Überschreitung Mt. Pasquale - Cevedale


Written by Gerri , 23 September 2008, 16h55.

Region: Monde » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:22 September 2008
Waypoints: Monte Cevedale 3769m. 12362 ft. (1) Suldenspitze 3376m. 11073 ft. (2) Schaubachhütte 2591m. 8498 ft. (2)
Geo-Tags: I 
Time:9:00
Height gain: 1400 m. 4592 ft.
Height loss: 1500 m. 4920 ft.
Mountaineering grading: AD-

Pizzinihütte - Mt. Pasquale - Cevedale - Suldenspitze - Schaubachhütte
Schöne anspruchsvolle Hochtour, die fast alles zu bieten hat.

Aufstieg, Überschreitung und Westgrat Cevedale
Von der Pizzinihütte (2706m) in Richtung Casatihütte auf der Schotterstrasse, beim Beginn des steileren Teils verlässt man den Wanderweg und quert nach rechts mäßig ansteigend auf den Gletscher Vendretta di Cedec.
Anfänglich durch Spaltengelände zieht man linkshaltend den Gletscher hinauf und umgeht damit den Bruch. Oberhalb des Bruches weiter rechtshaltend zur Nordwand.
Die Eiswand hat zwischen 45° und 50° Grad und war bei einer leichten Schneeauflage sehr gut zu gehen. Insgesamt 6-7 Seillängen bis in flacheres Gelände. Nun rechtshaltend zum Gipfelgrat und über diesen einfach zum unmarkierten Gipfel.
Von hier aus nun in die östliche Senke absteigen (guter da windgeschützer Rastplatz) auch hier noch viele alte Stellungen aus dem 1. Weltkrieg.
Von hier absteigen auf den Col Pasquale und anschliessend dem Westgrat des Cevedale folgen.
Der mittelgrosse Gendarm kann überklettert (I-II) oder alternativ linksseitig umgangen werden (wir sind natürlich drüber).
Der weitere Aufstieg über den Cevedeale Westgrat geht zunächst durch Schnee und Eis, ehe er zum Ende hin deutlich steiler durch kombiniertes Gelände geht. Ausstieg direkt am Gipfel des Cevedale, von wo die Normalwegleute neugierig zuschauen.
Abstieg über den Normalweg zur Casatihütte. Dann über die Suldenspitze und den Suldenferner zurück zur Gondelstation bei der Schaubachhütte.

Fazit
Eine meine schönsten Ostalpenhochtouren, die fast alles dabei hat. Die Eisflanke sollte nur von erfahreren Bergsteigern durchstiegen werden, permanente Zwischensicherungen können (wie immer) viel Zeit rauben.
Eine Seilschaft, die 2 Std. nach uns durch die Wand stieg, benötigte fast 2,5 Std. Ende September hat die Wand auch noch ca. 3-4 Std. Sonne, davor und danach kanns zapfig kalt werden.
Der Westgrat auf den Cevedale macht bei guten Bedinungen nur Spass, nach meinem Geschmack hätten die Kletterstellen ruhig etwas anspruchsvoller sein können.
Aufgrund der Eiswand ZS-, ansonsten eher WS.


Hike partners: Gerri

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