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Firntour zum Muntaluna 2422m


Published by Bergamotte Pro , 18 March 2017, 15h16.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike:17 March 2017
Ski grading: AD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SG 
Time: 2:15
Height gain: 950 m 3116 ft.
Height loss: 950 m 3116 ft.
Access to start point:Die Seilbahn zum Vättnerberg fährt auf Anmeldung auch im Winterhalbjahr (www.vättnerberg.ch).
Maps:247S (R. 776)

Die Eignung des Muntaluna als Skiberg ist unübersehbar: Die weiten, recht steilen Hänge bieten bei Firnverhältnissen Abfahrtsgenuss vom Feinsten. Trotzdem wird der Berg im Winter nur sporadisch besucht, vorab von Einheimischen. Das mag nicht überraschen, denn von der Skitourenkarte ist die Route längst verschwunden und die Kommentare im (überholungsbedürftigen) Führer von 2005 tönen - zu unrecht - wenig ermutigend. Erstens liegt der Gipfel nicht in einem Wildschutzgebiet. Zweitens kann man sich den mühseligen, heiklen Aufstieg ab Vasön ersparen, denn die Seilbahn fährt auch im Winter. Und drittens muss von einem zu frühen Aufbruch um diese Jahreszeit sogar abgeraten werden. Nichtsdestotrotz erfordert die Tour sichere Südhang-Verhältnisse.

Nach telefonischer Anmeldung am Vorabend lasse ich mich um sieben Uhr per Seilbahn zur lieblichen Ebene des Vättnerbergs hochgondeln. Hier wird Kundenservice gross geschrieben: Obschon ich alleine unterwegs bin, wird nur der Normaltarif von 16.- fällig (retour). Und selbst eine Fahrt um sechs Uhr wäre kein Problem gewesen. Wir vereinbaren die Talfahrt für 11:30; etwas spät für meinen Geschmack, zumal die Tour gerademal mit 850Hm zu Buche schlägt. Doch ich sollte dem netten Seilbahnwart noch dankbar dafür sein.

Prinzipiell sind am massigen Muntaluna mit seinen riesigen Hängen zahlreiche Varianten möglich. Am sinnvollsten Erscheint mir aber der Aufstieg über die SSE-Flanke (Wiegen) und die Abfahrt über die SW-Flanke (Binder). Man folgt so ideal der tageszeitlichen Erwärmung. Die beiden Varianten trennen sich oberhalb von Hütten (1775m) ungefähr bei P. 1827. Im Aufstieg quert man hier nach Osten; am besten soweit wie möglich, ich war zu wenig konsequent. Dadurch kann man nämlich die steilsten Partien im folgenden Aufstieg über Wiegen umgehen und berührt nur stellenweise Hänge über 35°. Die Unterlage ist angenehm griffig und die Harscheisen bleiben im Rucksack. Unterhalb der Schafböden flacht das Gelände ab auf knapp 30°. Ich halte mich eher östlich, um das grosse Gemsrudel nicht zu stören. Richtung Gipfel beginnt sich der Rücken leicht zu verjüngen. Man geniesst von hier gute Einblicke in die spätere Abfahrtsroute. Vorbei am vorgelagerten Kreuz erreiche ich den Muntaluna (2422m). Es ist gerademal drei Monate her, als ich hier mit Wanderschuhen oben stand (*klick). Der Muntaluna ist nämlich nicht nur ein formidabler Skiberg, sondern anerbietet sich wegen seinen sonnenverwöhnten Hängen speziell auch für die Nebensaison.

Bis zur Talfahrt bleibt noch viel Zeit. Und die ist auch nötig, um den idealen Firn zu erwischen. Heute wäre auch ein Start um acht Uhr kein Problem gewesen. So packe ich mich dick ein und geniesse die Aussicht ins mir immer noch recht unbekannte St. Galler Oberland. Gleichzeitig schmiede ich neue Tourenpläne in diesem kaum begangenen Gebiet. Kurz nach halb elf mach ich mich schliesslich an die Abfahrt. Hierfür halte ich mich an einen wenig markanten Rücken, der direkt vom Gipfel südwestwärts nach Binder führt. Oben noch etwas hart erreiche ich nach knapp der Hälfte die erhofften Sulzhänge. Auf der butterweichen Unterlage lasse ich die Skier bis 1760m laufen, was einen kurzen Gegenanstieg von 100Hm zur Folge hat. Alternativ könnte man natürlich bereits weiter oben zurück nach Osten queren. Aber die Tour ist schon kurz genug. Vom Kreuz nach P. 1857 verbleiben nochmals 300Hm zurück zur Bergstation, wobei der Schnee unten schon schwer geworden ist. Noch vor der vereinbarten Zeit gondle ich zurück ins Taminatal und gönne mir hinten in Vättis ein Schweinssteak mit Pommes.

Zeiten
1:40  Muntaluna
0:35  Vättnerberg

Hike partners: Bergamotte


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