Bernia Westgipfel Überschreitung im Uhrzeigersinn


Published by hikemania , 7 March 2019, 19h52.

Region: World » Spanien » Valencia » Alicante
Date of the hike:25 February 2019
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: E 
Time: 5:15
Height gain: 700 m 2296 ft.
Height loss: 700 m 2296 ft.
Access to start point:ab Benissa Richtung Serra de Bernia, Parken an den Casas de Bernia

Die Überschreitung des Bernia-Westgipfels ist eine wettersichere und abwechslungsreiche alpine Kraxelei, welche völlig unberechticht in keinem deutschschprachigen Wanderführer auftaucht.

Vor zwei Jahren ist mir bei der Überschreitung der Bernia die Fülle an Turnschuhwanderern, im wahrsten Sinne des Wortes, am Aufstieg von der Scharte vor dem Westgipfel aufgefallen.

Tatsächlich sind alle Westgipfelanstiege deutlich weniger ausgesetzt, als die Bänder vor dem Ostgipfel (welcher z.B. im Rother aufgeführt ist).

Da ich bei meinem letzten Besuch an den Casas de Bernia die wohl sehr gute Paella knapp verpasst hatte, wollten wir spätestens 15:00 Uhr bei der Hütte sein, um noch Essen zu bekommen.

Wir starteten entsprechend 09:30 an der verrammelten Casas de Bernia auf einem leeren Parkplatz. An der südseitigen Hüttenseite befestigten wir einen Zettel mit unserem Paellawunsch und einer Ankunftszeit zwischen 14:00 und 15:00 Uhr.

Zunächst also nun in einem Linksbogen Richtung Fuente de Bernia. Auf halber Strecke zum Brunnen zweigt in einer Rechtskurve ein deutlich erkennbarer Pfad ab. Dieser soll auf der Nordseite zum Portixol führen. Markiert ist der Weg nicht. Dafür hätte man im Sommer die Chance den Aufstieg im Schatten zu machen, abkürzen könnte man die Tour dadurch auch.

Da wir möglichst die Südseite nutzen wollten, gingen wir vom Brunnen schräg rechts rauf in Richtung Fels. Am Tunneleingang - Forat de Bernia- Tunel war es noch recht frisch, nach der Durchquerung des Watschelgangs kam auf der Südseite schon Hochsommerfeeling auf.

Am Tunnelausgang kann man auch Richtung Osten absteigen, oder wir wir Richtung Fort de Bernia nach rechts abzweigen.
Nach 20 bis 30 min taucht ein Abzweig auf, für den zusätzlich Aufstiegsabstecher gibts Felsmalerei mit Sonne, Meer und Leuten.
Mit der Zeit taucht rechts ein Schutthang auf und der Fels legt sich sichtbar zurück, sodass der Portixol genannte Zahn auf der Scharte sichtbar wird.

Der Abzweig im Schuttgelände ist anfangs ab und an weiß-gelb markiert, ein Schild gibt es aber nicht. Da es mehrere Schuttanstiege gibt, kann man anfangs eine gut gangbare Variante nehmen.

Nach sicher 200 hm gelangt man an der Scharte an, zur Nordseite konnten wir den nun gut gefüllten Parkplatz an der Casas de Bernia sehen. Auf der Wanderung war uns bisher niemand begegnet. Der Weiterweg führt rotpunktmarkiert links durch eine Scharte (Klettergelände I-II) über einige Vorgipfel zum Gipfel der Sierra de Bernia.

Das Klettern selbst ist wenig ausgesetzt an Henkeln und großen Kanten und balanciert rauflaufen (für mich Klettergelände im I. Grad) trauen sich hier nur noch wenige zu, da die Kletterlänge eher mehr als 15m am Stück hat.
Für uns war es nach gut 2 Stunden gehen eine schöne Abwechslung, einmal ordentlich zu kraxeln. Eine sehr abgespeckte kettenversicherte Traverse und ein paar Abstiege und Gegenanstiege später erreichten wir den Gipfel, bei mäßiger Sicht.
So zogen wir weiter Richtung Fort de Bernia.
Der PFad ist durchgehend gut erkennbar. An einem Felsengang sollte man darauf achten bei einer roten Markierung linkshaltend abzusteigen. Mittlerweile sind im Abstieg zum Fort zwei Stellen seilversichert und eine kettengesichert. Durch einen von oben und unten nicht erkennbaren Weg kamen wir schließlich nach leichter Kraxelei an die Schuttrampe der Bernia Richtung Südwest. Wer hier Stecken dabei hat, ist klar im Vorteil. Der Weg endet in einem Macchiafeld beim alten Fort.

Folgt man dem Weg durch das Fort gibt es nun zwei Varianten, auf den Wanderweg um den westseitigen Gipfelaufbau zu erreichen. Links auf einem Pfad hinab oder rechts am Grat haltend kraxelnd oder umgehend zu einer Kreuzung. Der Nebengipfelanstieg verläuft sich schon nach 100m, daher ist der Weiterweg rechtshaltend klar erkennbar, auf einem guten Pfad im Wesentlichen leicht abfallend geht es mit einer Abkürzmöglichkeit zurück zur Casas de Bernia, wo ein Tisch in der Sonne wartete und eine Paella vom Feinsten (zu 16 EUR für 2 Personen). Neben uns waren diverse Auflügler und einige Bergbewohner von der Partie. Jeden Donnerstag spielt live Musik.

Super Tour - super Belohnung!

Hike partners: hikemania


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