Date of the hike:29 April 2017
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-JU 
Time: 5:00
Height gain: 672 m 2204 ft.
Height loss: 782 m 2565 ft.
Route:15,9 km
Access to start point:cff logo Basel - Delémont; Postbus Nr. 12 Dlémont - Lucelle
Access to end point:cff logo St. Ursanne - Delémont - Basel
Maps:map.wanderland.ch, komoot

Endlich wieder Sonne. Aber nach den Schneefällen der letzten Tage bis in die Niederungen fiel die Wahl auf eine Tour schwer. Ich wollte es mal im Jura versuchen. Zwar war der höchste Punkt auch hier auf 940 m, aber vielleicht hatte ich Glück.

Lucelle ist nicht so leicht zu erreichen. Am Wochenende fährt der Bus nur dreimal hinauf und weiter bis zur Französischen Grenze. Da lag es nahe, die Tour hier zu beginnen. In Bourrignon hatten die letzten Fahrgäste den Postbus verlassen, so hatte ich das gelbe Taxi ganz für mich allein.

Der Bus hält ein gutes Stück vor dem Ort, am Etang de Lucelle. Der glänzte heute in einer mattgrünen Farbe. Einige Minuten weiter der Straße entlang liegt das einstige Zisterzienserkloster.

Lucelle, wo man auf die Spuren des einstigen Zisterzienserklosters trifft, befindet sich im beschaulichen Tal der Lützel, umgeben von Wäldern. In der Umgebung des Sees erinnern nur wenige Mauern an die Gebäude des Klosters. Der Torbogen, ein Brunnen und das Landhaus von Abbé Delfils vermögen keine Vorstellung davon zu vermitteln, wie es hier früher einmal aussah. Eine Statue im ehemaligen Klostergarten erinnert an den Hl. Bernhard und den Ursprung für die Errichtung des Klosters. Das Kloster Lützel wurde im Soge des Einflusses gegründet, den das weltweit bekannte Burgunder Kloster Cîteaux auf die Menschen des 12. Jahrhunderts hatte. Der Hl. Bernhard selbst segnete den ersten Stein und die Quelle des neuen Klosters, in dem zwölft Mönche wohnten. Bis 1790 spielte das Kloster Lützel eine wichtige Rolle und war das bekannteste Zisterzienserkloster weitherum. @ Jura Tourismus

Die Besichtigung ließ ich aus, zu weit war die Wanderung, die noch vor mir lag, denn wegen der eingeschränkten Verbindungen war ich erst um 10:30 am Ausgangspunkt. Ein Stück gehe ich auf der Straße zurück, dann biegt rechts unscheinbar der Wanderweg ab. Ohne das gelbe Schild würde man glatt vorbei laufen.

Auf schmalem Pfad geht es gleich aufwärts. Der Untergrund ist nass und rutschig, besondere Vorsicht war heute das Zauberwort. Das galt für die gesamte Tour. Von der Höhe gab es dann einen guten Blick auf den See. Als erste Erhebung erreiche ich den Ziegelkopf. Wäre er nicht in der Karte eingezeichnet, würde man ihn kaum als Gipfelpunkt wahrnehmen.

Weiter geht es auf dem markierten Wanderweg durch lichten Wald. Noch sind nicht alle Blätter der Bäume voll ausgebildet, so dass sie die Sonnenstrahlen immer wieder durchlassen. Weiter geht es aufwärts.bis ich den Grat erreiche. Ab hier beginnt eine wunderschöne Gratwanderung, die mir auch die ersten Schneefelder beschert. Aber der Schnee ist weich und bereitet keine Probleme.

Der zweite Gipfel, der Grand Roche ist nicht mehr weit. Hier genieße ich eine wunderschöne Aussicht. Allerdings sind die zwei Felsen isoliert, da geht es nicht weiter. Also wieder ein Stück zurück und den ersten Abstieg unter die Füße genommen.

Diemal nehme ich nicht den Wanderweg, sondern auf der 800 Höhenlinie den Forstweg. Er erspart mir einen großen Umweg und trifft später wieder auf den Wanderweg. Ein Hindernis gibt es noch. Es werden Leitungen verlegt und das Ungetüm von Bagger versperrt den ganzen Weg. Man kann sich hinten rummogeln, muss aber aufpassen um nicht in die Spalte, in der die Leitungen liegen  zu fallen.

Bei P 750 treffe ich wieder auf den markierten Wanderweg, dem ich nun folge. Es geht abwärts bis P 632. Dort steht eine alte Scheune. Erst noch ein Stück dem Bach entlang, der heute viel Wasser führt und ohne Brücke gequert werden muss.

Nun kommt die Schlüsselstelle der gesamten Tour, der erste Teil, der Aufstieg bis zur Straße. Ein sehr schmaler und rutschiger Pfad führt zuerst den Hang entlang. Ausrutschen ist hier absolut verboten, bei einem Sturz helfen auch die Engel nicht mehr.

Bevor ich nun den zweiten Aufstieg nach Le Chételat unter die Füße nehme, suche ich mir erst einmal einen Baum zum Sitzen. Es ist schon lange Zeit für die Mittagspause. Beim Blick auf die Straße sehe ich sie wieder, die Radfahrer, die sich die Straße rauf quälen, die Töff Fahrer, die sich in die Kurve legen ohne auf den Gegenverkehr zu achten und auch die Autofahrer, die offensichtlich das Kurvenfahren lieben.

Der zweite Aufstieg ist nicht ganz so schwierig, es fehlt die Ausgesetzheit. Allerdings verläuft der Aufstieg durch eine schmale Rinne, teilweise liegt noch Schnee, nass ist sie allemal. Oben angekommen wird der Wanderweg wieder einfach. Nach Le Chételat mache ich einen Abstecher. Ein wunderbarer Aussichtspunkt und komfotabel eingerichtet. mit Grill, Tischen und Bänken. Allerdings alles schneebedeckt. So begnüge ich mich mit der Aussicht.

Und weil es so schön ist, geht es jetzt wieder abwärts auf breiter Forststraße nach Les Malettes. Auf diesem Stück treffe ich den ersten Wanderer heute. Bei Les Malettes treffe ich wieder auf die Straße. Ich bleibe auf dem Wanderweg, der mich wieder hinauf nach Métaire de Montgremay führt. Das ist ein größerer Bauernhof.

Kurz vorher biegt der Wanderweg rechts ab und ich erreiche nach einem Gang über die Weide den höchsten Punkt 940 meiner heutigen Wanderung. Hier oben gibt es noch reichlich Schnee. Bei P 940 fängt erneut eine unglaublich schöne Gratwanderung an. Der ganze Grat ist mehr oder weniger mit Schnee bedeckt. Nach rechts sollte man nicht ausrutschen, da geht es senkrecht nach unten.

Auf dem Grat verliere ich nur langsam an Höhe, er endet für mich bei P 843, denn hier beginnt der Abstieg nach Outremont, auch ein Bauernhof.  Nun geht es, etwas schlechter markiert über die Weiden hinunter nach St. Ursanne. Laut Hinweis noch 40 Minuten.

Bei P 530 muss ich dann links abbiegen um zum Bahnhof zu kommen. Der Weg ins Dorf geht weiter geradeaus. Der Weg zum Bahnhof ist recht ulkig. Ein schmaler Pfad, mal runter und mal rauf. Viele kleine Abzweiger sind zu sehen, zum Teil auch gesichert, wahrscheinlich Einstiege in die Kletterwände.

In St. Ursanne habe ich Glück, der Zug kommt in knapp 20 Minuten. Der Bahnsteig füllt sich mit weiteren Wanderern, die auch das schöne Wetter genutzt haben. Blauer Himmel  mit einigen weißen Wolken haben mich den ganzen Tag begleitet. Ein schöner Tag, nach dem Wintereinbruch Ende April.

Tour solo
 

Hike partners: Mo6451


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