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Hasenstock 2729m


Published by Sputnik Pro , 18 August 2013, 19h35.

Region: World » Switzerland » Obwalden
Date of the hike:17 August 2013
Mountaineering grading: AD
Climbing grading: III (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Ruch- und Walenstockgruppe   CH-OW   CH-UR 
Time: 8:30
Height gain: 1100 m 3608 ft.
Height loss: 1100 m 3608 ft.
Route:Zirka 12km
Access to start point:Mit der S-Bahn von Luzern nach Wolfenschiessen, dann mit dem Postauto nach Oberrickenbach. Von dort mit der Luftseilbahn auf die Bannalp zur Chrüzhütte.
Access to end point:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Accommodation:Berggasthaus Urnerstaffel mit Massenlager (112 Plätze). Ausser im November immer offen. Telefon 041 628 15 75.
Maps:LKS 1:25000 Engelberg (Nr.1191)

HASENSTOCK - NIX FÜR ANGSTHASEN !

Mein OW-Gipfel Nummer 134.

Ja der Hasenstock ist ein Gipfel den ich nicht im ersten Anlauf erreicht da er deutlich schwieriger ist als es auf der Karte oder Fotos scheint. Im  SAC-Führer "Zentralschweizer Voralpen" steht die Schwierigkeit mit "BG" drin wobei die Schwierigkeiten nicht am Grat, sonden im Aufstieg vom Bergweg in den Sattel zwischen Oberberg und Hasenstocks sein sollten. Dabei ist es gerade umgekehrt denn über Firn, Eis und Geröll erreicht man in maximal T5-Gelände die Scharte relativ einfach. Der Grat schliesslich spregt ganz klar die T-Wanderskala weshalb ein "BG" falsch am Platz ist. Dass der Grat sehr ausgesetzt ist gilt ja nicht als Masstab einer klassifizierung, doch gehen die reine Kletterschwierigkeiten klar über ein "T6" hinaus!

Als erstes Mal wollten wir nach Schneefall im Oktober 2010 bei einem HIKR-Treff den Hasenstock besteigen. Einige des Treffs kamen mit mir mit doch unter der Nordflanke endetet unser Besteigungsversuch in tiefem Neuschnee. Aber das beendetete nicht die gute Laune und wir hatten alle ein feuchtfröhliches HIKR-Treffen 2010. Etwa ein Jahr später versuchteich einen erneuten Besteigungsversuch den ich jedoch nach ⅔ auf dem Westgrat abbrach da mir ein Weitergehen zu heikel erschien und das Selbstsichern sehr viel Zeit benötigte.

"Aller gute Dinge sind Drei" sagt man und so kam es auch. Mit Pascal nahm ich den Hasenstock in Angriff denn die Wetterprognose war auch an diesem Wochenede zu schlecht für eine sichere 4000er Bersteigung. Für eine erfolgeiche Besteigung hatten wir Steigeisen und Klettermaterial dabei und benötigten schliesslich auch das ganze Material. Die Firnfelder waren zwar weich, doch mit Steigeisen deutlich beuemer zu begehen. Am Grat sicherten wir von Beginn weg obwohl es zuerst einfach ist und wir an dieser Stelle einfach gemeinsam gingen. Wir ergänzten uns gut und wechselten die Führung auf dem Grat ab. Die Schlinge welche ich bei meiner Solobesteigung zurück lies fanden wir auch wieder und nach bald 3 Jahren auf den Hasenstockgrat ist sie nun wieder zu Hause! Auf jeden Fall war es eine gelungene Tour und wir hatten es lustig miteinander. Die Besteigung des Hasenstocks ist ein echter Geheimtipp, denn wo kann man im Umfeld der Stadt Luzern eine ziemlich schwierige, kombinierte Hochtour machen die nahezu nie begangen wird!

Tourenbeschreibung: Von der Bergstation Chrüzhütte (1713m) folgt man dem Bergwanderweg hinauf zum Übergang der Bannalper Schonegg (2250m). Nun wandert man auf dem Bergweg weiter in Richtung Rot Grätli bis zu einem Wegweiser unterhalb dem Oberberg Nordgratausläufer P.2441m. Man folgt vom Wegweiser noch etwa 250m dem Bergweg in Richtung Rot Grätli bis man deutlich in die Scharte zwischen Hasenstock und Oberberg hinauf sieht. Man steht nun direkt vor der Nordflanke des Hasenstocks. Über Geröll erreicht man entlang des Oberberg-Nordgrates weglos den Gletscher. Der Gletscher ist durch eine Felsbarriere in zwei Teile getrennt. Man begeht den unteren Teil des Gletschers bis zum oberen Rand wo man nach links auf ein Geröllband hinaus queren kann. Nach etwa 20m steigt man über ein Geröllband zum oberen Gletscherteil auf der meistens mit Firn überzogen ist. Der obere Gletscherteil wird gegen Oben immer steiler und erreicht um die 35°. Er wir oben rechts verlassen und die Lücke wird über steiles Geröll und einfache Felsen erreicht. Der Hasenstock Westgrat begeht umgeht man auf den ersten 25m an dessen Nordseite und erreicht so zuletzt über gut griffige Felsen (II-) die Gratschneide. Das erste Drittel ist nun meistens Gehgelände mit einfachen Kraxelstellen (I). Danach wird der Grat zunehmend ausgesetzter und schwieriger (bis II) zu begehen. Man geht jedoch stets auf der direkt Gratschneide oder benutzt diese als Griff. Nach ⅔ des Grates erreicht man Scharte in die man auf den letzten zwei Schritten überhängend und sehr ausgesetzt absteigen (III) muss. Am besten hängt man auf dem Felskopf oberhalb eine Schlinge ein die auch beim Rückweg hilfreich ist. Ein gutgriffiges weiteres Gratstück (bis II+) leitet nun bis zur letzten Seillänge vor dem Gipfel die sich als messerscharfe Gratkante präsentiert. Die Stelle (III) ist enorm ausgesetzt und der Fels stellenweise etwas brüchig, sie lässt sich aber einigermassen gut absichern. Danach sind die Schwierigkeiten vorbei und man erreicht den höchsten Punkt rasch zu Fuss.

Tourenbericht von Pascal: Hasenstock

Hike partners: Sputnik, Lulubusi


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