Kilimanjaro


Publiziert von Delta Pro , 28. Februar 2006 um 14:03.

Region: Welt » Tansania
Tour Datum:16 Februar 2003
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: EAT 
Zeitbedarf: 5 Tage
Aufstieg: 4000 m
Abstieg: 4000 m

Auf der Suche nach dem ewigen Eis mitten in Afrika.

Wir wählen die Western Breach Route für den Aufstieg - sie gilt als die schwierigste (der vielen einfachen) Route auf den Gipfel. Sie führt sehr direkt in die Höhe, was dem Körper keine Zeit gibt sich an die dünne Luft anzupassen, hat dafür weniger Leute, führt durch den Krater und hat wenigstens etwas alpinen Charakter.

  • 1.Tag: durch den feuchten Urwald zu Machame Camp, 3000 m.ü.M.
  • 2.Tag: durch Buschvegetation ins Shira Camp am Beginn der kargen Steinwüste, 3800 m.ü.M.
  • 3.Tag: Besteigung des Lava Towers, 4650 m.ü.M., T5, II und ins Arrow Camp, 4800 m.ü.M., erster Schnee
  • 4.Tag: durch die Western Breach in die Caldera des Kilimanjaro, T5, Kletterstellen I, einige Schneefelder, fantastische Gletscher und Besteigung des Reusch Kraters, Übernachtung auf 5700 m.ü.M. - was ohne Akklimatisation etwas hoch ist...
  • 5.Tag: Um 6 Uhr bei sehr kalten Temperaturen auf dem Gipfel, T4 vom letzten Camp, traumhaftes Wetter und unvergessliche Eindrücke, schneller Abstieg (Flucht vor dem Kopfweh) ins Mweka Camp, 3200 m.ü.M.

 

Eine absolut eindrückliche Tour! Man kommt in kürzester Zeit durch alle Vegetationsstufen - vom Regenwald zu den Gletschern - und entkommt auf dieser Route den Touristenscharen. Allerdings stiegen wir viel zu schnell auf (bringt nichts, wenn man jung und sportlich ist...) und hatten recht mit Höhenkrankheit zu kämpfen... Auch das ist ein Erlebnis! ;-)

Tourengänger: Delta

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Kommentare (3)


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Stani™ hat gesagt:
Gesendet am 24. März 2006 um 20:19
wow, kilimanjaro is beautiful even from the space!

Matthias Pilz Pro hat gesagt: Routenwahl
Gesendet am 28. Januar 2007 um 17:15
Hallo! Ich gehe im Juli auf den Kibo und wollte dich fragen, ob es Sinnvoll ist in 5700m zu übernachten?! Wäre es nicht besser sich die paar Meter noch hinauf zu kämpfen un dann noch ein Stück hinunter? zB Barafu? Warum übernachtet man in 5700m????
LG Matthias
mammut-extreme@gmx.at

Delta Pro hat gesagt: RE:Routenwahl
Gesendet am 29. Januar 2007 um 08:04
Ciao Matthias!
Cool, Du gehst auf den Kili! Freue mich jetzt schon auf die Bilder - der Kili ist ja ein richtiger hikr-Berg geworden ;-)
Nun, eine gute Frage. Wieso auf 5700? Du hast vollkommen recht, das bringt nichts in punkto Einteilung des Aufstiegs. Die 1000 Höhenmeter vom letzten Camp (Barafu bzw. Kibo) auf den Gipfel schafft man locker in einem Tag. Allerdings gehst Du dann in der Nacht, hast also viel weniger vom Aufstieg und hast keine Chance in die Caldera, in die unmittelbare Nähe der Gletscher zu gelangen. Die Übernachtung im Krater, auf 5700 war für uns definitiv das absolute Erlebnis. Du bist mitten drin - und nicht nur in einem Camp ausserhalb des Vulkans. Ausserdem ist die Western Breach Route, die wir gewählt haben, der steilste, und deshalb spannendste Anstieg.
OK, soviel zu den Vorzügen unserer Routenwahl. Es gibt auch Nachteile... Ich würde es heute bestimmt nicht mehr gleich durchziehen. Die Akklimatisation war niemals ausreichend! Ein Amerikaner in unserer Gruppe musste das Crater Summit Camp mit einem Lungenödem verlassen - er hatte viel Glück! Es ist gefährlich dort oben... Aber schön!
Fazit: Vom Erlebnis her, von den Eindrücken, den Bildern kann ich unsere Routenwahl unbedingt empfehlen - es ist mit Sicherheit der schönste Anstieg. Wenn man es allerdings so machen will, muss man vorher akklimatisiert sein! d.h. Ruhetage einlegen auf ca. 4000m, unmittelbar vorher in den Alpen auf Hochtouren usw. Und zusätzlich braucht man eine gewisse Veranlagung, um mit grosser Höhe klar zu kommen. Ist von Mensch zu Mensch komplett verschieden und kaum vorherzusehen.
Wünsche euch viel Glück und Spass!
Stehe gerne für weitere Auskünkfte zur Verfügung.
Gruss Delta


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