Skitour Großvenediger, Schwarze Wand und Hoher Zaun


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 2. Mai 2017 um 19:30.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Venedigergruppe
Tour Datum:29 April 2017
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2536 m
Abstieg: 2536 m

Noch einmal sorgte der intensive Schneefall der letzten Tage für Pulverschnee in den Bergen. So ist im Bereich des Großvenedigers teilweise ein guter halber Meter Neuschnee gefallen, die Verhältnisse sollten also gut werden. Von Hinterbichl ging es per Hüttentaxi bis zum Beginn des Schnees, derzeit im Bereich der Venedigerbrücke (Steinbruch) auf 1700m. Von dort stiegen wir gemütlich bis zum Defreggerhaus auf. Da der Wirt noch nicht da war und wir den Aufstieg auch recht zügig hinter uns gebracht haben, entschlossen wir uns noch zu einer nachmittägigen Gipfelbesteigung. Nicht zuletzt wegen des geringen Andrangs und dem heute noch pulvrigen Schnee. So ging es über das tief verschneite Mullwitzkees hinauf zum Rainertörl und weiter zum Vorgipfel. Auch der Gipfelgrat war bestens begehbar und wir genossen eine Gipfelrast am einsamen, jedoch etwas windigen Großvenediger. Die Abfahrt durch den Pulverschnee war genüsslich.
Die Nacht am Defereggerhaus war wegen dem neuen Heizverbot in den Zimmern jedoch ziemlich frisch und wenig gemütlich. Tags darauf bestiegen wir noch die Schwarze Wand, welche sich vor allem wegen der wunderbaren Aussicht sehr anbietet. Über den Hohen Zaun und das Zettalunitzkees ging es bei heute teilweise furchtbarem Bruchharsch zurück ins Tal.

ROUTE:
Zustieg Defreggerhaus: Vom P. Wiesenkreuz folgt man immer der Forststraße bis zur Johannishütte, hierher auch je nach Schneelage per Taxi. Nun weiter am Sommerweg Richtung Defreggerhaus. Meist gibt es eine Spur, falls nicht hält man sich entlang der logischen Aufstiegslinie entlang von Rücken bzw. sanften Mulden. Kurz vor der Hütte gibt eine etwas heikle Querung, welche jedoch östlich großräumig umgangen werden kann. 

Gipfelanstieg Großvenediger: Von der Hütte steigt man knapp rechts des Felsgrates hinauf bis zu einem Wegweiser beim Anseilplatz und erreicht nach einem kurzen Abstieg den Gletscher. Nun flach bis in einen Kessel unter dem Rainerhorn. Jetzt eher rechtshaltend hinauf zum Rainertörl (Markierungsstange mit Reflektoren und Windspiel). Von hier direkt Richtung Gipfel, kurz davor steigt man nach links auf den Rücken und über diesen zum Vorgipfel. Je nach Verhältnissen manchmal heikel zum Hauptgipfel. Auf gleicher Route zurück zur Hütte abfahren.
Gipfelaufstieg Schwarze Wand und Hoher Zaun und Abfahrt Zettalunitzkees : Von der Hütte auf bekanntem Weg zum Anseilplatz. Hier nun jedoch nach rechts, unter dem Felsen des Mullwitzaderls aufsteigen. Man erreicht so in Kürze den Gletscherbeginn. Kurz aufwärts und bald linksquerend in exakt nördliche Richtung zum Aufbau der Schwarzen Wand. Von links her über eine Rampe zum Skidepot und durch eine kurze felsige Verschneidung (I) auf den Grat und auf ihm zum gemütlichen Gipfel.
Nun hinab in den flachen Sattel und jenseits nach Osten auf den Hohen Zaun aufsteigen. Nun querend nach SO und so oberhalb der Glexenköpfe querend unter den Stein am Ferner. Hier nun in direkter Linie teils steil hinab in das markante Tal. Diesem nun talauswärts folgen. Eine kurze Engstelle leitet in den unteren Teil, dieser kann bei geringer Schneelage wegen des Baches ungut sein. In diesem Fall flüchtet man ober der Engstelle nach rechts zur Aufstiegsspur. Ansonsten durch die sehr schöne enge Schlucht direkt zur Johannishütte.

LAWINENGEFAHR/SCHNEE: 3; Pulverschnee unterschiedlicher Windbeeinflussung. Samstag großteils locker, Sonntag großteils schnittig.

MIT WAR: Karin, Jasmin, Sonja, Tanja

WETTER: perfekt, Sonne und kaum Wind.

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz

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Kommentare (1)


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Erwin123 hat gesagt: Sehr schön
Gesendet am 4. Mai 2017 um 09:30
Gratuliere! Ich war in der Osterwoche in der Gegend und Schnee war überhaupt erst ab 2200 m zu finden. Pulver sowieso nicht. ;-)


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