Monte Porche (2233 m), Monte Argentella (2200 m)


Publiziert von gero Pro , 13. September 2011 um 21:13.

Region: Welt » Italien » Umbrien
Tour Datum:30 August 2011
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1140 m
Abstieg: 1140 m
Strecke:Castelluccio - Capanna Ghezzi - Colle Abieri - Passo di Sasso Borghese - Monte Porche - Passo Borghese - Monte Argentella - Forca Viola - Colle Abieri - Ghezzi - Castelluccio (18,8 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Östlich unterhalb Castelluccio kan man bei km 10 am Beginn einer Schotterstraße parken. - Es empfiehlt sich NICHT, diese noch 2 km weiterzufahren: sie wird derart holprig, daß sie bestenfalls für Geländewagen tauglich ist.
Kartennummer:Parco Nazionale dei Monti Sibillini (CAI et al, 1:25.000); Kompaß Nr. 666 (Monti Sibillini, 1:50.000)

Auch diese Wanderung führt in das eindrucksvolle Gebiet des Pian Grande - in jene Hochebene, die sich auch im August des nachts mit Nebelsuppe füllt, die bei den ersten Sonnenstrahlen verdunstet.

Meine Frau und ich versuchen zunächst, von Castelluccio aus das Schottersträßchen Richtung Capanna Ghezzi soweit wie möglich zu fahren - aber wir geben den Versuch sehr schnell auf, das Sträßchen erweist sich als bestenfalls geländewagentauglich und könnte unserem PKW durchaus ernsthafte Schädigungen zufügen. So wandern wir kurz nach Sonnenaufgang einer spärlichen Markierung nach, sie führt uns kurze Zeit später durch halb verwilderte Pferde-, Schaf- und schließlich Rinderherden. Der Pian Grande bietet uns dabei wieder jenes phantastische Schauspiel, bei dem die Sonne ihr mildes Licht über die Nebelbänke fließen läßt und diese binnen Minuten zum Verdunsten bringt.

Nach einer knappen Stunde haben wir die Capanna Ghezzi (1570 m) erreicht - auch sie ist verlassen, wie scheinbar alle Hütten in Umbrien. Hier endet die Schotterstraße, von nun an leitet uns ein Steig über Wiesen bergan. Kurz nach der Hütte geht auch für uns die Sonne auf - schon werden die Jacken ausgezogen, von nun an geht es in sommerlicher Anzugsordnung weiter.

Kurz bevor der Steig zur Forca Viola abbiegt, verlassen wir ihn und stehen nach wenigen Minuten auf dem Colle Abieri (1800 m) - ein wunderbares Aussichtsplätzchen! Hier mündet von Westen die Strada Imperiale - dahinter verbirgt sich aber lediglich eine Weiterführung des bisherigen Wanderweges, keineswegs eine Wirtschafts- oder sonstige Straße. Wir queren nun den Westhang des Monte Argentella mit Zielrichtung auf einen schon lange sichtbaren (namenlosen) Sattel, der uns Richtung Monte Porche weiterführt.

An diesem Sattel haben wir nach knapp 2 Std. den Südhang des Palazzo Borghese erreicht; zügig ansteigend, kommen wir nach weiteren 20 Minuten am Passo di Sasso Borghese (2057 m) an. Erst jetzt sehen wir erstmals unser heutiges Ziel: die Südseite des Monte Porche steigt in nicht allzu großer Entfernung gegenüber in den Morgenhimmel. Zunächst müssen wir allerdings erst noch hinüberqueren, dann machen wir uns an den steilen Schlußanstieg.

3 Stunden nach Abmarsch stehen wir schließlich droben auf dem Monte Porche (2233 m), wiederum einem schönen Aussichtspunkt der Monti Sibillini. Anders als in den Tagen zuvor bläst aber heute ein ziemlich kühler Westwind - es scheint ein Wetterumschwung anzustehen, die Tage der afrikanischen Hitze sind vorbei. So machen wir uns ziemlich schnell an den Abstieg und stehen schon bald wieder drüben im Passo di Sasso Borghese.

Unsere Tour ist damit aber noch nicht zu Ende - wir schließen die landschaftlich sehr schöne Wanderung über den Schrofenkamm des Monte Argentella an. Immer im Angesicht des kürzlich zuvor bestiegenen Monte Vettore geht es auf bequemem Weglein hinüber zum Monte Argentella (2200 m). Ganze Edelweißwiesen künden hier vom bevorstehenden Ende des Sommers.

Auf steilem, aber mit ein bißchen Trittsicherheit harmlosem Wiesenhang geht es hinunter in die Forca Viola (1936 m), wo wir uns aber ebenfalls nicht aufhalten - der schon vorher erwähnte frische Wind ist ungemütlich und lädt nicht zum Rasten ein.

Über den Colle Abieri und die Capanna Ghezzi steigen wir wieder ab Richtung Castelluccio und erreichen wohlbehalten das Auto am Rande des Pian Grande.

Tourengänger: gero

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Geodaten
 7502.gpx Monte Porche, Monte Argentella von Castelluccio

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