Valbellahorn 2764 m


Publiziert von Ivo66 Pro , 23. August 2010 um 19:11.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Albulatal
Tour Datum:23 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Wiesen - Raiweng - Alp Nova - Hüttenbödeli - Altein - Valbellahorn
Kartennummer:1:25'000 - Filisur

Das Valbellahorn ist ein hübsch anzusehender Berg in einer weniger bekannten Gegend Mittelbündens. Der Gipfel befindet sich auf einem langen Bergkamm zwischen Landwassertal und Arosa. Aufgrund der Weite der Landschaft bietet das Valbellahorn eine sehr umfassende Rundsicht, was bei einer Höhe von 2764 m mitten in Graubünden nicht unbedingt erwartet werden kann.

Die Tour darf als sehr abwechslungsreich bezeichnet werden. Schon der relativ lange, steile Aufstieg von Wiesen durch herrliche Föhrenwälder hinauf zur Alp Nova hat uns durch seine wilde Schönheit begeistert. Die Landschaft erinnert ein wenig an den Schweizerischen Nationalpark, mit dem Unterschied, dass hoch über dem Landwassertal nur wenige Menschen unterwegs sind. Immer wieder öffnet sich im Wald der Blick zu den Bergüner Stöcken, Piz Ela, Corn da Tinizong und Piz Mitgel, die von dieser Seite aus besonders beeindrucken.

Ist man auf der Alp Nova angekommen, findet man sich als ganz kleines Lebewesen inmitten einer unendlich gross wirkenden, offenen Berglandschaft wieder. Weit scheint das schöne Valbellahorn noch entfernt zu sein, irgendwie fast unerreichbar. Und dennoch wird man schon sehr bald das herrliche Panorama von dort oben geniessen können, denn auf den guten Wanderwegen und dem weiter oben weglosen, aber angenehm zu begehenden Alpgelände kommt man rasch vor- und aufwärts.

Wir haben die Route etwas abgekürzt und sind von der Alp Nova nicht ganz bis zum Alteiner Fürggli aufgestiegen, wie im neuen SAC-Clubführer "Ringelspitz Arosa / Rätikon" vorgeschlagen, sondern haben den Wanderweg auf einer Höhe von etwa 2400 m nach links verlassen und sind weglos bis zur Spur aufgestiegen, die unterhalb des Nordostgrats zum Gipfel führt.

Aufstieg von Wiesen zur Alp Nova (T3)

In Wiesen (nur ganz wenige Parkplätze im Dorf beim Volg, weitere beim Schulhaus) befindet sich gleich beim Volg ein grosser Wanderwegweiser. Wir folgten der angegebenen Route Richtung Alp Nova durch das schmucke und sehr gepflegte Dorf. Fast zuoberst am Dorfrand zeigt der Wegweiser weiter Richtung Alp Nova, wobei die Route zunächst über ein Fahrsträsschen absteigend zu einer Brücke hinunter führt. Gleich nach der Brücke (der Wegweiser mit der Bezeichnung "Bergwanderweg" ist hier nicht eindeutig...) folgten wir einer schmalen Spur in östlicher Richtung, die etwas oberhalb des Fahrsträsschens in den Wald hineinführt. Bald kommt man zu einem kleinen Spielplatz und überquert dort die Holzbrücke.  Gleich jenseits der Holzbrücke (von rechts führt ein Fahrsträsschen dem Bach entlang hinauf) gelangt man auf einem Weglein ganz kurz ansteigend zu einem Fahrsträsschen, dem man nach links folgt. Dieses wendet sich weiter den Wald hinauf. Bei einer Abzweigung benützt man das Strässchen links (seit dem Wegweiser "Bergwanderweg" unten bei der Brücke nach Wiesen finden sich keine Wegweiser oder Markierungen mehr, erst weiter oben...)

Nun geht das Fahrsträsschen allmählich in einen Weg über, der im weiteren Verlauf immer steiler, fast schnurgerade nach oben führt. Ab und zu sind alte weiss-rot-weisse Markierungen sichtbar. Kurz vor der Alp Nova (zwei Alphütten sind von unten sichtbar) hält man sich rechts - der Weg ist nicht mehr ganz deutlich - und erreicht bald den Wegweiser auf der Alp Nova.

Alp Nova - Valbellahorn (T2, ganz kurz vor dem Gipfel T3)

Im eingangs erwähnten neuen SAC-Führer wird diese Route völlig übertrieben als T4 (also alpine Wanderung) bewertet, gemäss SAC-Wanderskala also mit "absturzgefährdeten Abschnitten, einfachen Kletterstellen" usw. Nun, ich wüsste nicht, wo man hier abstürzen könnte oder klettern müsste. Die Route ab der Alp Nova kann mit sehr viel Wohlwollen auf T3 aufgerundet werden, da die letzten 10 Höhenmeter vor dem Gipfel nicht mehr so flach sind wie der bisherige Aufstieg von der Alp Nova und man sich insbesondere beim Abstieg dort durch einen Rutscher eine leichte Gesässprellung zuziehen könnte.

Der Wanderweg ist von der Alp Nova Richtung "Alteiner Fürggli" ausgeschildert und nicht zu verfehlen. Wo sich die Wegspuren etwas verlieren, ist die Route sehr gut weiss-rot-weiss markiert. Wie schon oben erwähnt verliessen wir auf etwa 2400 m. ü. M. den Wanderweg und wanderten weglos durch angenehmes Alpgelände, hin und wieder über Schutt Richtung Nordostgrat des Valbellahorns hinauf. Wir trafen dort auf eine gute Wegspur, welche mit Steinmännchen und gut sichtbaren roten Punkten markiert ist. Sie führt - nirgends ausgesetzt - ohne irgendwelche Schwierigkeiten hinauf zum Gipfel.

Tourengänger: Ivo66, Lena

Galerie


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