4-Gipfel-Tour über dem Ammerwald (Überschreitung Kreuzkopf 1910m)


Publiziert von felixbavaria , 14. August 2010 um 19:20.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:14 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto über die Ammerwaldstraße zum Hotel Ammerwald. Großer Parkplatz (theoretisch nur für Hotelgäste).
Kartennummer:Kompass 4 oder 25

Heute bei überraschend angesagtem Föhn eine Genusstour in den Ammergauer Alpen.

Aufstieg zum Kreuzkopf über Ochsenälpeleskopf:

Start am bunkerähnlichen "Hotel" Ammerwald (1079m). Man folgt den Wegweisern zum Schützensteig, der jedoch kein Steig ist, sondern ein breiter Wanderweg, der sich in vielen Serpentinen den Hang hochzieht. Kurz vor Erreichen der Jägerhütte links ab (keine Beschilderung, auf DAV-Skitourenzeichen achten) auf einen Ziehweg, der zur Hirschwängalpe führt. Im nun freien Gelände auf den Ostrücken des Ochsenälpeleskopf zu. Sobald dieser erreicht wird, leitet ein kleiner Wegweiser zum Gipfel (1905m). Der Rücken besteht aus steilen Latschenhängen und ist etwas mühsam zu begehen, im Abstieg bei Nässe nicht ratsam.

Nach der Gipfelrast steigen wir vom Ochsenälpeleskopf nach Süden unschwierig ins Kuhkarjoch (ca. 1770m) ab. Auf der anderen Seite geht es gleich direkt hinauf zum Kreuzkopf. Der Weg führt teils über steilen Schotter und weiter oben durch schrofige Rinnen schnell und kurzweilig zum Gipfel. Dieser ist schon deutlich einsamer als der Ochsenälpeleskopf, vermutlich weil er nicht so einfach zu erreichen ist. Die Aussicht auf die Ammergauer und Lechtaler Alpen ist sehr reizvoll.

Überschreitung über Altenberg:

Um die Überschreitung perfekt zu machen, biegen wir nun nach Westen auf den Altenberggrat ab. Dieser führt auf Trittspuren durch steile, enge Latschengassen, eine Jacke tut hier auch im Sommer gute Dienste. Man sollte immer auf Kammhöhe bleiben, dann gibt es keine Orientierungsprobleme, auch wenn der Pfad sich stellenweise verliert. In leichtem Auf und Ab zum Altenberg (1751m). Ab dort wird der Grat felsiger und aussichtsreicher, eine kurze ausgesetzte Stelle ist zu überwinden (schmaler Grat, Trittsicherheit erforderlich). Sobald man wieder die Waldzone erreicht, verliert sich der Pfad, man steigt mehr oder weniger weglos zum Schlagsteinsattel ab (links halten, rechts geht es in unangenehmes Steilgelände und man kommt zu weit unten raus).

Schlagstein:

Vom Schlagsteinsattel ist es nur ein kurzer Abstecher (knapp 100 Hm) durch sehr schönen lichten Bergwald zum Schlagstein mit Brotzeitbänken, leider heute ohne Aussicht ins Voralpenland, da es komplett unter dem Nebel liegt.

Rückweg und Abstieg:

Wir gehen zurück zum Sattel und steigen auf nun gutem Wanderweg zur Altenbergalpe ab, von dort zur Fahrstraße, die von der Bleckenau kommt. Auf dieser Straße mit deutlichem Gegenanstieg (ca. 150 Hm) über die Jägerhütte (Einkehr) zurück zum Aufstiegsweg, der offensichtlich bei Downhill-Mountainbikern recht beliebt ist.

Fazit: Im oberen Bereich kurzweilige, aussichtsreiche Tour auf schmalen Pfaden, der Kreuzkopf und der Altenberggrat scheinen eher wenig begangen zu werden, auch auf dem Schlagstein waren wir alleine. Im unteren Bereich stark frequentierte, eher monotone Fahr- und Ziehwege.

Tourengänger: felixbavaria


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