Ferien im Oberwallis: Unter Schinhorn über den Westgrat, Grampielpass, Geisspfad


Publiziert von Regula52 , 27. Oktober 2014 um 01:05.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:18 Oktober 2014
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1430 m
Abstieg: 1430 m
Strecke:Fäld-Messerchäller-Mässersee-Unter Schinhorn-See auf 2711-Grampielpass-Geisspfad-Maniboden-Mineraliengrube-Fäld
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Pw oder Oev.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Pw oder Oev
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse Hotels in Binn und Fiesch
Kartennummer:Ausdruck aus CD Ticino 1:25000

Das Binntal fasziniert mich schon seit Jahren. Ich packe die Gelegenheit noch ein paar Touren zu machen. All zu lange Touren liegen leider nicht mehr drin, da die Tage schon recht kurz sind. 

Die Hotels in Binn schliessen dieses Wochenende, sodass ich in Fiesch logieren muss. Daher reise ich, wenn auch ungern mit dem Auto an. 

Morgens um 5,30h Abfahrt nach Fäld.  Dort parkiere ich auf dem öffentlichen Parkplatz.  Die Parkuhr und ich haben Kommunikationsprobleme. Sie frisst meine 8 Franken, spuckt aber kein Ticket aus. Das Drücken mehrerer Knöpfe und zuletzt ein Faustschlag fördern 5,40Fr. zu Tage in Kleingeld, das eine Tonne wiegt. Ich beschliesse, auf einen weiteren Spieleinsatz zu verzichten und ab zu marschieren, aber wer weiss, vielleicht hätte ich ja einen Top Gewinn gemacht. 

Zuerst geht's im Schein der Stirnlampe der Strasse entlang. Schon bald sehe ich die rot weiss markierte Abzweigung  zum Mässerchäller. Auf dem Weg dort hinauf beschleichen mich heimatliche Gefühle. Der Weg könnte gerade so gut in den Tessiner Bergen sein, steil mit hohen Tritten.  Langsam wird es hell. 
Von dort geht es, alles markiert zum Mässersee. Ich frage mich, ob da Messer gelagert sind, oder woher der Name wohl kommen mag. 
Vom Mässersee weiter Richtung Geisspfad bis Punkt  2147. Dort verlasse ich den Weg und steige etwas mühsam durch Heidelbeer und Weidengestrüpp ein Tälchen hinauf Richtung Hotäl. Sobald wie möglich steige ich auf den Grasrücken, der oberhalb Punkt 2515 auf den Westgrat des Unter-Schinhorns  führt. Hier findet sich gelegentlich das eine oder andere Steinmännchen.
Ich folge dem Grat, umgehe den ersten Felskopf rechts und gelange zu einer Rinne in welcher ich leicht  zu Punkt 2712 komme. Von dort besteht der Westgrat aus einer Geröllhalde, über die ich zum Gipfelaufbau gelange. Ich ziehe es vor etwas rechts einige Schritte in die Südflanke zu gehen, wo sich dann wieder ein Steinmann findet um von dort direkt zum Gipfel aufzusteigen.  
Das Unter-Schinhorn ist nur wenig niedriger als das grosse Schinhorn.  Ich versuche  mich am Verbindungsgrat, aber da ich zu wenig schnell vorwärts komme, kehre ich wieder um.  Nun kann ich wählen: entweder zum Chollerjoch und Chollerhorn absteigen, oder  zum See 2711. Wohin man schaut sieht man nur Geröll, wobei es auf der Nordseite, also Chollerjoch noch viel mehr Geröll hat. Somit wähle ich den Direktabstieg zum See 2711.   Vom  Gipfelaufbau bis zum Fuss desselben wähle ich den gleichen Weg, den ich gekommen bin. Dann eine Rinne hinunter und später nach links zwischen Felsbändern hindurch zum See hinunter.
Hier oben ist es herrlich. Einsam, kein Mensch, grau, grün und blau Töne. 
Unglaublich viel Geröll liegt herum.   Das Gross-Schinhorn scheint von  ein einziger Geröllhaufen zu sein.  Da ich genug vom Geröll habe, lasse ich das Gross-Schinhorn und suche meinen Weg hinüber zum Grampielpass.  Von dort hat es eine markierte Route zum Geisspfad. Eine herrliche karge Gegend mit all den Seen.  Auf dem Geisspfad bewundere ich Steinmännchen, Steinfraueli, Steinchind, Steinfamilien, eine ganze Steinschulreise. 
Am Schluss muss ich mich dann doch noch beeilen auf dem Abstieg, da ich lange die Sonne genossen habe. 

Tourengänger: Regula52


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