Buochserhorn 1806.8 m.ü.M. - Musenalper Grat, via Bleikigrat


Publiziert von Felix Pro , 20. April 2009 um 19:12. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:19 April 2009
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: Bauen - Brisen - Bürgenstock   CH-NW 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Brunni (Beckenrieder Berg) - Unter Spis - Guberen - Punkt 1516 - Buochserhorn - Bleikigrat - Musenalper Grat - Bärenfallen - Steinstössi - Brunni
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis Brunni ob Oberdorf (Beckenried)
Kartennummer:1171

Auch wir mussten wegen der speziellen Schneeverhältnisse die geplante WT3-Tour in eine T4-WT4-Tour "umklassieren" - doch eindrücklich, mit fantastischen Bergerlebnissen war sie alleweil. Was stets gleich bleibt: in unseren Voralpen lassen uns auch kleine, wunderschöne Begleiter wie Blumen, Baumpilze und Bäche den idealen Kontrast zur alpinen Bergwelt erleben.
Auf Grund Ursulas guter Kenntnisse des Buochserhorns mit seinen diversen Zustiegen starteten wir auf Brunni ob Oberdorf ob Beckenried und gelangten alsbald durch liebliche Bach- und Waldpartien auf die mystische Alp Under Spis: heraufziehende Nebelschwaden verliehen der herrlich gelegenen Alp (auch sauber herausgeputzt) eine besonderen Note. Über Guberen gelangten wir leicht, über Krokuswiesen, auf den Sattel bei Punkt 1516.

Hier jedoch begann unserer anspruchsvoller Aufstieg über den NNW-Grat zum Buochserhorn: teilweise meterhohe Schneewächten auf dem Grat zwangen uns zu gewagten Umgehungen und sehr steilen, rutschigen, abstiegsgefährdeten Anstiegen. Auf dem, von der Niederrickenbacher Seite her häufig besuchten, Gipfel trafen wir etliche Berggänger - und genossen einen ersten Halt mit stärkender Zwischenverpflegung.

Die war denn auch, nach dem von Abertausenden von Krokussen gesäumten Runtermarsch zum Sattel, nötig für den folgenden Aufstieg zum Bleikigrat : der hatte es auch wieder in sich. Auch hier lag an einigen Stellen schwierig zu begehender Schnee - die richtige Spurwahl an steilsten Runsen vorbei war gefragt. Ausserdem auch das vorsichtige, angepasste Gehen in kombinierten Gelände: schmale Graswege wechselten mit leichten Felskraxeleien und einer Leiterbegehung mit Schneeschuhen ab - dazu schien die Sonne und bescherte uns so eine exzellente, anspruchsvolle Bleikigrat-Begehung!

Der gemütliche Schlussanstieg zum Musenalper Grat, mit einer zweiten kurzen Gipfelrast, war angenehme Zugabe im schweren Schnee; ebenso der leichte Abstieg zu den Bärenfallen. Dort war noch einmal kurzes, vorsichtiges Absteigen angesagt: der offizielle Weg, mit Drahtseil gesichert, war mit Schnee und Eis gefüllt, nachher sogar unpassierbar, so dass wir eine inoffizielle Abstiegsvariante ohne Schneeschuhe wählten. Dieses kleine Waldweglein, zwar schmal und steil, stellte jedoch keine Schwierigkeit dar; hingegen brachte der Schlussabstieg auf das Fahrsträsschen bei Steinstössi doch noch einige Herausforderungen ans Orientierungsvermögen. Die hübsche Kappelle aus dem Jahr 1786 vermittelte uns einen besinnlichen Abschluss eines aussergewöhnlichen Schneeschuh-, Trecking-Tages.

Tourengänger: Ursula, Felix

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