Piz Bernina – Bellavista


Publiziert von Delta Pro , 30. Juni 2008 um 11:00.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Berninagebiet
Tour Datum:23 Juli 1998
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   I   Bernina-Gruppe   Palü-Gruppe   Piz Bernina 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 1050 m

Mein erster 4000er und eine wunderschöne Hochtour

 

Die Besteigung des Piz Bernina hat auf Hikr schon verschiedenste Beschreibungen erfahren. Der höchste Berg Graubündens ist zweifellos eine sehr schöne und lohnende Hochtour, jedoch darf auch der Normalaufstieg von der Marco e Rosa Hütte nicht unterschätzt werden. Ich persönlich schätze den Aufstieg über den Bianco-Grat nur als leicht schwieriger ein. Von der Marco e Rosa Hütte ist der Bernina jedoch kaum eine Ganztages-Tour. Ein anschliessender Abstecher auf die Bellavista vom Bellavista-Plateau aus ist durchaus in Erwägung zu ziehen, falls noch genug Zeit und Kraft vorhanden ist.

 

Von der Marco e Rosa Hütte muss man rund 2 Stunden bis auf den Gipfel des Piz Bernina einplanen. Man kann deshalb mit dem Sonnenaufgang dort starten. Je nach Verhältnissen können die meisten Schwierigkeiten gut umgangen werden. Bei gutem Trittfirn umgeht man die beiden felsigen Grataufschwünge gegen rechts. Sonst können diese auch erklettert werden (II, Haken, Abseilstellen für den Abstieg). Den Spadla-Grat, der äusserst ausgesetzt ist und absolute Schwindelfreiheit voraussetzt, kann man bei gutem Schnee ebenfalls vollständig durch die Flanke umgehen. Dabei traversiert man auf dem Plateau unter dem Bergschrund nach rechts und steigt dann direkt hoch zu den Gipfelfelsen (ca. 45° auf 70 Höhenmetern). Ob diese Variante mit dem Gletscherrückzug noch praktikabel ist, weiss ich nicht.

 

Vom Bellavista-Plateau (Achtung, einige tiefe Längsspalten!) haben wir die Bellavista direkt über das kleine Nordwändchen angepackt. Über zwei Seillängen in hartem Firn (ca. 50-55°) zum Gipfelgrat ungefähr in der Mitte zwischen Mittelgipfel und Hauptgipfel. Der Grat kann hier je nach Verhältnissen unterschiedlich schwierig sein! Abstieg über den Ostgipfel und den Nordgrat von diesem (schöner Firngrat, recht steil) zur Fortezza und über diese bergab. Abseilstellen sind eingerichtet in der Fortezza. Es ist aber – vor allem bei viel Verkehrsaufkommen – vorteilhaft und schneller, wenn man zu Fuss absteigt.


Tourengänger: Delta

Galerie


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