Allalinhorn (4027 m) auf Normalweg


Publiziert von ju_wi , 19. Mai 2008 um 23:05.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 5 August 2003
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 600 m
Unterkunftmöglichkeiten:Brittaniahütte

Das Allalinhorn unser ERSTER 4-TAUSENDER. Es war für uns eine wunderschöne Tour bei herrlichem Wetter im Jahrhundertsommer 2003. Wir hatten eine geführte 4-Tausenderwoche mit Bergführern gewagt und das Allalinhorn war unser Auftakt zu 3 erfolgreichen Touren. Es folgten im Tagesrhythmus noch Weissmies und Breithorn. Wie empfohlen waren wir schon 2 Tage zuvor in die Britanniahütte angereist und hatten uns ein wenig an die Höhe akklimatisiert. Dennoch sollte ich erste Höhensymptome (Kopfschmerzen) spüren, die sich auch bei den beiden kommenden Bergen die folgenden Tage wiederholten. Allerdings waren diese erträglich und kamen eher nach Gipfelerfolg beim Abstieg.

Jedenfalls brachen wir früh morgens gegen 5 Uhr noch im Dunkeln von der Britanniahütte auf, die zu der Zeit - bestes Wetter - recht überlaufen war und von der wir nach 3 Übernachtungen nun auch die Nase richtig voll hatten. Am Spätnachmittag zuvor hatten wir die erste Einweisung in den Umgang mit den nagelneu gekauften Steigeisen bekommen. Frühmorgens beim Weg zum Mittelallalin hatte ich das Gefühl, dass wir genau diese brauchen könnten, denn der Weg war schon verdammt rutschig. Aber unsere Bergführer nahmen das sehr locker und schlitterten mit uns Richtung Mittelallalin.

Ich weiss es gar nicht mehr genau, ob wir ein Stück mit der Bahn bergauf fuhren, oder direkt zum Mittel-Allalin gegangen sind. Jedenfalls passierten wir die Bergstation und legten vor dieser auf raupengespurtem Gelände unsere Steigeisen an. Es waren inzwischen so gegen 6:30 Uhr und der Schnee war zwar noch hart gefroren, aber hier auf 3400 m waren es sicher schon an die 20 Grad Celsius. Unsere Führer warnten uns mit Recht vor der Sonnenintensität hier oben - und so brachen wir gut eingecremed und gespannt bis unter die Haarspitzen zu unserem ersten 4-Tausender auf.

Ich erinnere mich beim Gang Richtung erster Schulter - so auf halber Höhe, dass wir einen Lawinenabgang am Alphubel hörten. Schliesslich machten wir an der Schulter Pause und genossen den Blick Richtung Monte Rosa, Breit- und Matterhorn. Auch die Mischabelgruppe mit dem allesüberragenden Dom glänzte uns im Morgenlicht an. Herrlich!

Beim Übergang Richtung Gipfel mussten wir eine Spalte überqueren - unsere erste. Es war schon ein komisches Gefühl - danach ging es dann etwas steiler Richtung Gipfel. In der Höhe machte mir die Anstrengung schon zu schaffen. Am Gipfel war ich ganz schön kaputt - im Gegensatz zu Margit, die das sehr locker nahm.

So standen wir tatsächlich auf unserem ersten Viertausender - wir hatten vorab schon mächtig Respekt gehabt...

Tourengänger: ju_wi

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