Mont Roén (2116m) über Schwarzen Kopf (2030m) und Gemsensteig, Mendelkamm


Publiziert von Tef Pro , 24. September 2008 um 20:54.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:16 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Graun- Weg 6a/6 - Kaltenbrunnerhütte - Schweiglhütte - Kreuz Schwarzer Kopf- Gemsensteig - Überetscher Hütte - Mont Roen Klettersteig - Mont Roen - Schwarzer Kopf- Graunerjoch Weg 1 - Graun
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Autobahnausfahrt Neumarkt nach Kurtatsch, von hier auf kurvenreicher Straße nach Graun. Wanderparkplatz nach Graun oder im Ort selbst
Unterkunftmöglichkeiten:Überetscher Hütte

Was tun, wenn man noch 2 Tage frei hat und das Wetter auf der Nordseite zu wünschen übrig läßt? - man fährt über den Brenner nach Südtirol und Dank Nordföhn kann man hier tatsächlich ganz gut Touren.
Der Mendelkamm, eine Untergruppe der Nonsberge, zieht sich als langer Bergrücken auf der westlichen Seite des Etschtales von Bozen bis nach Trento von Nord nach Süd. Der höchste Punkt des zum größten Teil mit Wald oder Latschen überzogenen Rückens ist der Mont Roén. Die Westseite fällt flach ab und wirkt eher wie eine Mittelgebirgslandschaft, zur Etsch nach Osten hingegen bricht der Fels teilweise steil ab und bietet einige interessante Aufstiege.
Wir startetn in Graun, einem kleinen Weiler oberhalb von Kurtatsch gelegen auf dem Waldpfad Nr. 6a in nördliche Richtung. Erst als der Weg Nr. 6 von unten (aus Tramin kommend) hinzukommt, wird es zusehends steiler. Schön geht es durch Mischwald empor, immer wieder bieten sich Lücken mit Aussichten zu den Dolomiten und ins Etschtal. Man passiert einige Jagdhütten (erst Kaltenbrunn , später die Grenzlegerhütte), ehe man bei Erreichen der Kammhöhe auf die Schweiglhütte trifft.
Hier kommt man auf den Höhenweg. Jedoch ist der Rücken hier mit Lärchen bewachsen, so dass die Ausblicke auf Lücken beschränkt bleiben. Wir wenden uns auf dem Forstweg nach Norden und passieren bald das Wetterkreuz und steigen dann zum Gipfelkreuz des Schwarzen Kopfes hoch ( dies liegt 50 Hm niederiger als der Gipfel selbst, damit man es auch aus dem Etschtal sehen kann). Der Ausblick auf die Dolomiten und ins Tal sind wunderschön.
Wir lassen den Gipfel links liegen und steigen nach rechts ab auf den Gemsensteig (wir sahen auch welche!). Dieser Pfad vom Schwarzen Kopf hinüber zur Überetscher Hütte war für uns der schönste Teil der Tour. Er führt in die steile Ostflanke des Bergstocks und beim Höllental treten überaus interssante Gesteinsformationen zu Tage. Kurz vor der Überetscher Hütte wird es wieder grüner und erst hier treffen wir auf die ersten Menschen heute.
Bei der Hütte geht es auf einem Pfad zum Monte Roen Klettersteig. Ausrüstung kann man sich auf dem kurzweiligen Pfad sparen, man kommt ohne Probleme nach oben, lediglich die Hände braucht man ein, zwei mal( eine Ier Stelle).
Oben auf dem Rücken müssen wir nun ein Stück südwärts zum waldfreienfreien Gipfel mit weiter 360°-Schau, vor allem Dolomiten, Brenta, Adamello und Ortler Alpen - alle schon frisch verschneit, sind zu sehen.
Nach der Pause steigen wir südwärts ab in Latschendickicht und hinüber zum Schwarzen Kopf. Beim Kreuz treffen wir wieder auf unseren Aufstiegsweg. Am besten steigt man auch wieder auf dem Weg Nr.6 ab, wir gingen noch weiter südlich bis zum Graunerjoch und stiegen dann auf dem Weg Nr.1 ab, der aber weniger schön ist, da er teilweise auf Forstraßen in weiten Schleifen im dichten Wald zu Tal führt.

Tourengänger: Tef

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