Schwarzhorn (2759 m): Genuss-Skitour bei perfekten Bedingungen


Publiziert von marmotta , 27. Februar 2014 um 20:09. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Davos
Tour Datum:23 Februar 2014
Ski Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1170 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Arosa - Furggawald - Furggabödeli - Maienfelder Furgga - Tiejer Fürggli - Schwarzhorn - Tiejer Fürggli - Bodmen - In den Possen - Staffelalp - Matta - Davos, Frauenkirch
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Arosa
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Davos Frauenkirch, Landhaus
Kartennummer:Skitourenkarte 248 S "Prättigau" (1:50.000)

Endlich einmal spielten sämtliche Faktoren zusammen, die einen perfekten Skitourentag ausmachen: Gute Schneelage und -qualität, schönes Wetter, beste Sichtverhältnisse und kein Wind! Damit war natürlich auch klar, dass jeder, der ein Paar Tourenski auftreiben kann, an diesem Tag auf Skitour unterwegs ist. Sämtliche Modetouren und vielbegangene Gebiete kamen somit von vornherein nicht in Betracht. Da ich um die guten Schneeverhältnisse zwischen Plessur- und Landwassertal wusste und dieses weitläufige Tourengebiet auch bei Kaiserwetter meist nur sehr schwach frequentiert ist, war der Entscheid schnell gefasst: Es sollte die Tour sein, die ich bereits 2 Wochen zuvor geplant, dann aber aufgrund ungünstiger Bedingungen nur in abgespeckter bzw. veränderter Form durchführen konnte (click).
 
Mit von der Partie waren der unermüdliche Becks mit seiner "besseren Hälfte". Gemeinsam reisten wir mit der Bahn gen Arosa - ab Chur leistete uns überraschend dulac Gesellschaft, der mich während unseres Aufenhalts im Bahnhof offenbar sofort erkannte. Nach kurzweiliger Fahrt in der RhB verabschiedeten wir uns in Arosa: Während wir Richtung Untersee marschierten, startete der sympathische Hikr-Kollege zu seiner Schneeschuhtour auf das Aroser Weisshorn.
 
Die Route von Arosa zum Tiejer Fürggli (2663 m) habe ich bereits  hier und da ausführlich beschrieben. Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass die Schneelage in Arosa derzeit so gut ist, dass die Skis bereits unmittelbar nach Überquerung der Hauptstrasse für die Abfahrt Richtung Isel (zunächst auf der Strasse, später auf der Schlittelpiste) angeschnallt werden können.
 
Frieren mussten wir während des gesamten Aufstiegs wahrlich nicht, es herrschten frühlingshafte Verhältnisse - dementsprechend schweisstreibend war der letzte, direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzte Aufstieg zum Tiejer Fürggli. Auf den letzten Metern machte mir zudem starke Stollenbildung am linken Fell das Leben schwer. Eine kräftige Wachsbehandlung vor dem Schlussaufstieg auf´s Schwarzhorn (2759 m) schaffte hier Abhilfe.
 
Die (zum wiederholten Male) auf dem Programm gestandene Tiejer Flue verkniffen wir uns - mein (durchaus ernst gemeinter) Vorschlag, sich in der ärgsten Mittagssonne durch die steile, unberührte Schneeflanke zum Gipfel hochzuwühlen, löste keine Begeisterungsstürme aus… und alleine? Hm, der Geist war willig, das Fleisch schwach… :-)
 
Stattdessen hockten wir uns auf dem Gipfel des Schwarzhorns gemütlich in die Sonne und genossen ausgiebig die herrliche Aussicht in alle Richtungen. Der höchste Punkt war Sekunden zuvor durch eine Skitourengruppe in Beschlag genommen worden, die von der Davoser Seite aufgestiegen waren.
 
Irgendwann lockte dann aber die Nordabfahrt im teils knietiefen Pulverschnee doch zu sehr. Auch die (ansonsten oft abgeblasene und dementsprechend ruppig zu fahrende) Westflanke des Schwarzhorns hinunter zum Tiejer Fürggli präsentierte sich mit 20 cm fluffigem Pulver in perfektem Zustand. Wer etwas weiter nach Süden ins unverspurte Gelände ausholt, sollte allerdings auf unter der Neuschneedecke versteckte Steine achten (gäll Becks!).
 
Über die weiten, meist nur schwach geneigten Hänge des Stafler Bergs erreichten wir schnell das Brücklein über den Sutzibach bei P. 1953. Mit etwas Stöckeln traversiert man den Gegenhang und landet nach einer kurzen, pistenähnlichen Abfahrt fast direkt auf der Sonnenterrasse der Stafelalp: Ein wunderschönes altes Walser Holzhaus mit feinen Bündner Spezialitäten zu fairen Preisen!
 
Nachdem wir unsere Flüssigkeits- und Glykogenspeicher wieder ausreichend gefüllt hatten, nahmen wir die Abfahrt nach Davos, Frauenkirch (1560 m) unter die Skis. Anfangs über einen ordentlich zerfahrenen Hang, dann auf der Alpstrasse (aktuell 2 kurze apere Passagen) durch den Wald und zuletzt über die aufgefirnten Südhänge von Matten direkt zur Bushaltestelle cff logo Davos Frauenkirch, Landhaus. So müssen öV-Touren enden!  

Tourengänger: marmotta, Becks


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»