COVID-19: Current situation

Jof di Montasio Überschreitung


Published by orome , 2 September 2015, 19h26.

Region: World » Italy » Friuli Venezia Giulia
Date of the hike:29 August 2015
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Height gain: 1250 m 4100 ft.
Height loss: 1250 m 4100 ft.

Der Montasch ist vor allem von Norden und von Westen aus ein sehr abweisend aussehender Berg. Eine Skibesteigung erfordert schon einen ausgesprochen guten Winter, sodass der Jof di Montasio doch eher ein Sommerberg ist. Mit dem Aufstieg über den Findenegg-Weg und Abstieg über die Skala Pipan ergibt sich eine schöne Überschreitung. Vor allem der Aufstieg über die schmalen Bänder über der Teufelsschlucht und der steilen Findeneggschlucht ist sehr ausgesetzt und der folgende Spaziergang über den Grat dann ein gelungener Abschluss. 


Über die Pecol-Alm (Altipiano del Monatsio) ist der Montasch gut zu erreichen, an schönen Wochenenden ist aber am Parkplatz nicht mehr so viel Platz. Der Aufstieg in der prallen Sonne zur Forca dei Disteis zieht sich doch recht, ist die Scharte aber erreicht ist der Blick in die gähnende Schlucht genauso beeindruckend wie im Winter. Den Normalweg über die Scala Pipan zweigt rechts ab, wir steigen jedoch noch etwas weiter auf, um dann den Beginn der Schotterrinne nach links zu queren und auf die Bänder zu kommen. 

Bis zum Biwak Suringar wird nun der Montasch leicht aufsteigend und immer wieder von kurzen Felsstufen unterbrochen auf schmalen Bändern gequert. Das Ganze ist sehr ausgesetzt, der Tiefblick in die Schlucht ständig präsent. Ist das Biwak erreicht, ist man zu weit gegangen, ca. 150m vor dem Biwak geht der Weg nach oben Richtung Findenegg-Schlucht. Das Biwak selbst liegt sehr schön direkt über der Schlucht, zum Sonnenaufgang beobachten sicher perfekt. 

Ab hier darf dann geklettert werden, grosse Teile der steilen Schlucht sind im IIer Gelände. Die Felsen auf denen man klettert sind an sich fest, es liegt jedoch sehr viel Schotter herum, sodass auf Steinschlag durch andere oder durch die vielen Steinböcke geachtet werden muss. Der Weg ist mit blassen Punkten ausreichend markiert. Kurz vor dem Gipfel erreicht man den Grat und jäh brichts in die Saisera nach Norden ab. Es folgen nochmals kurze, ausgesetzte Kletterstellen auf dem Grat und dann ist der Gipfel erreicht. 

Die Rundsicht natürlich recht umfassend, immerhin sind wir hier auf dem zweit höchsten Berg der Julier. Im Gegensatz zum Aufstieg ist der Gipfel schön geräumig und die Pause wird immer länger. Als Abstieg wählen wir die Scala Pipan, eine schwingende Leiter, die erstmals im 1. Weltkrieg von den Italienern gebaut wurde, um den Gipfel besetzt zu halten.

Am Gang über den Grat in Richtung Forca Verde kommt man dann auch wieder an Ruinen und sogar Kohle vorbei. Der Montasch musste im Verlauf des ersten Weltkriegs von den Italienern besetzt werden, da die Österreicher mehrfach nachts (!) sich durch die Nordwand (!) auf den Gipfel geschlichen haben, damit sie die ansonsten nicht einsehbaren Artelleriestellungen der Italiener im Dogna Tal ausfindig machen konnten und die Koordinaten an die eigene Artellerie morsen konnten...

Wir müssen zum Glück nicht in der Nacht auf dem Grat liegen sondern können des aussichtsreichen Gang geniessen. Kurz vor der Leiter beginnt ein Drahtseil, auch die Leiter ist versichert und am Ende der Leiter nochmals ein paar Seile und Stahlstifte. Der restliche Abstieg ist schnell erledigt. Das Bier lassen wir zugunsten eines Sprungs in den Raibler See aus. 

Hike partners: orome


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window

T4- I
T4 AD
PD
11 Feb 15
Forca dei Disteis · orome
T4+ II PD
T3
1 Nov 14
Cima di Terrarossa · orome

Post a comment»