Chrummhorn auf attraktivem "Umweg"


Publiziert von Felix Pro , 4. April 2017 um 13:01. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:29 März 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-NW   CH-OW   Pilatusgebiet 
Aufstieg: 1180 m
Abstieg: 1180 m
Strecke:Alpnachstad, Niederstad, WW-Tafel Verzweigung Ämsigen-Renggpass - P. 763 - P. 946 - P. 1222 - Ämsigen - Galtigen - BWW-Verzweigung ~ 1547 m - Ober Steigli - Tellenfadlücke - Chrummhorn - Renggpass - Obere Gletti - Untere Gletti - P. 570 - Renggeli - Gibel - Tellacherweid - Niederstad, WW-Tafel Bachmattli
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Huttwil, Schwarzenbach - Ettiswil, Autobahn Sursee - Alpnach, nach Niederstad
Kartennummer:1170 - Alpnach

Prächtigstes Frühlingswetter begleitet uns während der gesamten Runde ab Bachmattli, nahe  Alpnachstad, Niederstad, bei der Tafel Wegverzweigung Ämsigen- Renggpass beim Widibach, wo wir westlich des Baches erst im lichten Wald, ob Alprüti am Wiesenrand, hochlaufen bis zur Strassenkurve und weiter bis zur Weggabelung, bei welcher wir uns nach SW orientieren.

 

Nach wenigen Metern (leicht abwärts) treten wir wieder in den Wald ein und streben nun höher zu P. 763. Im Längenschwandwald verläuft der Weg noch eher gemächlich hoch zu P. 946, ab hier jedoch folgen unzählige steile Kehren bis ausgangs Wald, wo wir auf der ersten Lichtung vor P. 1222 ein kurze Pause einlegen und uns stärken für den weiteren Aufstieg. Dieser führt uns weiterhin steil, auf erst seit kurzem aperen Grasflächen, hoch nach Ämsigen (und der Zwischenstation der Standseilbahn Aemsigen); für die Überschreitung der Bahn können wir die Brücke noch nicht benützen, da dort die Bretter noch nicht eingelegt worden sind - wir müssen deshalb oberhalb die üppig eingefetteten Gleise und Zahnradstangen traversieren …

 

Erst leitet uns der BWW gemächlich weiter - wieder zum hier beinahe schluchtähnlichen Gelände des Widibaches - dabei ist ein doch beträchtlicher Schneerutsch zu queren - und weiter hoch zum Abzweig zum Under Steigli. Diesen lassen wir jedoch unberücksichtigt, da wir weiter oben zu queren gedenken; nicht immer deutlich führt - teilweise durch Restschneeflächen - der Weg weiter hoch. Da der nicht markierte Verbindungsweg auf 1468 m nicht auszumachen ist, folgen wir in etwa dem aus den erwähnten Gründen auch nicht immer deutlich erkennbaren BWW hoch bis zur Wegweisertafel mit der Verzweigung auf 1547 m. Den Felsgratausläufer vor Chlingen unschwierig meisternd, queren wir nun die Hänge mit dürrem Trockengras und weiter unten „lauernden“ Felswänden, hinab zu Ober Steigli - hier gönnen wir uns eine längere Rast mit der Mittagspause, nachdem wir kurz vorher in einen beängstigenden Steinschlag geraten sind: zweimal fliegen vermutlich 20 kg schwere Steinbrocken (nebst kleineren) kaum 5 m von uns entfernt mit enormer Geschwindigkeit (geschätzte 60 km|h) an uns vorbei: die 2 Sekunden, welche wir vor ihnen diese Passagen querten, waren wohl (lebens)-entscheidend - möglicherweise war das zahlreiche Steinwild, welches wir hier weit über uns im Kessel unterhalb von Steiglihorn und Windegg erblicken, dafür verantwortlich …  , welches wir hier weit über uns im Kessel unterhalb von Steiglihorn und Windegg erblicken, dafür verantwortlich … , welches wir hier weit über uns im Kessel unterhalb von Steiglihorn und Windegg erblicken, dafür verantwortlich … , welches wir hier weit über uns im Kessel unterhalb von Steiglihorn und Windegg erblicken, dafür verantwortlich …  

 

Bestürzt und glücklich zugleich, setzen wir unseren Marsch  fort und wandern weiter, gelegentlich etwas abschüssig - einmal sogar seilgesichert - dem steilen Hang entlang unter den felsigen Südausläufern der Windegg hindurch. Nun meist im Wald setzen wir unsere Reise fort bis zum kurzen Anstieg zur Tellenfadlücke; hier ergibt sich - bevor wir die gesicherte Passage (mit Holztreppe und -brücke) in Angriff nehmen - ein erster Tiefblick übers noch schattige Tellenfad (mit Schneeresten) und den Büchsenwald zum Schattenberg, nach Hergiswil und zum Horwer Seebecken hinunter.

 

Im lichterfüllten Wald verläuft nun der BWW knappe 200 Höhenmeter abbauend zum kecken Felsaufbau unseres heutigen Gipfelzieles - selten, dass der Gipfel auf einer unserer Touren nicht den höchsten Punkt repräsentiert …

Sobald man die teils überhängende, sehr abweisend wirkende, Westwand südlich umgangen hat, zeigt sich das Chrummhorn von seiner freundlichen, reizvollen, Seite: am Südgrat lassen sich zwischen einzelnen Föhren und erdigen Abschnitten in den felsigen Partien sogar Spuren ausmachen - und in den vorherrschenden Felsen herrliche Kraxelpassagen (je nach Gusto bis II) finden.

Der wunderschöne Gipfel und Aussichtsplatz lädt uns ein, noch einmal länger zu verweilen, bevor wir auf der recht deutlichen Spur in der Südostflanke einfach wieder zum Bergwanderweg hinuntersteigen.

 

Erst unschwierig leitet uns der Weg oft in Gratnähe weiter hinunter; oberhalb der Renggdössen jedoch sind einige Stellen abschüssig und ist mit der entsprechenden Konzentration abzusteigen - „ein Abflug“ könnte böse enden …

Auf dem historischen Übergang Renggpass wenden wir uns nach Süden, bis zur Verzweigung zum Haslihorn; hier untersagt eine grosse Verbotsblache den weiteren Durchgang wegen Holzschlags - die zahlreichen Motorsägen sind unüberhörbar …

Wir folgen erst dem BWW weiter hinab - eine erste Gruppe Forstarbeiter, welche mit grobem Ausasten beschäftigt ist, lässt uns durch; danach umgehen wir einen zweiten Arbeitsabschnitt weiträumiger, und weichen erst durch ein Dickicht von gefällten Bäumen, später auf den Wiesen nahe Rüti und auf Obere Gletti aus.

 

Beim Hof oberhalb Untere Gletti erreichen wir die Strasse, und auf ihr P. 570; bei der ersten Strassenspitzkehre verlassen wir diese auf Renggeli, um direkt und weglos über die Wiese auf Gibel nach Tellacherweid abzusteigen und zurückzukehren nach Bachmattli, nahe  Alpnachstad, Niederstad, bei der Tafel Wegverzweigung Ämsigen- Renggpass.

 

die Kraxelei zum Chrummhorn (I - II) kann auf unserem Abstiegsweg (T3) umgangen werden

 

unterwegs mit Thömu (bergler72) und Urs

 

ñò 3 ¼ h (inkl. 20 min. Pause) bis Ober Steigli

 

òñ ¾ h Chrummhorn

 

ò 1 ½ h bis Niederstad 


Tourengänger: Ursula, Felix, Berghaesli


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