Abendtour auf den Haggenspitz (1761m)


Published by Schneemann , 19 October 2014, 12h17.

Region: World » Switzerland » Schwyz
Date of the hike:18 October 2014
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Mythengruppe   CH-SZ   Alptaler Berge 
Time: 4:00
Height gain: 1000 m 3280 ft.
Height loss: 1000 m 3280 ft.
Access to start point:cff logo Brunni (mit dem Zug nach Einsiedeln, dann mit dem Poschit bis nach Brunni)
Access to end point:cff logo Schwyz (mit dem Bus von Schwyz Post bis Schwyz Bahnhof und dann mit dem Zug weiter Richtung Arth-Goldau)

Das Wetter war an diesem Samstag so grandios, dass ich mich spontan um die Mittagszeit noch für eine kleine Tour mit Felskontakt entschied. Dummerweise kam die Entscheidung erst nach dem morgendlichen Joggen, weshalb mir später etwas die Kräfte fehlten. Geplant war eigentlich eine Überschreitung über den kleinen Mythen, die mir aber bei der Nässe heute zu heikel war. Dennoch dank des Traumwetters ein toller Wander-Abend

Tour:
Ich wählte den einfachsten Aufstieg auf den Haggenspitz, nämlich über das steile Geröllfeld zum Griggelisattel. Dafür wählte ich von Brunni aus den Wanderweg Richtung Haggenegg (vom Bus-Parkplatz ein Stück zurück und durch den Ort aufsteigen). Kurze Zeit nach dem Schleppfilt zweigt ein Wanderweg nach links ab in Richtung Zwüschet-Mythen. Dem Weg folgt man bis man direkt unter dem Geröllfeld hinauf zum Griggelisattel steht.

Der Aufstieg zum Griggelisattel (1660 m) ist eine unagenehme Sache. Sehr steil das Ganze und meist auf rutschigem, losen Untergrund: eine richtige Steinwühlerei. Es gibt zwar Wegspuren, aber ich bevorzuge den Aufstieg über die wenigen bewachsenen Stellen, weil der Untergrund da weniger nachgibt. Man steigt eigentlich auf bis man direkt unter der Felswand steht. Dann trifft man auf den Pfad der nach rechts zum Griggeli-Sattel hinaufführt. Ab hier wirds immer wieder recht ausgesetzt, eigentlich bis zum Gipfel.

Vom Griggelisattel folgt man dem Pfad und dem roten Pfeil auf den Haggenspitz. Ungewöhnlicherweise erfolgt der Aufstieg auf den Haggenspitz nicht entlang des Grates, sondern man quert erst einige Zeit auf extrem schmalen und recht ausgesetzten Pfaden in die Wand hinein. Dort finden sich immer wieder Couloirs die man relativ einfach hochkommt, dank einiger Bäume auch geschützt vor zuviel Ausgesetztheit. Die genaue Wegfindung ist aber nicht immer trivial, man achte genau auf die Markierungen - wenns zu steil und ausgesetzt wird, dann hat man sich verfranzt ;) Kurz vor dem Gifpel hats ein zwei schwierigere IIer-Kletterstellen die leicht ausgesetzt sind. Der Blick von oben ist herrlich und zudem ist man hier doch recht oft allein, was in der Mythenregion schon erwähnenswert ist.

Danach zurück zum Griggelisattel. Von dort wollte ich eigentlich weiter auf ausgesetzten Pfaden zum Kleinen Mythen, aber das Vorhaben brach ich bald ab, weil der Pfad extrem nass und schmierig war - im Kopf sah ich mich schon ins Dunkel stürzen. Daher stieg ich wieder das Geröllfeld runter und lief dann dem Wanderweg folgend nach Zwüschet-Mythen, wo ich knapp den Sonnenuntergang verpasste (wieder mal). Danach Abstieg ins Tal mit Stirnlampe nach Schwyz.

Fazit:
Immer wieder schöne, anregende Felskletterei in stabilem und warmen Fels am Haggenspitz. Etwas vom Anspruchsvolleren in meinem bisherigen Repertoir, aber dafür machts auch etwas stolz auf dem Gipfel zu stehn ;) Gerne wieder mal im nächsten Jahr.

Hike partners: Schneemann


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