Zagelkar - Den, angeblich, letzten schönen Tag perfekt genutzt!


Published by mountainrescue , 21 March 2015, 19h57. Text and phots by the participants

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Hochschwabgruppe
Date of the hike:21 March 2015
Ski grading: TD
Waypoints:
Geo-Tags: A   A-ST 
Time: 5:00
Height gain: 1775 m 5822 ft.
Height loss: 1747 m 5730 ft.
Route:14,71 km / Bodenbauer-Rauchtal-Hochwart 2210m-Rauchtalsattel-Zagelkogel 2255m-Zagelkar
Access to start point:Von Bruck/Mur die S6 Richtung Wien – Ausfahrt Kapfenberg die B20 Richtung Mariazell bis Thörl – in Thörl links abbiegen Richtung St. Ilgen/Bodenbauer
Accommodation:Alpengasthof Bodenbauer
Maps:Amap Digital, F&B WK Blatt WK 5041

Heute soll, angeblich, der letzte schöne Tag des Wochenendes sein und morgen uns eine Regenfront aus Westen erreichen. Allein schon deshalb musste eine schöne Tour her, um diesen Tag entsprechend zu würdigen! Nach dem Studium diverses Quellen stand das Ziel bald fest - das Zagelkar!Übersicht über die Tour

Beim Zagelkar handelt es sich um eine südseitige Steilabfahrt, die im Einfahrtsbereich 40° aufweist und bei harten, schwierigen Verhältnissen sicher eine erhöhte Anforderung an den Befahrer stellt. Bei Verhältnissen wie heute, mit Firn, ist es eine herrliche, imposante, Abfahrt, mitten im Herzen des Hochschwab!Die Einfahrt ins Zagelkar

Wegen des heute prophezeiten herrlichen Wetters und der damit verbundenen warmen Temperaturen ist ein früher Start unumgänglich, um bei der Abfahrt idealen Firn vorzufinden.

Wir starten deshalb unsere Tour bereits um 6.30 Uhr beim Alpengasthof Bodenbauer, gemeinsam mit einigen anderen TourengeherInnen, die, offensichtlich, alle Richtung Zagelkar unterwegs sind. Der Start ist noch mit Schiern vom Bodenbauer möglichDer Start ist, derzeit, noch vom Bodenbauer mit Schiern möglich, dazwischen sind jedoch bereits einige, kurze, Tragepassagen zu absolvieren. Unter der Hundswand sind die Schier ein kurzes Stück ebenfalls zu tragen, bis im steilen Anstieg, sie wieder angeschnallt werden können. Es ist mit -6° in der Früh schön frisch und ich beschließe die Harscheisen anzulegen. Es geht zügig den Berg hinauf und bald sind wir im steilen Anstieg in das Rauchtal begriffen. Im Schatten ist es picklhart gefroren und die Harscheisen leisten hier nützliche Dienste bzw. "entspannen" den Aufstieg deutlich. Nach dem steilen Waldstück erreichen wir bald die flache Einsenkung unter dem "Jausenstein". Anstieg im RauchtalEine schöne Spur führt durch das Rauchtal bergwärts und erleichtert den Anstieg deutlich. Nach obenhin steilt sich das Rauchtal ziemlich auf und es beginnt sich langsam zu ziehen. Schöne Spur durch das Rauchtal Richtung BergIm oberen Bereich beginnt ein unangenehmer, kühler Wind zu blasen und ich schlüpfe wieder in eine weitere Bekleidungsschicht. Bei der Einengung des eigentlichen Rauchtales sind die Schier wieder ein kurzes Stück zu tragen, bevor es in einer großen S-Schleife auf den Hochwart geht.Es geht dem ersten Gipfel, dem Hochwart, entgegen Wir sind die Einzigen, die den Gipfel "mitnehmen"; alle Nachkommenden wenden sich gleich direkt über den Rauchtalsattel dem Zagelkogel zu. Nach etwas unter drei Stunden stehen wir am Gipfel des 2210m hohen Hochwart.Hochwart - erster Gipfel des heutigen Tages Nach einer kurzen Trinkpause fahren wir zum Rauchtalsattel ab und beginnen den letzten Aufstieg auf den Zagelkogel, der nach einer weiteren halben Stunde erreicht ist.Dem zweiten Gipfel, dem Zagelkogel, entgegen Nach den obligaten Gipfelfotos machen wir uns abfahrtsbereit! Bis zur Einfahrt in das Zagelkar ist der Schnee beinhart gefroren und picklhart. Nun stehen wir am Beginn des Zagelkars und blicken in die Tiefe. Es ist schon ein imposanter Einblick der sich hier bietet! Die ersten Schwünge werden mit Bedacht gesetzt, jedoch erleichert der herrliche Firn die Abfahrt ungemein und nun kommt so richtig Freude auf und es folgt Schwung auf Schwung. Abfahrt durchs Zagelkar600 Höhenmeter werden in einem Zug durchgefahren und je tiefer wir kommen, desto besser wird der Firn. Im unteren Teil ist er nur 2 cm dick und es "schmiert" einfach nur so dahin!!! Blick zurück...Wir fahren schließlich noch, neben dem Wetzsteinkogel, in einer 52° steilen Rinne direkt ins Trawiestal ab.52° steil geht es neben dem Wetzsteinkogel ins Trawiestal

Herrliche Schlußrinne ins Trawiestal Über die Trawiesalm geht es schließlich talauswärts. Abfahrt unter der Hundswand - selektiv ☺Das Kriterium bei der Abfahrt ist schließlich das steile, harte Teilstück unter der Hundswand; aber auch dieses ist schließlich gemeistert und nun geht es, von Schneefleck zu Schneefleck, bis hinaus zum Bodenbauer, wo die Tour mit einem guten Getränk auf den herrlichen Tag und die imposante Tour ihren gelungenen Abschluss findet."Snowhopping" bis zum Bodenbauer

Noch ist die Abfahrt bis direkt zum Bodenbauer möglich...
Fazit der Tour: Das Zagelkar verlangt einen sicher am Schi stehenden Tourengeher. Durch den Firn war die Einfahrt heute "entschärft" und problemlos. Allerdings sollte man(n) zum derzeitigen Zeitpunkt und den derzeitigen Temperaturen nicht später als 10.30 Uhr in die Flanke einfahren, um perfekten Firn zu erwischen. Bei uns hat heute alles perfekt gepasst. Wenn die Temperaturen allerdings weiter so hoch bleiben, sind bald längere Tragestrecken im Auf- und Abstieg einzuplanen. Heute sind wir noch, mit "Snowhopping" bis zum Bodenbauer hinaus gekommen! ☺

Twonav Aventura 3*/CGPSL 7*
Dauer: 4:54
Zeit in Bewegung: 4:15
Zeit im Stillstand: 0:39
Strecke: 14,71 km
Maximale Höhe: 2250 m
Maximale Höhendifferenz: 1365 m
Kumuliertes Steigen: ↑ 1775 m
Gesamt Abstieg: ↓ 1747 m
 

Hike partners: mountainrescue


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