Monte Gronlait (2383m), Cima Hoabonti (2334m), Monte Cola (2262m), Fleimstaler Alpen


Publiziert von Tef Pro , 26. November 2008 um 23:08.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:23 November 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Malga alle Pozze -Rifugio Serot - Col del Chelder - Monte Cola - Cima Hoabonti - Monte Gronlait - Rifugio serot - Malga alle Pozze
Zufahrt zum Ausgangspunkt:vom der Valsugana Straße nach Roncegno abbiegen, ab hier ist das Rifugio Serot/ Malga alle Pozze ausgeschildert und auf guter Straße erreichbar
Kartennummer:Kompass Nr. 621

Das Valsugana ist ein landschaftlich sehr schönes Tal, das die Fleimstaler Alpen im Norden von den Vicentiner Alpen im Süden trennt. Es beginnt am Lago di Caldanazzo und folgt dem Flußlauf der Brenta, ehe diese bei Bassano di Grappa die Alpen verläßt.
Zentrum des mittleren Tales ist das Städchen Borgo mit einem schönen mittelalterlichen Kern. Vom nahen Roncegno Therme führt eine gute Straße bis hinauf zur Malga alle Pozze auf 1440 Meter Höhe.
Von hier bieten sich wunderbare, aussichtsreiche Touren an. Letzte, lichte Lärchenwälder hat man bald hinter sich, dass weitläufige Wiesengelände mit einigen Almen und Hütten ist meist einfach zu begehen, so dass man sich voll auf das Schauen konzentrieren kann.
Wir haben uns für heute eine wunderschöne Rundtour über 4 Gipfel ausgesucht, die man beliebig erweitern oder verkürzen kann. Außer einer zwar kurzen, aber bei Schnee recht anspruchsvollen und ausgesetzten Stelle zwischen Hoabonti und Passo la Portella ist die Tour recht einfach und ziemlich lawinensicher.
Die teilweise recht seltsam klingenden Namen sind übrigens auf eine Italienisierung ursprünglich deutscher Namensgebung zurückzuführen, da das Gebiet einst von Tirolern besiedelt wurde. Auf der Nordseite dieser Gipfel gibt es im Fersental selbst heute noch kleine deusche Sprachinseln.
Wir starteten bei eisigen Temperaturen und strahlend blauem Himmel von der Malga alle Pozze über vom gestrigen Tag mit wenigen Zentimeter Neuschnee überzuckerten Wiesen empor zum schön gelegenen Rifugio Serot (1560m). Wir ließen es aber zunächst rechts liegen und folgtem weiter den Markierungen, die Richtung Nordosten leicht ansteigend emporführten. Dabei wurden die Lärchen mit der Zeit immer weniger.
Beim Lago delle Carezze (der unterm Schnee nur noch mit Mühe auszumachen war) kamen wir zu einer Verzweigung. Wir hielten uns links und kamen auf eine ebene Fäche. Nach Osten sieht man schön hinüber zur Cima d'Asta.
Der Schnee lag hier schon etwas höher und die Wanderer, deren Spuren wir gefolgt waren, hatten hier ihre Schneeschuhe angelegt, doch es ging auch ganz gut ohne.
Wir folgten weiter den Spuren, die nun den Wanderweg, der um den vor uns liegenden Bergrücken herumführt, verließen und sich nach Westen wandten. Über eine Rippe ging es steil aufwärts, bis es bei einer Senke wieder abflachte. Die Schneeschuhgänger waren hier wieder nach Norden abgedreht, um auf den Ostgrat unseres 1.Gipfel zu gelangen.
Wir steuerten jedoch direkt auf den Südhang zu, und zwar deswegen, weil dieser fast aper war. Ohne größere Probleme erreichten wir so das kleine Gipfelkreuz des Col del Chelder(2162m).
Eigentlich ist dies nur der Eckpunkt eines langezogenen Bergrückens, dem wir nun Richtung Nordwesten zum Monte Cola mit Kreuz und Gipfelbuch folgten. Bereits hier bot sich eine famose Rundumsicht bei einer unglaublichen Fernsicht, wie man sie nur an eisigen, klaren Wintertagen erleben kann.
Nach kurzer Rast folgten wir im leichten auf und Ab dem Bergrücken, der im weiten Bogen von Nordwest nach Südwest schwenkt, bevor es wieder Richtung Nordwesten zum 3. Gipfel hochgeht, der Cima Hoabonti, diesmal ohne Kreuz.
Der Weiterweg führt in die steile Flanke des Berges und ist bei trockenen Verhältnissen einfach zu begehen. Liegt jedoch Schnee, geht man das erste Stück besser direkt am Grat. Dieser ist recht schmal und bricht nordseitig senkrecht ab.
Bald jedoch wird es wieder einfacher und über den Westrücken geht es hinab zum Passo la Portella (2152m). Steil, aber unschwieirg geht es auf der anderen Seite den Ostrücken des Monte Gronlait hoch zum Gipfelkreuz. Nun schaut man auch ungehindert nach Westen zur Brentagruppe, Adamello und Ortler, im Süden sieht man außer dem Appenin auch die Adria, über der sich Quellwolken türmen. Trotz Temperaturen von unter -15° genießen wir die Aussicht, nur meine Finger frieren (zusammen mit der Kamera) beim Fotografieren langsam ein.
Schließlich steigen wir wieder zurück zum Passo la Portella und von hier nach Süden das Tal hinaus. Der Weg wechselt auf die linke Seite und erreicht bald wieder die Lärchenwiesen. Bei einer Verzweigung bleiben wir links und folgen der Almstraße in einem weiten Bogen, ehe im Wald ein Pfad nach links abbiegt.
Der bringt uns hinab zur Malga Fravort, wo wir wieder der Almstraße folgen und nach einer kleinen Kuppe beim Rifugio Serot landen. Die gmiadliche Stubn ist sehr klein, leider auch unser Bargeldbestand. Trotzdem reicht es für 2 Bierchen und von den netten Wirtsleuten bekamen wir dann noch einen superleckeren Zimtpunsch geschenkt.
So beschwingt war das letzte Stückchen Weg hinab zum Parkplatz kein Problem mehr.

Tourengänger: Tef

Galerie


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