Barglen & Hanghorn


Publiziert von D!nu , 16. September 2014 um 21:23.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:16 September 2014
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: Östliche Melchtaler Alpen   CH-OW   CH-NW   Westliche Melchtaler Alpen 
Zeitbedarf: 7:00

Am Barglen bin ich bereits schon mal mit den Tourenskis gescheitert. Der Felsbruch nach dem Gross Hohmad ist nämlich im Winter eine beinahe unüberwindbare Barriere. Darum habe ich mir für den Sommer genau diese Tour hier vorgenommen. Nämlich den Grat zwischen Melchsee-Frutt bis zum Barglen zu beschreiten und als Krönung der Tour noch den Gipfel des Hanghorns zu holen. Denn auch das Hanghorn ist im Winter eher ein riskantes Vorhaben. So behalte ich mir den Rotsandnollen für ein schönes Skitüürli im nächsten Winter auf der Pendenzenliste. Dieser würde sich ebenfalls als Abschluss der Tour anbieten.

Mit der ersten Gondelbahn fahre ich hoch in die Frutt und spaziere zuerst gemütlich zum Lift hinüber, welcher mich zum Melchsee hinunter führt. Unten angekommen biege ich direkt in den Zugangsweg zum Klettergarten Boni auf. Der Weg führt der langen Bonistock Felswand entlang bis zum Fruttli Klettersteig. Bei diesem montiere ich die Ausrüstung und klettere den Klettersteig hoch zum Bonistock Restaurant, bei welchem ich mein Morgenessen geniesse.

Nach der gemütlichen Pause mit feinem Schoggigipfel und Kaffee schlendere ich dem Grat entlang auf den Hohmad. Letzten Winter hat er nicht viel anderst ausgesehen, es hatte auch im Winter viel Gras ;-) Vom Hohmad hat man bereits eine schöne Aussicht wenn man zurück blickt. Der Weg ist jedoch noch lang und der Tag kurz, also mache ich mich weiter auf den Weg. Doch..oh Schreck, auf dem Hohmad liegt neuerdings ein grosses Skelett, vermutlich ein Schaf? Die Wolle liegt rundherum.

Nach dem Hohmad fängt das kraxeln an. Das Türmli ist gut zu umgehen, doch beim Grat gibt es keine Alternative! Die Natur hat hier ihr bestes gegeben ;-) Der Weg führt nach dem Gratstück hinauf, seitlich am kleinen Hohmad vorbei. Vielerorts ist mit Stahlseilen der Weg gesichert, dies kann sehr hilfreich sein, sofern der Stein noch Nass ist von der Schneeschmelze. Aber auch jetzt gibt dieses eine zusätzliche Sicherheit. Nach diversen kraxeleien bin ich nun bei der Barglenchäle angekommen. Hier führt nördlich ein wirklich unriskanter Weg nordwärts vom Barglen herunter. Ein riesiges Geröllfeld. Wenn man es abenteuerlicher mag kann man sich hier auf der Südseite abseilen um dann zum Trüebsee abzusteigen oder zum Rotsandnollen aufzusteigen. Ich gehe erstmal auf einen Besuch zum Barglen selber und mach dort eine stündige Pause um die Aussicht und das Wetter zu geniessen.

Nach der Pause marschiere ich zurück zur Barglenchäle und steige das Geröllfeld hinunter. Es beginnt ein mühsames Gelände, kein Stein bleibt auf dem anderen. So bin ich froh unten im Tal angekommen zu sein und halte Schnurrstraks auf das Hanghorn zu. Auf dem Weg pfeiffen mir Murmeltiere zu und ich sehe viele Gamsen. Der Weg auf das Hanghorn ist einfacher als ich angenommen habe. Bei der recherche sah ich oft einen schmalen Gipfelgrat, doch dieser Teil schmückt lediglich die letzten paar Meter. Leider bricht das Wetter um und ich habe vom Gipfelpanorama nicht allzuviel. Doch beim Absteigen erblicke ich Steinböcke, welche sich am Huetstock wohlfühlen.

Die Rückkehr in die Stöckalp war alles andere als Erholung. Der Wanderweg ist eher ein Kuhpfad und ab der Heufrutt geht es mehr als weniger "grädi abe", die Knie schlottern jetzt noch - schon nur vom dran denken ;-)

Tourengänger: D!nu


Galerie


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