Skitouren im Kaukasus


Published by joe , 1 December 2011, 19h57.

Region: World » Russia » Kaukasus
Date of the hike:15 April 1993
Ski grading: AD
Waypoints:
Geo-Tags: RUS 
Time: 17 days
Height gain: 9000 m 29520 ft.
Height loss: 7000 m 22960 ft.

Diese Tour ist schon etwas länger her. Aber da ich gerade meine Dias scanne und ich doch viele gute Ergebnisse beim Scannen erhalte, dachte ich diese Bilder hier zu veröffentlichen. Mein Tagebuch zu dieser Tour habe ich auch wieder gefunden. Hier folgt nun eine kurze Zusammenfassung.

Diese Skitour wurde für Mitglieder der DAV Sektion Oberland organisiert. Eine Trekkingagentur in Moskau hat für uns die Detailorganisation (Inlandsflüge, Hotels, Transfer, Führer, etc.) übernommen.

1. Tag:

Anreise von München nach Moskau. Neben einer Flugzeit von 2.5 Stunden mussten wir die Uhren um 2 Stunden vor stellen. Bustransfer ins Hotel.

2. Tag:

Flug von Moskau nach Mineral'nye Vody    mit anschliessendem vierstündigen Bustransfer nach Prielbrusye.

3. Tag:

Schlechtwetterprogramm: von der Azau Alm mit Lift aufgsteigen. Skitour im Nebel bis etwa "Alter Ausblick".

4. Tag:

Siehe 3. Tag.

5. Tag:

Stadtbesichtigung (im Regen).

6. Tag:

Skitour im Nebel auf den Mount Ceget (3404 m, ZS). Etwa 1400 Höhenmeter.

7. Tag:

Skitour (ausnahmsweise im Nebel) zum Gumachi Pass (3540 m, S). Etwa 1200 Höhenmeter.

8. Tag:

Wetterbesserung bzw. Kaiserwetter. Transfer nach Ullutau.

9. Tag:

Besteigung des Mount Mestia (4058 m; 7 h). Keine weiteren Details vorhanden. Ich habe zwei Dinge in sehr guter Erinnerung: a) der Berg liegt in Georgien und b) ein Traumtag bei Traumschnee.

10. Tag:

Besteigung des Mount Gumachi (3805 m) über den Gumachi Pass. Dauer: 9 Stunden.

11. Tag:

(Wohlverdienter) Ruhetag.

12. Tag:

Von Azau mit der Gondel auf etwa 3500 Meter gefahren. Im Nebel die Prijut Hütte (4200 m) gelaufen. Diese Hütte befindet sich oberhalb der Bocki. Nach einer Pause am Nachmittag eine kleine Erkundungstour zum Pastuchow Felsen (4700 m) unternommen. Das Wetter klart deutlich auf.

Die Hütte ist leider abgebrannt und wird wieder aufgebaut bzw. sollte in der Zwischenzeit fertig sein.

13. Tag:

Kurz vor 6 Uhr früh gehen wir los. Nebel, stürmischer Wind und teilweise blankes Eis erwartet uns. Ab dem Pastuchow Felsen  wird das Weitergehen für mich immer mühsamer. Später breche ich den Aufstieg mit drei anderen Leidensgenossen ab. Am Schluss werden nur Vier den Gipfel bei sehr stürmischen und nebeligen Verhältnisssen erreichen. Wie sich später herausstellte, leide ich an einem Lungenödem.

14. Tag: 

Mich erwartet eine etwa 2000-Höhenmeter-Abfahrt nach Azau. Diese Abfahrt bei wieder schönem Wetter entschädigt für einiges.

15. Tag:

Rückflug nach Moskau.

16. Tag:

Stadtbesichtigung von Moskau.

17. Tag:

Rückreise.


Fazit:

Für mich war es sehr wichtig zu erfahren, dass eine angemessene Akklimation sehr wichtig ist. Dass neben der (vorhandenen) Kondition auch etwas Glück notwendig ist, lernte ich erst mit den Jahren. Einen persönlichen Erfolg erzielte ich im Jahre 1999 bei der Besteigung des Huayna Potosi (Bolivien).

Meine hohen Bergtouren möchte ich in Zukunft (ab 2011) nur noch mit Skiern unternehmen. Der gleichmässige Aufstiegsrhythmus lässt den Stress abfallen.

Wer einmal die Zeit und Möglichkeit besitzt sollte einmal einen 5000er mit Skiern besteigen.


Hike partners: joe


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