Vom Oberbauenstock via Schwalmisbänder auf den Schwalmis


Publiziert von Resom , 12. Dezember 2016 um 10:04.

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum: 4 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Bauen - Brisen - Bürgenstock   CH-NW   CH-UR 
Zeitbedarf: 7:00

Gut zwei Wochen zuvor sind wir beim Versuch den Oberbauenstock zu besteigen noch an den immensen Schneemassen gescheitert. Heute sollte uns der Schnee aber keinen Strich durch die Rechnung machen. Rasch steigen wir hoch zum Fusse des Oberbauenstocks und machen uns an den steilen Aufstieg, der sich durch die Nordseite des langen Grates schlängelt und schlussendlich auf dem Schwiren endet. Der Weg ist fast noch durchgehend mit gefrorenem Schnee bedeckt, was den Einsatz von Eispickel und Steigeisen von Nöten macht. Dank guten Verhältnissen kommen wir rasch voran und überwinden den steilen Aufstieg, der teilwese mit Ketten entschärft ist, zügig. Auf dem Schwiren angekommen, wähnen wir uns in einer anderen Welt. Weder auf dem Grat, noch auf der sonnigen Südseite liegt Schnee. Der Aufstieg zum Oberbauenstock gestaltet sich so leicht und nach gerade mal insgesamt 1.5 Stunden stehen wir auf dem Gipfel.

Während unserer Gipfelrast erfreuen wir uns an den Dohlen, die genussvoll um uns herum segeln. Inspiriert von deren Verspieltheit, beschliessen wir kurzerhand noch den Schwalmis zu besteigen. Gute Verhältnisse sollten uns ein rasches Vorankommen ermöglichen. Beim Jochlistock machen wir ein Gepäckdepot, denn die Zeit drängt. Um 17:00 fährt die letzte Gondel nach Emmetten, die wollen wir keines Falls verpassen. Am Vorderjochli angekommen, entscheiden wir uns für den direkten Aufstieg über die Grasflanke und durch die Schwalmisbänder auf den Grat. Das Gras ist teilweise etwas rutschig und wir sind froh, durch die Felsbänder kraxeln zu können. Viel angenehmer! Der Gang über den Grat ist dann wieder Genuss pur. Bald schon stehen wir auf dem Schwalmis und erfreuen uns der gigantischen Weitsicht.

Der Abstieg entwickelt sich dann zu einem Rennen gegen die Zeit. Das Tempo wird konstant hochgehalten und wir schleppen uns über den langen Grat zurück zum Schwiren, von wo es dann endlich nur noch runter geht. Knappe 3 Minuten vor Abfahrt der letzten Gondel traffen wir auf dem Niederbauen ein. Erleichtert und erfreut über unseren Erfolg steigen wir in die kleine Gondel und lassen uns ins Tal fahren. Dass die untergehende Sonne den Himmel in ein wunderbares Rot taucht, lässt diesen Moment gerade nochmals etwas einzigartiger werden.

Tourengänger: Resom, jungens


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