Hermann-von-Barth-Hütte von Elbigenalp; Klettertouren Wolfebnerspitze


Publiziert von goppa , 16. Juli 2008 um 23:09.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:10 Juli 2008
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1393 m
Strecke:Elbigenalp - H.v.B.Hütte - Wolfebnerspitze
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Tiroler Lechtal, großer Gratis-Parkplatz neben der Schnitzschule in Elbigenalp
Unterkunftmöglichkeiten:Hermann von Barth Hütte, besonders hinweisen möchte ich auf die Gallerie der Hütten-Webseite, Topos zu den Kletterrouten im Kletterführer von Freudig. http://www.hermann-von-barth.at/
Kartennummer:Alpenvereins-Karte 2/2 Allgäuer Alpen Ost; fb WK351

Donnerstag Morgen - mit drei Autos fahren wir um 08:00 Uhr ab ins Tiroler Lechtal. Über Arlberg-Flexenpaß, Lech, Warth nach Elbigenalp, wo wir beim großen Parkplatz bei der Schnitzschule die PKW abstellen. Die Ausrüstung für unsere Bergrettungs-Ausbildungstage führen wir mit dem Landrover bis oberhalb der Hütten-Materialseilbahn auf cirka 1500m.
Von Elbigenalp führt nordseitig eine steile Schotterstraße durch den schattigen Wald empor. Auf 1412m erreichen wir die Jausenstation Kasermandl, bald danach wandert man bei der Materialseilbahn-Talstation der DAV-Hütte vorbei. Über der Waldgrenze empfangen uns blühende Alpwiesen, Storchschnabel, gelber Enzian, Türkenbund-Lilien... der Steig führt vorbei an rauschendem Wasser und Magerwiesenkuppen voll blauem Enzian. Wir sind schon über 2000m, als die die auf 2131m gelegene Hermann von Barth-Hütte, umrahmt von den Kletterbergen (Wolfebnerspitze, Plattenwand, Hanswurstspitz ...) vor uns auftaucht.
Wir quartieren uns im Winterraum im Nebengebäude ein, wo auch ein Boulderraum und die Notlager sind. Anschließend geht es hoch zu den nahen Kletterwänden. Je nach Können und persönlicher Vorliebe werden die Touren von III bis VII ausgewählt. Wir haben den ausgezeichneten Kletterführer von Toni Freudig mit den Topos der Routen dabei.
Um 13:30 Uhr brechen wir auf. Ein kurzer Anstieg durch das Schotterkar zur Wolfebnerschulter. Die Kletterpartien teilen sich bereits unterhalb auf und suchen ihre Einstiegsroute. Die Seniorengruppe steigt auf die Wolfebnerspitze 2432m, eine III-er Stelle erfordert sicheres Steigen, hinten ginge es tief runter. Bald sitzen wir auf dem Gipfel, wo später auch die anderen, die über die Plattenwand hochgeklettert sind, dem Gipfelkreuz einen Besuch abstatten.
Nach dem Abstieg beginnt am Felsfuß der heutige Übungsteil, Verankerungsbau. Die einzelnen Gruppen nützen alle Möglichkeiten, Sanduhren, Köpfle, Knotenschlinge, Klemmhaken und Friends um sichere Ausgleichs- und Reihenverankerungen zu bauen. Sogar ein Haken wird in den Fels getrieben bis er singt!
Nach dem reichlichen und guten Abendessen stellen wir fest, der Haken war nicht der einzige der singt. Auch Hüttenwirt Harald hat mit seiner Knopfharmonika ein tolles Repertoire auf Lager und die Stimmung ist toll, als wir uns nach 23:00 (Hüttenruhe) in unser Nebengebäude zurückziehen. Natürlich ist noch nicht an Schlaf zu denken, so manche Flasche roten Rebensafts muß beim mitternächtlichen Gourmet-Buffet im Winterraum dran glauben.



Tourengänger: goppa

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