Wer fotografiert, nervt


Publiziert von Henrik , 22. Oktober 2015 um 19:10. Diese Seite wurde 2300 mal angezeigt.

Der traditionell gesinnte Alpinist (wiss. Homo montibus in excelsis deo) ist ein Mensch der Grundsätze. Geht es darum, die alten, kratzigen Armeewolldecken in SAC-Hütten durch neumodische Duvets zu ersetzen, sperrt er sich als Vereinsmitglied vehement dagegen. Er stellt sich auf den Standpunkt, eine Tour ins Hochgebirge verlange es, die Komfortzone zu verlassen. Mit allen Konsequenzen.

http://blog.bazonline.ch/outdoor/index.php/42567/wer-fotografiert-nervt/



Einer, der eine Kamera aus dem Hosensack zieht und Momentaufnahmen macht (wiss. Homo fotocus nervis), wird ungern geduldet.


Grüezi zum kommenden Wochenende

Henrik



Kommentare (21)


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mong Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. Oktober 2015 um 00:15

>Er ist demütig, geduldig, genügsam – und fit.
>In ihm schlummert kein Bedürfnis, von seinen Taten zu berichten.

Zum Glück sind nicht alle so wie er.
Wenn alle so wären, dann könnte Hikr.org einpacken.

;-))))))

kopfsalat Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. Oktober 2015 um 09:17
die meisten top-fiten auf-den-berg-seckler die ich kenne, sehen auch ohne kamera nicht, was sich links und rechts ihres weges befindet, wenn man sie nicht darauflüpft ("aha, das ist eine orchidee (ein birkhuhn), wusste gar nicht, dass es die auch bei uns gibt").

deren hauptziel ist es, die angeschriebenen wegzeiten zu unterbieten. wenn sie dann auf dem gipfel sind, kramen sie ihren feldstecher (armee-modell von 1875) hervor und wundern sich, weshalb sie hier keine steinböcke sehen.

für sie sind die berge einzig eine sportliche herausforderung, sie könnten gerade so gut in einem abgelegenen abbruchhaus die wände hochsteigen.

peppola hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. Juni 2016 um 14:12
Du sprichst mir aus dem Herzen... darum gehe ich lieber alleine statt mit SAC wo ich eh nur ein lästiges Anhängsel wäre.

laponia41 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. Juni 2016 um 21:19
....wobei SAC ein Klischee ist wie vieles andere. Ich bin ein ausgesprochener Individualist und konnte mich auch innerhalb des SAC verwirklichen. Keine Spur von Anhängsel! Der altershalbe Salat in meinem Kopf ermöglicht mir beispielshalber immer noch, zwischen einem Steinbock (meine Frau ist einer!) und einer Orchidee zu unterscheiden.

herbert45 hat gesagt:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 02:00
Soll man sich etwas daraus macht wenn aggressive und boshafte Menschen angebliche Regeln aufstellen und Wertungen und Herabwürdigungen auf einen ausspeien, weil man nicht genau so ist, wie sie sind?

Aus den Kommentaren des Artikels:
"Das betrachten von Fotos ist doch etwas für allzu vergessliche und oberflächliche Menschen die den erlebten Moment auch nicht lebten sondern konsumierten."

Was für ein Verhalten ist es denn, Menschen in Bausch und Bogen öffentlich als "oberflächlich" zu brandmarken, weil es ihnen gefällt einen Fotoapparat mitzunehmen?

Unsere Gesellschaft ist voll von diesem Umgang, übervoll schon fast bis zum Bersten.

Abgesehen davon sollte man sich gegen Mobbing (psychische Gewalt) wehren (Selbstbehauptung). Denn nichts anderes wird in dem Artikel angeprangert. Das nicht Geltenlassen von anderen als den eigenen Motiven und von keinem Leben, das anders gelebt wird als das eigene. Der Urteilende hier transportiert nichts anderes als Mobbing aus Boshaftigkeit, Intoleranz und weit überzogener Selbstbezogenheit.

Solchen übergriffigen Mitmenschen sollte ein jeder Grenzen aufzeigen, der sich dazu leicht im Stande sieht. Schon im Interesse der vielen Menschen, die gewohnheitsmäßigem Mobbing und Herabwürdigung selber nicht in der Lage sind, etwas entgegenzusetzen.

countryboy Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 09:34
Hallo Herbert
Du magst dabei richtig liegen, dass wir es in unserer Gesellschaft zuweil mit viel Intoleranz zu tun haben. Ich kenne Natascha Knecht, die Verfasserin des oben verlinkten Blogbeitrags, nicht, was vielleicht auch gut ist. So habe ich den Artikel als "neutraler" Leser v.a. als amüsant sarkastischen Text genossen. Dies, obwohl ich mich - beim Wandern stets mit Kamera ausgerüstet - als zu den "Nervis" zugehörig eigentlich angegriffen fühlen müsste. Wenn man nicht nach Angriffen sucht, sieht man auch weniger solche. :-)

herbert45 hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 13:55
Ich sehe es absolut mitnichten so, dass ich nach Angriffen suche, ich sehe es so dass ich aber keine Angriffe ausblende/durch selektive Wahrnehmung ausfiltere. Ich sehe hier auch logischerweise keinerlei Angriff von seiten von Natascha Knecht. Dafür gibt es keinen Grund.

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 14:18
>Was für ein Verhalten ist es denn, Menschen in Bausch und Bogen öffentlich als "oberflächlich" zu brandmarken, weil es ihnen gefällt einen Fotoapparat mitzunehmen?
>
>Unsere Gesellschaft ist voll von diesem Umgang, übervoll schon fast bis zum Bersten.

Zum Glück bist Du die löbliche Ausnahme. Wobei Du anscheinend auch dein Gedächtnis nicht mitnimmst, denn Deine Tourenberichte sind äusserst dürftig, um nicht zu sagen nicht-existent. An einer Unfähigkeit zu Schreiben oder einer Abscheu Dich mitzuteilen, kann es ja nicht liegen, wie man Deinen zahlreichen Kommentaren unschwer entnehmen kann.

herbert45 hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 15:51
Ich kann nicht zwingend behaupten dass ich diesen Hang zum Werten und Urteilen nicht in mir trage, ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass ich vulnerabeler gegen diese Umgangsformen bin als meine Umwelt zu sein scheint.

Was du mit dieser Art von Beiträgen bezweckst frage ich mich schon länger. Du sagst in meinen Augen damit, dass sich hier nur zu Wort melden darf, wer hier auch Tourenberichte einstellt. Vielleicht sagtst du sogar, dass schweigen solle, wer keine Berichte schreibt.

Kann ich nicht nachvollziehen, ist mir aber egal. Schlussendlich besitzt du keinerlei Druckmittel mich und andere hier zum Schweigen zu bringen, oder dazu, hier Tourenberichte kostenlos für's Publikum oder wen auch immer einstellen zu müssen.

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 21:25
> hier Tourenberichte kostenlos für's Publikum oder wen auch immer einstellen zu müssen.

Im Gegenteil, es gibt sogar hikr, die gar nie etwas schreiben aber trotzdem für eine Pro-Mitgliedschaft bezahlen, einfach weil sie die Idee von hikr, Tourenberichte auf einer Non-Profit Basis zu teilen, unterstützen wollen.

herbert45 hat gesagt:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 21:47
Und wozu erzählst du mir das? Werde doch mal ganz konkret.

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 22:05

herbert45 hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2016 um 22:31
Da steht es ja wirklich, schwarz auf weiß:

"Hikr ist eine community bei der man nur zu den Beiträgen posten darf, wenn man als Pro Mitglied bezahlt hat, oder wenn man schon mindestens einen Beitrag erstellt hat. Für Übertretung haben wir kopfsalat, der die Türsteherfunktion wahrnimmt und der euch gerne hinausbegleiten wird. Ihr könnt bei ihm aber direkt die Promitgliedschaft bezahlen oder euren ersten Bericht einreichen".

Gelöschter Kommentar

herbert45 hat gesagt:
Gesendet am 19. Juni 2016 um 14:52
Eine weitere vereinfachende Diffamierung eines Andersdenkenden von deiner Seite. Ich habe mir ebenso über deinen unangenehmen Charakter auch schon seit langem ein ausreichendes Bild gemacht.

Ich wollte eigentlich gar nicht so tief in irgendwelche Auseinandersetzungen einsteigen. Und um das in aller Deutlichkeit zu sagen, ich will und werde mich auch nicht ausführlich mit diesem Portal beschäftigen, will euch nicht weiter stören.

Lediglich den Artikel fand ich interessant und die dahinterstehende Spannung recht feinsinnig aufgegriffen.

Ich habe diese von der Überschrift abweichende Diskussion nicht beabsichtigt: Die Überschrift ist, wie manche Begsteiger anderen ihre eigene Lebensweise aufzwängen wollen, und wenn ihnen das nicht gelingt fangen sie an zu mobben, wie hier gegen Fotografierende.

georgb Pro hat gesagt: eingeatmete Staubmilbe
Gesendet am 19. Juni 2016 um 11:19
Der Artikel ist nett geschrieben und sicher ironisch gemeint!? Für mich ist der wahre Sinn des Fotografierens, das Auge zu schulen und den Blick zu erweitern. Seit ich beim Berggehen fotografiere, sehe ich viele Dinge und Perspektiven, an denen ich früher achtlos vorbeigerannt bin. Ich mache Fotos nur bedingt fürs Archiv, sondern geh davon aus, dass ich mit jeder Tour mehr wahrnehme und so die Bergwelt bewusster anschaue. Allerdings bin ich so viel langsamer und beneide die Renner, die ohne zu fotografieren ihre Eindrücke quasi in sich aufsaugen ;-)

Henrik Pro hat gesagt: Homo fotocus nervis --- nur bedingt
Gesendet am 20. Juni 2016 um 08:34
Fotografieren schult das Auge... ob ich den Auslöser betätige, steht auf einem andern Papier! Das dokumentarische Fotografieren hat nichts zu tun mit Selfies. Wenn ich mir die darbende Welt in Erinnerung rufe, kann Fotografieren helfen, das Passagere zu erhalten... Fotografieren hat also auch einen lernenden Effekt.

georgb Pro hat gesagt: RE:Homo fotocus nervis --- nur bedingt
Gesendet am 20. Juni 2016 um 10:41
wenn dann das Auge perfekt geschult ist und die Immaginationskraft ausreicht, kann man den Fotoapparat wieder zuhause lassen und die Bilder im Kopf betrachten, so wie der Urbergsteiger ;-)

kopfsalat Pro hat gesagt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Gesendet am 20. Juni 2016 um 13:31
Dann bräuchte es auch kein hikr mehr.

Denn weder munden trockene Tourenberichte, noch regen sie zum Nachahmen an.

Stattdessen für jede Tour ein packendes literarisches Meisterwerk zu verfassen, liegt wohl auch nicht jedem, ganz abgesehen vom dafür benötigten enormen Zeitbedarf.

georgb Pro hat gesagt: Ach komm kopfsalat,
Gesendet am 20. Juni 2016 um 14:34
schon deine Kommentare sind doch kleine literarische Meisterwerke ;-)

laponia41 Pro hat gesagt: Selbstläufer
Gesendet am 20. Juni 2016 um 20:43
Henrik hat mit diesem Tread einmal mehr einen perfekten Selbstläufer produziert. Eigentlich benötigt Hikr.org für die Zukunft produktivere Aktionen. Mir löscht dieser Leerlauf langsam aber sicher ab!


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