Auf den Spuren der Erstbesteiger der Aiguille de Bionnassay


Published by Legfoehre , 30 June 2019, 18h55.

Region: World » France » Haute-Savoie » Massif du Mont Blanc
Date of the hike:27 July 2020
Climbing grading: III (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: F 
Time: 2 days
Height gain: 1804 m 5917 ft.
Height loss: 1804 m 5917 ft.

Als ich 1991 den Mont Blanc auf dem Normalweg bestieg, fiel mir der gewaltige Tricot-Grat auf, der von der Aiguille de Bionnassay nach Westen hinunterzieht und dabei rund 2000 Höhenmeter überwindet. Später erfuhr ich, dass dieser die Route der Erstbesteiger ist, aber kaum noch begangen wird. Ein Traum begann sich in meinem Kopf zu formen...

Auch wenn ich bisher nur einen Teil des Grats bewältigt habe, komme ich doch immerhin dazu, zum ersten Mal auf hikr eine Tour zu beschreiben, die hier noch nicht publiziert wurde.

Route:

Vom Parkplatz ein kurzes Stück die Straße zurück, dann links zwischen den Höfen hindurch bis ein Schild den Weg zum Col de Tricot weist. Diesem folgend über eine Brücke auf die andere Talseite, dann bald steil hinauf an einem Wasserfall vorbei zum Weg, der von Bellevue heraufkommt. Nun rechts bald weniger steil über Wiesen zum Col de Tricot. Dort links auf deutlichem Steig die Flanke hinauf zu einem Absatz. Weiter auf dem jetzt deutlich erkennbaren Grat, zunehmend weglos und felsiger werdend zur Pointe Inférieure. In mehrfachem Ab und Auf hinüber zur Pointe Centrale. Dann weiter auf dem immer stärker zerklüfteten Grat zur Pointe Supérieure.

Ich biwakierte im Gipfelbereich und stieg am nächsten Tag ein kurzes Stück auf der gleichen Route ab. Dann in der ersten tieferen Scharte links durch eine Schuttrinne hinab und weiter über Geröll bis das Gelände wandartig abbricht. Die Wandstufe rechtshaltend leicht absteigend gequert. Anschließend über ein steiles, aber schmales Schneefeld und wieder abwärts auf Geröll zum Hüttenweg des Refuge de Plan Glacier. Auf diesem zum Col de Tricot und weiter wie Aufstieg.

Die Tour war insgesamt eine grandiose Erfahrung. Sie ist aber nichts für "Normalverbraucher": Das Gestein ist sehr brüchig, es gibt kein Wasser, und Haken o.ä. habe ich auch nirgends gesehen. Bei der Routenwahl ist man wie ein Erstbesteiger auf seinen Instinkt angewiesen...


Hike partners: Legfoehre


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