Wandern an der Ligurischen Küste - Von Cervo zum Colle Mea 383 m.s.l.m.


Publiziert von alpstein Pro , 7. Dezember 2008 um 19:20.

Region: Welt » Italien » Ligurien
Tour Datum:24 September 2006
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 383 m
Abstieg: 383 m
Strecke:Cervo - Parco Ciappa - Colle di Cervo - Colle Mea
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bodensee - Zürich - Bern - Aosta - Allesandria -Genua - Cervo Ligure
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Cervo Ligure - Genua - Mailand - San Bernardino - Chur - Bodensee
Unterkunftmöglichkeiten:Camping del Mare

Kaum sechs Fahrstunden vom Bodensee entfernt liegt die ligurische Küste. Es ist immer wieder ein erhebender Moment, wenn man nach dem Durchqueren der Po-Ebene und des piemontesischen Hügellandes durch den Tunnel kommt und dann von der Autobahn weit unten das Mittelmeer erblickt. Am Meer angekommen haben wir dann noch etwa eine Fahrstunde Richtung französische Grenze, bis wir am Ziel der Reise, nämlich in Cervo Ligure an der Riviera di Ponente angekommen sind.


Der an einem Hang über dem Meer liegende Ort ist eine Augenweide. Enge und teilweise steile Gassen führen zu einer Kirche, die von Korallenfischern vor Jahrhunderten erbaut wurde.  Die Aussicht vom Kirchplatz auf die Dächer und das Meer runter ist grandios und immer wieder ergreifend. Obwohl wir schon ein paar Mal dort waren, entdecken wir immer wieder neue Gassen und Plätze.


Meterhohe Gummibäume an den geschützten Fassaden zeugen von dem milden Klima. Kleine Läden mit Kunsthandwerk, wenige Gaststätten und ein paar Galerien gibt es. Die Häuser in den verwinkelten Gassen werden nach und nach saniert. Aber ansonsten  meint man, dass die Zeit in diesem Ort stehen geblieben zu sein scheint. Kein Lärm, keine Hektik und Stress. Wer den Rummel mit Disco, Kneipen usw. sucht, der ist hier fehl am Platz.

Wie immer sind wir in der kleinen, aber feinen Camping- und Bungalow-Anlage Camping del Mare untergebracht, die bei schweizer und deutschen Touristen sehr beliebt ist. Die Bungalows und Mobilheime sind mit allem Komfort ausgestattet. 

Da die Ausläufer der ligurischen Alpen  bis an das Meer reichen, findet man hier nicht die Sandstrände wie in der Toskana oder an der Adria vor. Dafür hat es kleine Buchten. Den Naturstrand vor der Campinganlage hat man im Frühjahr und Herbst fast für sich allein. Durch die geschützte Lage und das milde Klima kann man hier am Strand ein Sonnenbad nehmen, wenn auch die Wassertemperaturen noch nicht zum Baden einladen.

Nicht nur das Meer ist aber an der ligurischen Küste interessant. Was die Gegend so faszinierend macht ist das Hinterland, mit alten Dörfern, den Eichenwäldern, wo man kilometerweit fahren kann, ohne einem Fahrzeug zu begegnen und den Bergen, die kaum eine Fahrstunde vom Meer entfernt bis auf  2000 m und höher hinauf reichen. Die kulinarischen Genüsse in den Trattorien im Hinterland mit landestypischem Essen sind auch nicht zu verachten.  
      

Um zu wandern brauchen wir aber gar nicht mit dem Auto zu fahren. Mit einer Wanderkarte aus dem Touristikbüro versorgt machen wir uns zu Fuß auf den Weg, erst dem Strand entlang und dann hoch zur Kirche und dann hinein in die Olivenhaine oberhalb des Ortes.

Der Duft der Gräser und Sträucher ist sehr intensiv. Mit jedem Schritt den wir höher steigen, gewinnt man an Aussicht, die Vegetation verändert sich und bald einmal sind wir nach ca. 1 ½ Stunden an einem Wegweiser auf fast 400 m über dem Meer angekommen. Hier genießen wir erst einmal das Panorama. Weit unter uns der Ort CervoVon diesem Punkt hat man die Möglichkeit auf der Kuppe bis auf den Pizzo d' Evigno (989 m) weiterzulaufen. Wir machen aber kehrt und wandern über ein kleines Sträßchen durch ein Tal zum Ausgangspunkt am Meer zurück. 


Wichtig ist es bei der Wanderung genügend Wasser dabei zu haben. Etwas Orientierungsvermögen ist auch von Nöten, da die Beschilderung sehr lückenhaft ist.


Besonders interessant ist die Gegend auch für Radfahrer, die auf einsamen Gebirgsstraßen bis auf 1500 m hochfahren können.


Tourengänger: alpstein

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