Via Alta della Verzasca


Publiziert von tricky Pro , 30. September 2016 um 13:01.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:20 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Madöm Gross   Gruppo Cima di Gagnone   Gruppo Poncione Rosso   Gruppo Cima dell'Uomo 
Zeitbedarf: 5 Tage
Aufstieg: 4485 m
Abstieg: 4919 m
Strecke:Mornera (mit Bahn) - Capanna Borgna - Capanna Cornavosa - Capanna Efra - Capanna Cognora - Sonogno
Unterkunftmöglichkeiten:Ascona Locarno
Verzasca Tal

Tag 1: Mornera --> Capanna Borgna
 8.1km, 1103hm Aufstieg, 544hm Abstieg, 6.20h
Zustieg via Bellinzona (Monte Carasso) mit der Seilbahn nach Mornera
Mit der Seilbahn in Mornera angekommen führt der Weg stetig aber gemütlich bergauf im Wald. Den Klettersteig lassen wir links liegen und können ihn nach einer Stunde von oben betrachten. Beeindruckend ist auch die Tibetenbrücke, die sich auf der linken Seite über die Schlucht spannt. Weiter aufwärts kommen wir an der Capanna Albagno vorbei, wo wir uns einen Kaffee zubereiten bevor es weiter aufwärts in die Bocchetta d`Erba geht. Ab hier wirkt das Gelände erstmals etwas alpiner. Kurz entschlossen besteigen wir als Tagesgipfel den Cima dell`Uomo (T4) von dem aus wir einen grossartigen Blick über Wälder Täler und Seen haben. Nach einem kurzen Abstiegen gelangen wir auch schon zur Capanna Borgna, bei welcher wir die herbstliche Abendsonne mit Blick auf den Lago Maggiore geniessen.

Mobilempfang, ja, Strom zum Aufladen, Nein

Tag 2: Capanna Borgna --> Capanna Cornavosa
 9.4km, 898hm Aufstieg, 929hm Abstieg, 7:20h
Um 8.00 Uhr machen wir uns auf den weg zur ersten wirklichen Etappe der VAV. Leider ist das Wetter an diesem Tag neblig und ab und zu fällt etwas Niesel. Nach einem kurzen Aufstieg sind wir auch schon mitten drin und queren den Osthang des Madone bis zur Botta di Leis. Hier fängt endlich die Gratwanderung an, welche uns zum Pongione die Piotta bringt. Weiter gehts dem langen Grat über weitere Gipfel. Der Weg führt teilweise an den Flanken der Gipfel vorbei. Nach Lust und Laune lassen sich diese Gipfel aber trotzdem besteigen. Diese Etappe bieten viel Abwechslung: Gehen auf Steinplatten, Grasböschungen, Ab- und Aufklettern von Passagen, welche meist mit Seilen oder Eisenstiften entschärft sind. Eine rundum tolle Etappe, welche in der schönen ausgebauten Capanna Cornavosa endet.

Mobilempfang, Ja, Strom zum Aufladen, Ja

Tag 3: Capanna Cornavosa --> Capanna Efra
 13.9km, 1271hm Aufstieg, 1218hm Abstieg, 9:10h
Erneut starteten wir gegen 8:00 Uhr nach dem Morgenessen von der Hütte. In Schatten dem einfachen Weg Richtung Cabanna Alpe Fümegna zu der man aber nicht absteigen muss, einfach dem oberen Weg folgen. Die vielen Himbeeren entlang des Weges luden uns zu einem zweiten Frühstück ein und wir pflückten sogar noch für einen Dessert am Abend.
Schon bald ist man in dem grossen Talkessel der rechts über Felsstufen zum Grat genommen wird. Nun stand uns der Aufstieg bis zum Cima Lunga bevor, von diesem aus ging es entlang des langen, mit eineigen kleinen Kletterpassagen versehenen, Grates auf und ab. Vorbei am Cimo di Bri über den Passo di Bri und weiter auf den Cima di Rierna, Cima del Rosso und Cima del Gagnogne. Mit dem Erreichen der Botta della Scaiee gelangen wir auf einen rotweiss markierten Wanderweg, der uns in den Nebel und schlussendlich zur ersehnten Capanna D`Efra führt.
Die Hütte Capanna Efra ist heute von Schüler die die Hütte, Wasserleitung und Wanderweg gereinigt haben gut besucht. Etwas erschrocken vom Gewussel, freuten wir uns umso mehr über die feine Polenta, zu der wir eingeladen wurden.

Mobilempfang, ja, Strom zum Aufladen, Ja

Tag 4 : - Capanna Efra --> Capanna Cognora
 9.1km, 1083hm Aufstieg, 1206hm Abstieg, 8.25h
 
Etwas früher als sonst ca 7.30 Uhr verliessen wir die Hütte und machten uns auf zur Königsetappe. Wieder eine T6 mit der höchsten Erhebung der Madom Gröss erwartet uns. Nach einer kurzen Wanderung entlang der Flanke des Cima d`Efra steigen zuerst steil mit einer Kletterpassage versehen, dann eher gemütlich über die felsige Landschaft auf zum Pizzo Cramosino. Von hier aus sehen wir auch schon den Gipfel Madom Gröss. Ein kurzer Abstieg und dann via einer weiteren Kletterpassage, welche wiederum mit Metallgriffen entschärft ist, am Grat entlang bis zum Gipfel. Runter gehts im brüchigen Fels mit Metallgriffen und Seilen als Hilfe. Bevor wir den Pizzo die Mezzodi, unser letzet Gipfel dieser Strecke, erreichen, liegen noch zwei Türme, die erklettert und abgestiegen werden müssen, bevor. Ein kurzer Blick zurück und die Madom Gröss schein in einem andern Bild als beim Aufstieg, dunkel, brüchig und etwas mehr furchteinflössend.
Auf dem Pizzo die Mezzodi angekommen suchen wir den Abstieg. Wir bemerken schlussendlich, dass wir wieder zurück gehen müssen. Der Abstieg zur Capanna Cognora befindet sich nämlich etwas südlicher des Pizzo di Mezzodi (haben wir beim Aufstieg wegen des Gipfeldranges völlig übersehen). Also steigen wir  gegen Westen ab über einen langen Geröllweg ziemlich diretissima bis zur Capanna ab. Der Abstieg hat es in sich, wir werden aber mit einer völlig neu restaurierten Capanna Cognora entlöhnt.

Mobilempfang, ja, Strom zum Aufladen, Ja

Tag 5: - Capanna Cognora --> Sonogno
 6.4km, 5hm Aufstieg, 1012hm Abstieg, 2h
Was nun? Der Plan wäre die Barone Hütte auszulassen und gleich Cabanne Campo Tenica zu gehen, das wäre etwa 8h im T4 Bereich und am nächsten Tag runter via Tremorgio. Es gäbe die Möglichkeit weiter über den Grat zu gehen das im guten T6 liegen soll. Wir entschieden uns für den Abstieg nach Sonogno. Im Nebel den typischen T4 Weg gut 1000hm runter und der Strasse entlang zum Bus.


Material:
In den Hütten ist genug Essen vorhanden, auch Wasser. Zum Teil sogar auf der Tour, je nach Wetter aber eher trocken. Seil zum Sichern nur für ängstlichere Tourengeher, wobei die Tour eher für Trittsichere und ausdauernde Bergsteiger ausgerichtet ist. 
Wir hatten viel Essen dabei. Energieriegel oder ähnliches und genug zu Trinken für Unterwegs ist erforderlich.

Schwierigkeit:
Die VAV ist eine Beispieltour des SAC für den Schwierigkeitsgrad T6. Wobei alle "heiklen" stellen mit Seil, Stahlgriffe oder Draht versehen ist. Auch die Wegfindung ist durch die sehr vielen Markierungen nicht schwierig. Alles in allem sehe ich die reine Schwierigkeit eher als T5. Wobei die Länge und die Dauer der Ausgesetztheit die T6 rechtfertigt.
Nicht für Kinder oder Hunde geeignet. Mit dem Bike gibt es einzelne Schiebe und Tragestrecken ;-)

Fazit: Sehr schöne Tour. Lang und luftig. Die Tour lohnt sich im Herbst zu machen: Das Wetter ist stabiler über mehrere Tage, das Licht ist schön, weniger Menschen unterwegs, dafür etwas kühler und nebliger. Diese Tour werde ich sicher nochmals angehen, dann aber in einem anderen Tempo... :-)

Tourengänger: tricky

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Kommentare (1)


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Bergamotte Pro hat gesagt:
Gesendet am 1. Oktober 2016 um 12:20
Schön, endlich wieder mal einen Bericht zur VAV zu lesen. Besonders nützlich: die Infos zu Strom/Mobilempfang.

Gruss


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