La Berra, 1719m - dem Röstigrat entlang


Publiziert von Linard03 Pro , 19. August 2016 um 06:57.

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum:13 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Schwarzsee - Bürglenberg - La Berra - Le Cousimbert - Plasselb
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Schwarzsee Bad
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Plasselb

Von der Deutschschweiz ins Welschland und wieder zurück: dieses Wochenende soll’s dem berühmt-berüchtigten Röstigraben bzw. –Grat entlang gehen. Eine Region, welche mir weitgehend unbekannt war, wollte entdeckt werden. Ausser dem Vanil Noir kannte ich in der Gegend noch nicht so viel. Der Gutschein für ein Genuss-Wanderwochenende, den ich von meiner lieben Frau erhalten hatte, wollte eingelöst werden.
 
Das Programm war mir also nur in etwa bekannt, alles weitere würde ich vor Ort erfahren; mal eine ganz neue Art, eine Wanderung anzugehen … ;-).
 
Per Zug ging’s quer durch die Schweiz, der Treffpunkt war in Plaffeien. Dort wurden wir vom Wochenend-Organisator Norbert begrüsst sowie von Marlis, unserer Wanderleiterin. Mit Marlis, D. & R. fuhren wir zu viert mit dem Bus nach Schwarzsee Bad, wo wir unsere Wanderung starteten.
 
Bei schönstem und bereits ziemlich warmem Wetter galt es gleich zu Beginn, einige Höhenmeter zu absolvieren. Rückblicke zum schönen Schwarzsee und dem darüber liegenden Kaiseregg (2185m) lohnten sich derweil. Mit der Käserei La Balisa (1411m) erreichten wir ein erstes Etappenziel. Nach einer kurzen Besichtigung der Käserei sowie einer ersten Stärkung in der Alpwirtschaft ging’s steil bergan auf den Bürglenberg.
 
Wir befanden uns von nun an auf einem Höhenweg, von welchem wir eine wunderschöne Aussicht ins Greyerzerland bis zum Moléson bewundern durften. Unterwegs konnten wir feine Heidelbeeren geniessen („Heitini“ im Lokaldialekt) und während der Wanderung erklärte uns Marlis die zahlreichen Blumen, für welche Krankheiten man welche Pflanzen verwenden kann, etc. – was sehr interessant war (ok, wenn man mich jetzt nochmals fragen würde; die Prüfung würde ich wohl nicht bestehen … - aber ein paar Dinge sind schon hängengeblieben …).
 
Via Auta Chia d’Amont (1458m), einer weiteren Alpwirtschaft, ging es in einem Auf- und ab weiter auf dem Kamm. Wir passierten Parc des Fayes (1572m), ein schöner Aussichtspunkt, danach ein weiterer Vorgipfel (P.1687), bis wir schliesslich zum höchsten Punkt unserer Tour gelangten, La Berra (1719m), ein wahrhaft aussichtsreicher Gipfel!
Zu unseren Füssen lag der Greyerzersee, in weiterer Distanz der Neuenburgersee. Im Osten bzw. Süden präsentiert sich die schöne Alpenkette: von der Eigernordwand über das Doldenhorn bis hin zum Les Diablerets ist alles zu sehen.
 
Der Gipfel La Berra ist bliebt, ist er doch von der Westeite (La Roche) her leicht per Sesselbahn erreichbar. Auf dem Gipfel wurden wir von Marlis mit Zopf und einem leckeren, süsslichen Brotaufstrich überrascht (Freiburger Spezialität). Nach einer ausgiebigen Gipfelrast stiegen wir über die NW-Seite ab, folgten der Forststrasse und erreichten so unser Tagesziel, die Alp Flühkäsenberg (1488m). Hier erwartete uns Norbert, welchem die Alpwirtschaft gehört, mit einem köstlichen Plättli inklusive erfrischendem Weisswein.
 
Noch hatten wir einiges vor, denn Norbert zeigte uns nach dem Zvieri-Plättli seine Wasserfassung inkl. Generator sowie den Wald mit seinen Pflanzen und wusste allerlei Interessantes zu berichten. Nach der Rückkehr zur Alp war es schon bald Zeit für’s Nachtessen. Dieses genossen wir auf der Terrasse und bestand aus (wie könnte es in dieser Region auch anders sein) aus einem feinen Moitié-Moitié-Fondue ;-)).
 
Bevor die Sonne unterging, stiegen wir zu dritt zum Le Cousimbert / Käsenberg (1633m) hoch. Einige Familien hatten es sich hier oben gemütlich eingerichtet, assen ebenfalls Fondue (…) und biwakierten  offensichtlich. Der Sonnenuntergang war einfach phantastisch: feuerrot färbte sich der Himmel über dem Greyerzer- und Neuenburgersee, während der Blick bis zum Genfersee schweifte.
 
Im Halbdunkeln stiegen wir wieder zur Alp hinab, wo wir bereits zum Dessert erwartet wurden; ein leckeres Tiramisu wollte auch noch verspeist werden ;-)). Bei noch immer sehr angenehmen Temperaturen liessen wir so den Abend auf der Terrasse ausklingen.
 
Am nächsten Morgen lachte bereits wieder die Sonne, weshalb uns das feine Frühstück wiederum auf der Terrasse serviert wurde. Danach hiess es aber endgültig Abschied nehmen von dieser schönen Alp. Über Wusta, Crau und Gigera (alles Alpwirtschaften …) stiegen wir ab. Wir stiessen also gefühlt alle 200m auf eine Alpwirtschaft ;-).
 
Von P.1006 (Lenzburgera) bis zum Hitus Vorderschiss (ja, das heisst tatsächlich so …!) muss man einige Meter auf der geteerten Fahrstrasse gehen, danach aber wieder auf schönem Wanderweg durch den Wald und mehrheitlich dem Bach Ärgera entlang. Schliesslich erreichten wir mit Plasselb den Endpunkt unserer Wanderung.
 
Fazit:
Ein wahres Schlemmer-Wanderwochenende für Augen und Magen! Man könnte die Wanderung deshalb problemlos auch als „sentier gourmande“ durchgehen lassen ;-). Zudem durften wir Vieles über die Fauna und Flora dieser Region erfahren; die Stimmung war ausgezeichnet. Alles in allem ein rundum gelungenes Wochenende!

Tourengänger: Linard03


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Kommentare (1)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 19. August 2016 um 08:13
ein vielseitiger Gaumenschmaus ;-)


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