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Ochsental September 2016, 3|4: zu Ochsenscharte - und Grüne Kuppe


Published by Felix , 2 October 2016, 16h15. Text and phots by the participants

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Silvretta
Date of the hike: 8 September 2016
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Mountaineering grading: F
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Height gain: 765 m 2509 ft.
Height loss: 765 m 2509 ft.
Route:Wiesbadener Hütte - Vermuntgletscher - Ochsenscharte - (P. 2996) - Wegmarkierung Grüne Kuppe - Grüne Kuppe > Zollhütte - Wiesbadener Hütte
Accommodation:Wiesbadenerhütte
Maps:1178, 1198

Eine Stunde später als gestern starten wir von der Wiesbadener Hütte zum heutigen Bergwandertag; wir folgen dabei dem bei der Hütte ausgeschilderten Weg zur (Oberen) Ochsenscharte. Während die Bergspitzen ums Silvrettahorn sich bereits im Sonnenlicht präsentieren, wandern wir in der schattigen Kühle ins Tal Richtung Vermuntgletscher hinein - hier auf deutlichem und gut markiertem Bergwanderweg. Je weiter und höher wir gelangen, desto deutlicher zeigt sich jener vor uns; nach alpiner anmutendem Gelände jedoch immer spärlicher die Steinmänner und unklarer die Spur …

 

Unter den abweisend wirkenden Felsbastionen zwischen Vermunt- und Ochsenkopf hindurch erreichen wir im ruppigen Gelände (viel Geröll und flachere Felspassagen) den nördlichsten Zipfel des Vermuntgletschers; unsere Überraschung ist einigermassen gross, erwarteten wir auf Grund der Wegweiserangabe zwar einen BWW, nicht jedoch eine Gletscherpassage, welche (insbesondere zur Oberen Ochsenscharte) vorteilhafterweise mit Grödeln oder Steigeisen begangen wird: so fühle ich mich auf dem, nur teilweise mit leichter Schneeauflage versehenen, Gletscher sehr unwohl - mulmig wird’s mir, wie die blanken Stellen überhandnehmen …

Mit Müh und Not quere ich kurz vor Ende des doch steileren Gletscherbereiches in die etwas rutschige Geröllpassage; und in dieser hoch zur Ochsenscharte. Ein luftiger, doch schöner Tief- und Ausblick auf den Jamtalferner ergibt sich hier - wo später (und länger) österreichische Bergretter (vom Heli in Etappen eingeflogen) eine länger dauernde Gletscherübung abhalten.

 

Erst geht’s nun, abschnittweise sogar auf schwachen Spuren dem hier ansprechend zu begehenden Grat entlang hoch; mit Fortdauer der Suche nach dem Ochsenkopf wird jedoch die Felskraxelei steiler und anspruchsvoller - und die Erkenntnis setzt sich, nach diversen Versuchen, eine Route durch stets unübersichtlicheres Gelände unter (P. 2996) hindurch zu finden, durch, dass wir auf diesem Weg nicht zum Ochsenkopf gelangen > also Umkehr und Teilabstieg, Querungen zu weiteren Rinnen und Kreten, mit Augenschein in mögliches Aufstiegsgelände - dabei werden wir jedoch nie glücklich, überzeugt, eine akzeptable Durch- und Aufstiegsmöglichkeit im sehr steilen, wilden Felsgelände zu finden …

So beschliessen wir den definitiven Abbruch des Versuches, und machen uns auf, im weglosen Geröll zum Aufstiegsweg zurückzufinden.

Auf diesem schreiten wir zurück bis kurz vor den Abzweig zum ehemaligen Zustieg zur Piz Puin Grond-Route; kurz weglos abkürzend, folgen wir dieser bis zur Wegmarkierung Grüne Kuppe 2485 m - vorher über ein Brett den vom Vermuntgletscher hinunter rauschenden Bach überquerend.

 

Auf gutem Pfad, doch anfänglich beachtlich steil, steigen wir im Geröll hoch bis zur Senke mit dem verlandenden Seelein südsüdöstlich der Grünen Kuppe; diese selbst erreichen wir nach wenigen, weiteren, Höhenmetern über eine Kuppe. Hier gewinnen wir sowohl einen guten Ein- und Ausblick zum Illursprung, zur  Wiesbadener Hütte und talauswärts bis zum Stausee Silvretta - wie auch hoch zum Einstieg in die gestrige Hochtour über den Ochsentaler Gletscher sowie dem Silvrettahorn.

 

Etwas unterhalb der Kuppe lassen wir uns zu einer Rast nieder, bevor wir auf demselben Weg wieder zur Wegmarkierung Grüne Kuppe und zum Gletscherabfluss hinunter schreiten, diesen überqueren und dem Weglein bis zur Wegkreuzung unterhalb der Zollhütte folgen. Gut verschlossen zeigt sich diese nach dem kurzen Gegenanstieg - bevor wir die restlichen Meter zur Wiesbadener Hütte zurücklegen, und dort erst den Apéro, später dann das letzte Abendessen auf dieser vortrefflichen „Hütte“ geniessen. 


Hike partners: Ursula, Felix, Fraroe


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