Trekkingschuhe "Mid" oder "High"?


Published by MichaelG, 18 August 2021, 10h05. This page has been displayed 1030 times.

Hallo zusammen,

meine Frau und ich wollen uns vor dem Herbsttrip in die Alpen leichte Trekkingschuhe kaufen.
Die schweren, steigeisenfesten von Meindl und Lowa fristen inzwischen im Keller ein trauriges Dasein...

Wir machen üblicherweise Bergwanderungen/Hochtouren bis T3. Gelegentlich T4.
Kurze Kletterstellen II dürfen vorkommen, sind aber die Ausnahme.

Inzwischen wird auch die Schuhvariante "Mid" angeboten wird. Vermutlich mehr für die Zustiege...?

Würde solch ein Schuh für unsere Anforderungen reichen, oder ist ein hoher Schaft Bedingung für T3/T4 ?
Persönliche Erfahrungen dazu wären interessant.

Danke und Grüße
Michael

PS:
wir haben uns gestern in einer Outdoorabteilung umgesehen. Auffallend war, daß selbst Schuhe der A/B Klassifizierung kaum noch unter 250.-€ zu bekommen sind. Und daß diese Schuhe schon sehr stabil-, und nicht nur für das Mittelgebirge geeignet erscheinen. Vor Jahren hätte man sie als absolut trekkingtauglich verkauft. Die Feinabstufungen A, A/B, B, B/C......usw. sind mehr Marketing-Gag als praxisgerecht.





Comments (23)


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Wanderer82 says: Persönliche Entscheidung
Sent 18 August 2021, 11h11
Hallo

Diese Frage kann man eigentlich nur persönlich beantworten. Ich selber habe gerne etwas höhere Wanderschuhe (aber auch nicht zu hoch). Die Tendenz geht aber dahin, dass viele (gerade die Trailrunner) mit solchen oder ähnlichen Mid-Schuhen unterwegs sind, weil sie leichter sind und man mehr Bewegungsfreiheit hat. Gerade beim Klettern sind klobige, schwere und steife Bergschuhe ja auch nicht unbedingt von Vorteil. T3-Touren sind meistens noch in gutmütigem Gelände, bei T4 ist desöfteren aber auch Fels und Geröll dabei. Im Geröll möchte ich lieber höhere Schuhe.

Ich würde sagen, auf die Klassifizierung würde ich gar nicht schauen. A-Schuhe sind halt sehr weich und vor allem für normale Wanderwege im Wald, über Wiesen und auf guten Wegen gemacht. Die Sohlen sind oft auch etwas günstigere Modelle. B-Schuhe kann man bereits überall einsetzen, man kann das nicht mit der T-Skala in Einklang bringen. Ab C und D sind sie einfach steigeisentauglich, da steifer und härter gebaut. Es ist wirklich eine persönliche Entscheidung. Bei weichen Schuhen würde mich vor allem stören, dass sich das Geröll reindrückt, die haben auch oft keinen oder einen kleinen Geröllschutzrand. Die sind natürlich dann auch empfindlicher insgesamt und die Membran wird schnell kaputtgehen (wobei die bei mir immer! nach wenigen Wanderungen nicht mehr dicht sind).

Wenn du günstigere Schuhe möchtest, würde ich dir andere Marken empfehlen. Ich kaufe jetzt den 3. Grisport-Schuh (immer denselben Typ: Crusader). Ist ca. Kategorie B und kostet je nach Zeitpunkt zwischen 100 und 150 Euro und hat eine Sympatex-Membran. Wenn man 20-30 Touren im Jahr macht, hält so ein Schuh etwa 6 Jahre mit Neubesohlung nach 3-4 Jahren, obwohl man dann auch gleich einen neuen kaufen könnte. Ich zahle ca. 90 Euro für eine Neubesohlung beim Schuhmacher mit der besten Sohle. Vibram gäbe es auch schon für 65 Euro. Nach 3-4 Jahren sind diese günstigeren Schuhe halt dann etwas ausgelutscht, was mich aber nicht gross stört und vermutlich bei allen Schuhen in der Kategorie <= B so ist.

Gruss
Thomas

nprace says:
Sent 18 August 2021, 11h32
Wichtiges Theman und du solltest 34 Meinungen erwarten. So meine. Ich habe 3 Schuharten.

- Trail runners sind für mich für fast alles ausser Schnee/Eis besser punkto Komfort, Leichtigkeit, Gefühl und Laufpräzision als alle andere Schuhe. Ich nehme die in 80% der Fälle inkl. T6, Steilgras, Fels, etc... Goretex ist Geschmackssache... wenn es nass ist, wird man so oder so nass.

- Low Trekking Schuhe (wie meine Scarpa Zen) sind für mich die Jokers, die ich ebenfalls bis T6 locker nutzen kann. Ich nutze sie wenn ich nicht wirklich weiss wie eine Route wird oder in der Randsaison: z.B. ich weiss nicht ob es mega nass wird, mega geröllig, mega schlammig. In den Alpen nutze ich sie kaum aber auf Trekking Trips wie in Peru, Reunion dann fast ausschliesslich....eben weil unberechenbarer. Früher hatte ich einen hohen Stiefel und die tiefe sind bequemer ohne an Stabilität einzubüsen.

- Steigeisenfeste Bergschuhe nutze ich NUR für Hochtouren mit Steigeisen und wenn es viel Schnee gibt. Sie sind für meine Füsse unbequeum, heiss und klobig.

So, meine Empfehlung wäre ein leichtes Gore Tex Mid Schuhe... früher hatte ich ein Scrape Zen Light... der war super.

Hoffe das Hilft! Jetzt nur 33 weitere Meinungen ;-)

Alpin_Rise says: These shoes are made for...
Sent 18 August 2021, 13h08
Salut Michael,

Hinweise zur Schuhwahl findest du in diesen Diskussionen:
1, 2, 3

Für mich hängt die Schuhwahl von drei Kriterien ab:

1. Gelände (und nicht primär Schwierigkeitsgrad!): je unwegsamer und lebendiger das Gelände, desto höher und härter der Schuh. Insbesondere in dichter Vegetation und auf (überwachsenen) Geröllhalden trage ich gerne hohe, gut stützende Bergschuhe. Ich bin insbesondere bergab schneller und trage weniger Verletzungsrisiko.
Auf Wegen oder in leichtem Fels brauchst du nicht zwingend einen hohen Schaft oder steife Sohlen wenn es deine

2. Physiognomie es erlaubt, weniger stützende Schuhe zu tragen. Hier spielt der Trainingszustand, allfällige Vorverletzungen und die Länge der Touren eine Rolle: je besser deine Koordination und Kraftausdauer in den Beinen/Füssen, desto niedriger/weicher darf der Schuh sein.
Besonders wenn du zu kalten Füssen neigst, beachte auch

3. Temperatur / Nässe / Schnee / Eis /
Hohe Schuhe sind wärmer und isolieren den Knöchel, falls du bei kühler Witterung / Nässe unterwegs bist. Wenn du auf Steigeisen angewiesen bist, insbesondere bei steileren Touren, ist ein steifer, hoher Schuh angenehm. Für Gletscherwanderungen kannst du auch passende Steigeisen für weiche oder gar niederschaftige Schuhe finden.

Zuletzt: ein härterer, hoher Schuh hält meist länger. Leder ist nach meiner Erfahrung dauerhafter als Kunststoff.
Zuallerletzt: bequem muss er sein, alles andere ist Philosophie ;)

Gut Geh und
G, Rise

MichaelG says: Danke euch!
Sent 18 August 2021, 13h41
Hallo Thomas, hallo nprace, hallo Alpin_Rise,

danke für eure ausführlichen und hilfreichen Antworten! Und für die links zur Diskussion, durch die ich erstmal durchkauen werde...

Nach euren Antworten habe ich mich nochmals neu sortiert, und meinen "Gewohnheits-Ballast" abgeworfen. Ich musste erst mal schauen, was z.B. trail runners und low trekking Schuhe überhaupt sind ;-)
Der Grisport Crusader liegt dagegen mehr in Richtung "traditionell", und scheint recht solide zu sein.

Bei Marions und meiner letzten, etwas schwierigeren Tour am Kanzelgrat T5 (II) hatte ich die leichten Hanwag Banks GTX an. Schuhe der Kat. A/B. Die Sohle war zwar zu biegsam, aber die Kraxelei war dennoch gut machbar. Fazit: Die Wanderschuh-Kategorien sind wirklich schlecht mit der T-Skala in Übereinstimmung zu bringen. Wichtiger ist, mit welchem Können jemand im Schuh steckt.

Unsere zukünftigen Touren werden wir fast alle mit einer "Schuhart" machen, Gletschertouren werden die Ausnahme sein. Klettern sowieso.
Euren Infos habe ich entnommen, daß leichtere, z.B. mid-Schuhe durchaus auch im alpinen Gelände verwendbar sind. Nach kurzer Recherche dazu im web scheinen mir bei den Approach/Zustiegsschuhen
der La Sportiva TX4 GTX Mid, der Scarpa Mescalito, oder der Garmont Dragontail LT interessant zu sein. Aber auch die "traditionellen Mid-Schuhe" bleiben im Rennen.
Nur diejenigen mit hohem Schaft werden wir uns verkneifen, trotz allem was für diese Schuhe spricht.

Mal sehen, was aus dieser Sache wird. Im September ist die Sache jedenfalls durch.

Danke nochmals!
Michael

Wanderer82 says: RE:Danke euch!
Sent 18 August 2021, 21h56
Biegbare, weichere Schuhe sind zum Klettern doch ideal. Die Kletterfinken sind äusserst biegsam.

Ja, der Grisport ist traditionell mit alles Leder und wenig Nähten. Und er passt mir einfach super, dazu noch spottbillig. Vorne eher breit und hinten eher schmal. Solche Schuhe findet man nicht so oft.

Grüsse
Thomas

Sent 18 August 2021, 14h06
Hallo zusammen,

Alpine Rise du hast es sehr gut dargestellt. Noch ein Hinweis: ich habe jetzt mitbekommen, dass die EVA Zwischensohle bei den A und B evt. B/C Schuhen sehr schnell ihre dämpfende Wirkung verliert und diese Schuhe nur auf ca. 2 Jahre Haltbarkeit ausgerichtet sind und zwar egal ob man sie benutzt oder nicht. Was viele nicht wissen, die Sohle altert auch bei der Lagerung. Bei den C und D Schuhen werden andere Materialien verwendet und der Aufbau ist ebenfalls anders und mehr auf Langlebigkeit ausgerichtet, dafür sind die Sohlen aber auch steifer.
MichaelG: wenn man die technischen Fähigkeiten hat, klappt das mit dem T5 II Gelände und A/B bestimmt, aber für nicht so versierte Könner ist ein etwas stabilerer Schuh meiner Meinung nach angeraten.
Ich hatte jahrelang einen klassischen Lederschuh von Hanwag und bin jetzt auf den Salewa MTN Trainer Mid umgestiegen und bin total begeistert. C/D Schuhe ziehe ich nur für Hochtouren an. Der MTN Trainer ist meiner Meinung der perfekte Schuh für T3 bis T5 II Gelände. Ich habe vom Sitz einen viel besseren Halt, er ist leichter. Ich finde auch dass angetrieben von den italienischen Herstellern sehr viel in den letzten zwei drei Jahren getan hat und die Bergführer sehe ich eigentlich nur mit Scarpa und La Sportiva Schuhen. Ich würde mir deshalb keine altmodischen Schuhe mehr von Lowa, Meindl oder Hanwag kaufen. Die Klassiker Lowa Renegate verschleißen sehr schnell und bieten meiner Meinung nach keinen guten Halt.
Grüße
Petra

MichaelG says: Qual der Wahl
Sent 18 August 2021, 16h47
Hallo Petra,
interessant, daß die Dämpfung der einfachen Schuhe so schnell nachlassen soll. Ich hätte die Haltbarkeit auf mindestens vier Jahre geschätzt. Es hängt natürlich auch von der Anzahl der Touren ab, trotzdem...
Du hast natürlich recht: bei A/B Schuhen sollte man die Schwierigkeitsgrenze niedriger setzen, der durchschnittliche Bergsteiger steht für den Maßstab.

Den Salewa MTN Trainer Mid schaue ich mir mal näher an. Die Liste der infrage kommenden Schuhe wird lang und länger, incl. derer von Scarpa und La Sportiva. Jetzt nur noch einen Laden finden, wo alle für uns infrage kommenden Schuhe verfügbar sind.
Dank und Grüße
Michael

Parzival says: RE:Qual der Wahl
Sent 20 August 2021, 09h47
Hallo Michael,

ich würde dir noch den Scarpa Charmoz HD ans Herz legen. Super leichter und angenehm zu tragender Schuh und trotzdem von der Steifigkeit ein C Schuh. Man muss nur eine Größe größer nehmen als gewohnt ;P
Und was auch noch praktisch ist, durch die HD Membran die direkt auf den Oberstoff auflaminiert ist spart man sich das lästige Nachimprägnieren. Die Sohle hat auch super Grip, selbst auf nassem Fels. Die Sohle hat bei mir Vorbereitung+Alpenüberquerung überlebt also mindestens 600 km. Ist halt nicht ganz günstig aber meiner Meinung nach jeden Cent Wert.

Gruß

Felix

derMainzer says: PU Lauf- oder Zwischensohle Berg- oder Wanderschuh
Sent 19 August 2021, 08h48
Griaß di MichaelG,

in jeden Berg- bzw. Wanderschuh steckt eine sogenannt PU Lauf- oder Zwischensohle. Diese Lauf- oder Zwischensohle aus PU wird verwendet, weil die Struktur des Materials sehr leicht, flexibel und strapazierfähig ist. Damit wird die Steifigkeit vom Sohlenaufbau am Schuh elastischer und die PU-Sohlen wirken durch ihr sehr komfortables Dämpfungsverhalten besonders schonend auf die Gelenke. Deshalb wird dieses Material in fast allen aufgeschäumten Schuhsohlen verarbeitet, insbesondere auch im Outdoorbereich. Allerdings reagiert das PU- Material auf Wasser bzw. Feuchtigkeit sowie Wärme und insbesondere auch auf die UV- Strahlung. Die PU Lauf- oder Zwischensohle wird mit der Zeit hart und spröde und irgendwann reißt dann die Sohle vom Oberschuh ab. Die sogenannten Weichmacher in der PU Lauf- oder Zwischensohle würden auch mit der Zeit ausgasen, wodurch das Material hart und spröde wird. Angeblich hätten die Hersteller der PU Platten das aber im Griff. Dann stellt sich allerdings wieder die Frage, wie lange die PU Platten bis zur Verarbeitung zu einer Lauf- oder Zwischensohle gelagert worden sind. Den genauen chemischen Vorgang vom PU Material kann ich dir allerdings nicht erklären. Aus meiner Sicht kommt es halt immer darauf an, wie der Berg- oder Wanderschuh richtig gelagert wird, wenn man ihn gerade nicht verwendet. Mein ehemaliger Schuhmachermeister hat mir das so erklärt.
Dann noch ein Hinweis zur Frage Halbschuh oder Knöchelhoch. Vieles ist hier schon dazu gesagt worden. Allerdings muss klar sein, das wenn ich auf einer Tour verunglücke und aus Sicht der Bergwacht nicht die richtige Ausrüstung dabeihabe, in diesem Falle der Bergschuh, wird meine Versicherung aus dem Bericht der Bergwacht darüber informiert. Dann könnte der Versicherungsschutz wegen grober Fahrlässigkeit erlöschen und die Versicherung würde nicht zahlen. Man sollte sich schon vorher darüber Gedanken machen, für welches Gelände und Witterungsverhältnisse ich den Berg- oder Wanderschuh benötige.

Pfiat di
derMainzer

MichaelG says: Nicht einfach!
Sent 19 August 2021, 10h11
Grüß Dich Mainzer,

das Thema "Outdoor-Schuhsohlen" ist nicht so einfach, wie es manchem vielleicht erscheint. Deine ausführliche Erklärung zeigt dies deutlich auf.
Ich nehme an, dass 90% aller Bergsteiger nie ein Augenmerk auf die richtige Lagerung ihrer Schuhe legen. Nach dem Urlaub kommen die Schuhe ab in den Keller bis zum nächsten Alpentrip... ;-)
Der Versicherungs-Aspekt ist interessant, und wird den wenigsten so bewusst sein. Wer weiss, was diesbezüglich schon rechtlich ausgefochten wurde?
Für uns kommt die Halbschuhform nicht in Betracht, der Sprung von "bisher immer knöchelhoch" dorthin wäre einfach zu gross. Es bliebe ein Gefühl der Unsicherheit. Daher denke ich, daß es bei uns auf "mid" hinausläuft.

Danke und Grüße
Michael

Lactuca sativa L. says: RE:PU Lauf- oder Zwischensohle Berg- oder Wanderschuh
Sent 23 August 2021, 08h49
Gab mal einen Artikel in der SAC-Zeitschrift. Ungeübte haben wegen schweren Bergstiefeln mehr Unfälle.

Kommunist says:
Sent 20 August 2021, 13h55
Wenn keine Schneefelder oder Gletscher zu erwarten sind, würde ich einen leichten Halbschuh nehmen, z.B. sowas wie den La Sportiva TX2.
Stiefel oder höhere Schuhe wären mir zu schwer und man ermüdet schneller, was im Gebirge kein unerhebliches Risiko darstellen kann.

MichaelG says: RE:
Sent 20 August 2021, 18h42
Hallo Kommunist,
die Umstellung von hohen Schaft auf leichten Halbschuh werden wir bestenfalls mit dem Zwischenschritt "mid" wagen.
Ansonsten fühlten wir uns im Alpingelände unsicher. Wobei die schnellere Ermüdung durch schwere Schuhe, und das Risiko daraus natürlich stimmen.
Grüße
Michael

mong says:
Sent 20 August 2021, 19h12
Ich empfehle den 'Hanwag Omega' hier: für Geröllhalden, Blockhalden,
steile Grashalden und für wegloses Gelände - aber vor allem für Ravanàge hier.


MichaelG says: RE:
Sent 20 August 2021, 19h36
Hallo mong,

nichts für ungut, aber jetzt klinke ich mich hier aus.

Dachte, ich hätte mich halbwegs klar ausgedrückt, was ich suche, und wofür ich Tipps brauchen könnte.
Aber jetzt kommen schon die Zweikilo-Stiefel für die "Louis-Trenker-Gedächtnistour" aufs Tablet.
Ich habe meine Auswahl im Kopf, muss nur noch den richtigen Laden finden...

Grüße
Michael


mong says: RE:
Sent 21 August 2021, 07h17
Hallo Michael

Ist okay, kein Problem. Das war nur meine persönliche Erfahrung für T4 und Kletterstellen II. Ich wünsche schöne Wanderungen.

Gruss
mong

MichaelG says: RE:
Sent 21 August 2021, 11h58
Hallo mong,

sorry, ich war gestern anscheinend nicht gut drauf. Es sollte weder anmassend noch sarkastisch sein.
Auch Dir weiterhin schöne Touren!

Grüße
Michael

mong says: RE:
Sent 22 August 2021, 21h31
> ich war gestern anscheinend nicht gut drauf.

Kein Problem. Das passiert mir selber öfters ;-)

wildchip says:
Sent 22 August 2021, 03h22
Viel wichtiges ist gesagt.

Ich möchte Erfahrung, Trainingsstand und Taktik nochmal hervorheben. In jeder Art alpinem Gelände gehen, jeden Untergrund und sein Tempo und sich kennenlernen, dauert einfach 5 - 10 Jahre intensives Touren.

Es hilft auch, im Winterhalbjahr seinen Halteapparat trainiert und beansprucht zu halten.

Ich finde, man macht anfangs nichts falsch, wenn man gut fünf Jahre nur hohe Schuhe trägt. Es ist immer noch schnell passiert, gerade nach langen 8, 10, 12 Stunden Touren, dass man sich doch Außenbänder dehnt.

Mittlerweile toure ich so anhaltend intensiv, und habe so einen jahrelang gehärteten Halteapparat, dass ich auch oft niedrige Sportiva Boulder X trage. Auch im Gras, Geröll. Wobei hier eindringende Steinchen unpraktisch sind.

Die niedrigen, leichteren Schuhe sind fimischiger, halten nicht so lange, die Sohlen gehen teilweise bei Nässe schlechter. Ein Voll-Leder hoher B oder B/C Bergschuh ist immer noch der Goldstandard, und wirklich universell.

Ich denke, man kann kaum zu spät auf so Halbschuhe umsteigen. Höhere Schuhe sind fast nie wirklich total falsch, schwerer eben. Zu niedrige Schuhe können viel eher problematisch werden.

Wenn man nie umknickt, oder sich beim Umknicken nicht mehr verletzt, hat man alles richtig gemacht. Mäßig trainiert hat man sich mit niedrigen Schuhen noch schneller langwierig verletzt!

Sent 22 August 2021, 20h13
je besser trainiert, desto leichtere Schuhe.

Henrik says: Dazu
Sent 23 August 2021, 09h58
gab es einen amüsanten Bericht!

wildchip says:
Sent 24 August 2021, 14h14
Den Schutz vor Umknicken den hohe Bergstiefel bieten, halte ich auch für begrenzter, als man vielleicht meinen könnte. Kann aber dennoch den Unterschied machen.

Mid Schuhe dementsprechend haben meiner Meinung nach nur eine winzige Unterstützungswirkung. Hauptvorteil, dass Steinchen nicht so leicht eindringen.

(A und O ist einfach Umsicht, Selbstwahrnehmumg, Taktik, Rücksicht, genug Pausen, Tourenwahl. Eine Auswahl an verschiedenen Schuhen ist natürlich vorab immer ein Plus.)

Sent 24 August 2021, 19h13
Servus Michael, beziehe mal den La Sportiva Trango Tech GTX bzw. La Sportiva Trango Tech Leather in Deine Auswahl ein. Leicht, stabil, hervorragende Klettereigenschaften, hoher Laufkomfort gerade auf langen Touren. Beide bedingt Steigeisenfest. Ich habe beide Modelle und bin für meine Ansprüche (bis T6, III, leichte Hochtouren, lange alpine Wandertouren) absolut zufrieden.



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