Bei frostigen -16° auf Schneesuche im Plannerkessel


Publiziert von mountainrescue Pro , 8. Dezember 2012 um 14:02. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Ennstaler Alpen
Tour Datum: 8 Dezember 2012
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 1:15
Aufstieg: 412 m
Abstieg: 414 m
Strecke:Planneralm - Lifttrasse Gläserkoppenlift - Großer Rotbühel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über das Liesing-Paltental bisTrautenfels und dann scharf links Richtung Irdning und der Straße weiter folgen bis auf die Planneralm. Derzeit, ab den letzten Häuser der Planneralmstraße, Schneefahrbahn, aber problemlos.

Bei uns in der Gegend schaut es mit dem Schnee etwas "mager" aus und daher beschloss ich, da auf den Webcams die Schneehöhe recht verheißungsvoll aussah, mich Richtung Planneralm aufzumachen.

Die Planneralm ist ein ideales Einsteiger-Schitourengebiet, denn sie bietet auf für diese, relativ einfache Touren, die nicht allzu lang sind. Doch auch der etwas fortgeschrittene Tourengeher kommt im Plannerkessel voll auf seine Kosten.

Der einzige Nachteil ist, dass es für mich eine fast 1,5 stündige Anfahrt beinhaltet. Aber was tut man nicht alles, um endlich im "Tourenrausch" schwelgen zu können?!? :-)

Bei der Ankunft auf der Planneralm lag diese noch im "Dornröschenschlaf"

- ein Blick auf die umliegenden Berge zeigte, dass, trotz einer Ausgangshöhe von fast 1600m, auf den umliegenden Bergen nicht "überwältigend" viel Schnee lag, sondern abseits der Pisten die Latschen und große Steine herausschauten.

Zur Sicherheit hatte ich zu Hause schon die "Steinschi" ins Auto gepackt, was sich als kluge Entscheidung erweisen sollte.

Bald waren Luca und ich startbereit und die Wahl fiel auf den Großen Rotbühl (eventuell weiter auf den Hintergullingspitz, wenn es die Verhältnisse zuließen), denn die Piste war bereits gewalzt und so ging es gemütlich, zur rechten Hand den Gläserkoppenschlepplift, den Berg hinauf.

Luca war wieder total aus dem Häuschen und genoss den Schnee in vollen Zügen.


Je höher wir kamen, desto kälter wurde es. Hatte es beim Start bereits -10° gehabt, kam beim erreichen der Bergstation des Gläserkoppenlifts noch an der Hangkante ein schneidend kalter Wind hinzu, der die Temperatur auf -16° "drückte". Der Anstieg zum Großen Rotbühl war, dort wo Schnee lag, beinhart gefroren, im Großen und Ganzen war es jedoch ein ziemliches Schneesuchen, um zum Gipfel zu gelangen.

Das Wetter trübte sich immer mehr, bevor es jedoch komplett "zumachte" konnte ich noch einige Blicke in die umliegende Bergwelt werfen. Ich hatte ja vorgehabt auf den Hintergullingspitz zu gehen, nur war definitiv zu wenig Schnee vorhanden. Am Gipfel angelangt wurden nur schnell die Felle von den Schiern entfernt und dann nichts wir runter.


Die Abfahrt bis zur Piste war pickelhart gefroren. Auf der Piste, im oberen Teil, waren durch den Ratrac ziemlich viele Steine an die Oberfläche "transportiert" worden und bei etlichen kurzen Schwüngen "roflte" es ganz gewaltig unter den Schiern. Im unteren Pistenbereich lag herrlicher Pulverschnee, der jedoch noch keine Unterlage hat. So waren zwar schöne Schwünge möglich, doch immer wieder "krachte" es ganz schön unter den Schiern.

Fazit der Tour: derzeit nur mit "Steinschi" zu empfehlen und auch nur quasi im Pistenbereich. Abseits ist definitiv noch zu wenig Schnee. Ab nächster Woche soll dann, lt. Homepage, der Pistenbetrieb losgehen.

Einige Tourdaten:
Zeit in Bewegung: 01:14:52
Zeit im Stillstand: 00:18:28
Strecke: 4.717 km
Maximale Höhendifferenz: 411m
Aufstieg gesamt: 412m
Abstieg gesamt: 414m


Tourengänger: mountainrescue

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