Gross Ruchen (3138 m)


Publiziert von Naesi , 13. Februar 2008 um 08:05.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:30 Januar 2008
Ski Schwierigkeit: SS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 2100 m
Strecke:Unterschächen - Ruch-Chälen-Couloir - Ruchenfirn - Gross Ruchen - Unterschächen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Luzern auf A2 Richtung Altdorf. Von Altdorf nach Unterschächen
Unterkunftmöglichkeiten:Hotel/s in Unterschächen

Der Gross Ruchen (3138 m) sei einer DER Skitourenberge der Zentralschweiz. Okay...?! Ohne grosse Ahnung, auf was ich mich da einlassen würde, packte ich also meinen Rucksack für die Ruchen-Skitour. Urs aka mammutli würde den Weg schon finden, hat er doch die Tour schon mehrmals gemacht, dacht' ich mir. Tolle Vorbereitung meinerseits... nicht mal die Felle hatte ich schon auf den Skiern *ts ts*.

Start: Altdorf um 6 Uhr, zügige Weiterfahrt Richtung Unterschächen. Unterwegs in der Pampa (m)einen VW Golf deponiert und sogleich - noch immer in morgendlicher Dunkelheit - die Verfolgung Unterschächens wieder aufgenommen. Bis zum Fahrverbot (vor Brüggli mit Schneehubel) vorgedrungen und - jetzt eben erst *pfff* - angefellt. Ja, so ohne Felle steigt es sich nicht gäbig.

Ab durchs Brunnital, nicht zu schnell, nicht zu langsam und nach mehreren verfliegenden Viertelstunden taucht der Ruch Chälen linker Hand vor uns auf. Da hoch?! Hm... okay. Urs drückt mir unten eine Tube Schlabber-Sponser-Anti-Krampfmittel in die Pfoten, auf dass ich gut und ohne Beschwerden rauf respektive runter komme. So, so. Doping in den Bergen?! :)

In sehr, sehr angenehmem Tempo starten wir in den Chälen, zuerst mässig steil, dann immer uriger... bis die Eisen an die Skier müssen und ich letztlich keine anständigen Spitzkehren mehr hinkriege (mit denen kämpfe ich übrigens schon in einfachem Gelände *grml*). Profi-Urs geht ohne mit der Wimper zu zucken das ganze Couloir in einem Zug hoch - ich hingegen schnalle meine Shuksans auf den Rucksack und nehme die Treppe (Spuren eines Vorgängers). Einfach nicht zurückblicken, denn es ist für meinen Geschmack schon erheblich steil im oberen Teil *ui ui ui*. Und ein Helm, der vor Steinschlag schützt, wär' hier auch nicht verkehrt...

Nach einigen Ver-Schnauf-Etappen erreiche ich den Sattel und freue mich ob der winterlichen Sonne! Kurzer Essens- und Trinkensrast, dann ab die Post über den Ruchenfirn bis zum Einstieg (Ostfuss/Skidepot) des Gross Ruchens. Dafür brauchen wir etwa eine Stunde. Es ist heiss, die Sonne brennt... und irgendwann schramm' ich kurz in einer Traversierung über Schnee und Fels. Naja, wie geht das schon wieder: "Ein echter Indianer..."

Die letzten Höhenmeter vor dem Skidepot sind recht schnell überwunden und schon werden Pickel und Steigeisen montiert. Ohne, so sagt uns ein schneller, alleingehender Deutscher, traue er sich nicht auf'n Gipfel. Find' ich vernünftig, sieht der Aufstieg doch nicht ganz ohne aus. Urs steigt vor, ich folge und nach einer super-duper Kletterpassage mit Kette geht's nicht mehr höher (ausser, man versucht noch das Gipfelkreuz zu toppen. Aber... ne, ist nicht zu empfehlen!).

Nach wenigen Gipfelminuten und Eintrag ins -buch steigen wir wieder ab, wobei ich mir sehr, sehr viel Zeit dazu lasse. Urs telefoniert unterdessen beim Skidepot mit jemandem und ich müh' mich etwas linkisch mit den letzten Metern ab. Skier wieder drauf, Zeugs gepackt, jetzt wird's erst richtig (t)oll: meine Skifahrtechnik erinnert an diejenige eines Newbies *schäm*. Naja. Irgendwie komm' ich runter. Und den Ruch Chälen, ja, den... schaff' ich - man glaubt es kaum - auch.

In Unterschächen gibt's im Hotel Alpina (?) ein beinah alkoholfreies Gipfelerfolgs-Anstossen. Es hat wirklich ALLES gestimmt - Wetter, Bedingungen, Geschwindigkeit!

Vielen Dank an Urs, den erfahrenen (Ski)Tourenführer!

 


Tourengänger: Naesi, mammutli

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