Bei unklarer Wetterlage auf die Alpspitze-mit unfairen Mitteln


Publiziert von trainman , 20. Mai 2013 um 19:35.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Wetterstein-Gebirge
Tour Datum:12 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 600 m
Strecke:Kreuzeck-Schöngänge-Bernadeinspitze-Alpspitze-Osterfelderkopf
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW zur Kreuzeckbahn Talstation
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe oben
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels und Gasthöfe in Garmisch-Partenkirchen und Umgebung
Kartennummer:Kompass-Wetterstein

Eine Gipfelbesteigung mit Seilbahnhilfe hat für mich immer einen faden Nachgeschmack, vor allem bei Bergen, die keine schwere Ausrüstung erfordern. Die schöngeformte mächtige Alpspitze über Garmisch ist so ein Fall. Die gut gepflegten Steige verlangen außer festen Schuhen und Schwindelfreiheit keine besonderen Kletterkünste und der Weg vom Tal zum Gipfel ist auch nicht übermässig weit. Trotzdem benutzen die meisten Besucher eine der beiden Bergbahnen. Mit der Kreuzeckbahn werden 1000Hm weggekauft, mit der Osterfelderbahn gar 1300Hm. Aber wenn der Spezi Konditionsprobleme hat und die Wettervorhersage für den Nachmittag auch noch schlecht ist, muss man ausnahmsweise in den sauren Apfel beissen...
Start an der Bergstation der Kreuzeckbahn auf breiter Strasse Richtung Osterfelderkopf. Auf 1840m verlässt man diese Forststrasse und hält direkt auf den Berg zu. Man erreicht bald felsiges Gelände, durch das ein schmaler Pfad hinaufführt. Bald  beginnt die Steiganlage über die "Schöngänge" mit Seilversicherungen und Eisenbügeln(kein richtiger Klettersteig).An deren Ende ist man nach wenigen Schritten auf der Alpspitzschulter. Von hier kann man noch schnell "en passant" die Bernadeinspitze mitnehmen, dieser von unten respektabel erscheinende Gipfel lässt sich leicht über eine flache Wiese ersteigen. Anschliessend Aufstieg zum Ostgrat und auf ihm bequem mit wenigen leicht ausgesetzten Passagen immerhin noch 500Hm zum Gipfel. Der interessante Tiefblick bis weit ins Alpenvorland wurde immer wieder durch Wolkenfetzen gestört, was nach dem Wetterbericht auch nicht anders zu erwarten war. Wenigstens blieb es trocken bis zum Abend.
Abstieg dann durch das grosse Schuttkar auf der Ostseite und schöne Querung der Nordwand auf gutem Steig zum Osterfelderkopf. 


Tourengänger: trainman

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