Rund um Struppen


Publiziert von lainari , 21. Januar 2012 um 10:32.

Region: Welt » Deutschland » Östliche Mittelgebirge » Elbsandsteingebirge
Tour Datum:15 Januar 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 2:15
Aufstieg: 230 m
Abstieg: 230 m
Strecke:11,5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto oder S-Bahn S 1 Meißen-Schöna bis Obervogelgesang
Kartennummer:1:30.000, SK Nr. 17 Sächsisch-Böhmische Schweiz

Rund um Struppen
 
Einige Lichtblicke im Schmuddel-Wintergrau lockten mich hinaus. Der Sonntagnachmittag schien recht ansprechend zu werden. Auf dem Rückweg von der Wahl unseres Gemeindeoberhauptes entschloss ich mich zu einer kleinen Runde. Ich fuhr nach Obervogelgesang an die Elbe. Diesmal war der Parkscheinautomat betriebsbereit, warf aber nur ein zur Hälfte bedrucktes Ticket aus. Das Datum und der gezahlte Betrag waren immerhin lesbar, so legte ich es in Kombination mit der Parkscheibe ins Auto. Ich unterquerte die Bahnstrecke, bog rechts ab und folgte ein Stück dem Struppenbach. Nach einem kurzen Stück im Struppengrund folgte rechts der Aufstieg über alte Sandsteintreppen. Diese hatte mein Vater einst auf seinen Schulweg nach Ebenheit täglich 2-mal zu bewältigen. Ich erreichte die Höhe der Talkante und den unmittelbar neben dem Aufstieg gelegenen Felsen mit dem Aussichtspunkt Pilz. Nach einer Rundumschau lief ich weiter, traf dabei nach wenigen Metern auf die Straße. Hier musste ich mich links halten und auf ca. 750 Metern den Straßenrand nutzen. Ein Stück davon wurde durch eine Leitplanke begrenzt, was das Laufen etwas heikel macht, wird doch hier oft schnell gefahren. Heute war zum Glück wenig Verkehr. Wo das Gefälle nach Struppen begann, verließ ich die Straße und folgte rechts der Flurkante auf gleichbleibender Höhe auf einem Weg. Leicht fallend ging es in ein Seitentälchen. Auf einem Fahrsträßchen verließ ich es gleich gegenüber wieder. Auf der Hochfläche bog ich zunächst nach links zum Rittergut Struppen ab. Hier befand sich früher eine psychiatrische Heilstätte, seit deren Schließung ist das Objekt ungenutzt. Nach einem Blick auf die Anlage ging ich auf dem Fahrsträßchen bis zur Kreuzung B 172/S 169.
 
Ich überquerte die Bundesstraße. Zunächst ca. 400 m am Rand der Straße nach Rosenthal laufend, zweigte ich links auf einen Flurweg ab, über dem bis 1984 die Trasse der Wismut-Materialseilbahn von Leupoldishain zum Verladebahnhof Pirna-Rottwerndorf verlief. Die quietschenden Gondeln habe ich noch gut in Erinnerung. 1984 stellte man den Uranabbau auf chemische Laugung um, so dass die Erztransporte wegfielen. Auf dem Flurweg kam ich nach Struppen-Siedlung. Ich überquerte abermals die Bundesstraße B 172. Am Rand der Fahrstraße lief ich nach Struppen. Die Lichtblicke am Himmel wurden nun rarer und ein kalter Wind setzte ein. Am Gasthof bog ich nach rechts und stieg bergwärts - vorbei an Kirche, Schloss und einstiger Soldatenknaben-Erziehungsanstalt der Königlich Sächsischen Armee. Mich dort links haltend, fand ich den Wanderweg, der mich zum einstigen Standort der Windmühle von Kleinstruppen brachte. Heute erinnert nur noch ein großer Mühlstein, der aus dem Feld geborgen wurde, an sie. Als der Weg unvermittelt auf dem Feld ohne weiteren Hinweis endete, bog ich nach links, lief bis zur Talkante und folgte dieser dann nach rechts. Nun musste ich die Schritte beschleunigen, da es langsam dunkel wurde. Wie geplant gelangte ich zur Königsnase und stieg abschließend auf alten Sandsteintreppen und holprigem Pfad nach Obervogelgesang ab.

Tourengänger: lainari


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Geodaten
 9129.kml

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