Annapurna Umrundung


Publiziert von Rasulter , 23. Juli 2011 um 12:23.

Region: Welt » Nepal » Annapurna Himal
Tour Datum:27 März 2011
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: NEP 
Zeitbedarf: 17 Tage

Nachdem die Annapurna Umrundung bereits seit 10 Jahren als mein Traumziel feststand war es 2011 endlich soweit, die Rahmenbedigungen paßten. Ich habe mich für eine geführte Tour entschieden und in Deutschland und Nepal verschieden Agenturen zur Auswahl ausgesucht. Die Wahl viel auf Tembas Nepaltrek in Kathmandu und das war goldrichtig!
 Wir waren eine kleine Gruppe: zwei Teilnehmer, der Guide und der Porter.
Die Höhenangaben im Bericht, die ich vort Ort ermttelt habe, weichen von denen in der Hikr-Map teilweise etwas ab.

26.03.2011 Fahrt nach Bulbule mit dem Bus
 
6 Uhr aufstehen. Restliche Sachen packen und frühstücken. Temba, Biru und Nono holen uns am Hotel ab. An der Bushaltestelle Sachen auf dem Gepäckträger verstauen und los geht’s. Entgegen meinen Erwartungen handelt es sich nicht um einen Touristenbus der keine Zwischenstopps macht. Im Gegenteil! Immer wieder wird gestoppt und Nepali steigen ein und aus. Teilweise ist es ganz schön eng. Zu Beginn setzten sie einen Amerikaner neben mich, der auch noch die Hälfte meines Sitzes benötigt. Wir kleben aneinander wie die Sardinen in der Büchse, nur ohne Öl! Nach 15 Minuten hat er ein Einsehen und sucht sich eine Bank für sich alleine. Da der Bus nicht ganz voll ist kein Problem. Der Nepali der nun neben mir sitzt ist nur halb so breit. Allein diese Busfahrt ist ein Abenteuer! Dieser alten klapprigen Kiste hätte ich keine 50 Kilometer zugetraut. Und jetzt fahren wir damit auf unbeschreiblich schlechten Strassen 200 Kilometer weit. Das Ding schaukelt und poltert, der Fahrer führt unter dauerndem hupen atemberaubende Manöver durch. Ich habe das Gefühl er will den Preis des bescheuertsten Fahrers von ganz Nepal gewinnen. Auf den ersten 2 Kilometern in Kathmandu gibt es 4 Polizeikontrollen und er wird jedes Mal rausgewunken. Ich glaub die kennen den alle schon. Kurze Zeit später versucht er bergauf, im Ort, vor einer nicht einsehbaren Kurve zu überholen. Und oben in der Kurve steht ein Ordnungshüter: zahlen!
Je weiter wir uns von Kathmandu entfernen, desto ärmlicher werden die Behausungen. Wer glaubt in der Hauptstatt arme Leute gesehen zu haben, hat sich getäuscht. Dafür ist hier draußen die Luft besser. Nach einer abenteuerlichen Fahrt von 5 Stunden erreichen wir Beshisahar. Von hier aus ist es noch eine Stunde bis Bulbule, allerdings ohne Strasse: es gibt nur noch eine Piste. Unglaublich dass unser Seelenverkäufer hier überhaupt noch weiterkommt. Um 15 Uhr erreichen wir den Startort unseres Trekkings. Endlich! Der Traum beginnt. Das Teehaus ist wie erwartet sehr einfach, aber auch sehr schön. Erstmal ein Kanne Masala-Tee trinken und das Rauschen des Flusses genießen. Ob ich das Rauschen auch heute Nacht genießen kann?
Wir sitzen auf der Veranda und erfreuen uns an der Natur. Gegenüber sieht man hinter den Bergen schlechtes Wetter aufziehen, Blitz und Donner. Wind kommt auf. Die Wolken über der Schlucht verziehen sich und plötzlich sieht man ihn: den Manaslu!!! Der erste 8000er life am ersten Tag. Ich bin sprachlos, überwältigt. Er steht da zum greifen nahe!
Nach dem Abendessen möchte ich einen Reisschnaps zum desinfizieren, wird ja allenthalben empfohlen. Biru bringt mir ein Glas voll. Nein, kein Schnapsglas, ein großes Glas, mindestens 0,15. Na wenn das nichts hilft? Prosit!
 
27.03. Trek Bulbule 820m→ Chamje 1130m / 310 hm / 6 Std.
 
Der Morgen bergüsst uns mit Regen. Die erste ¾ Stunde gehen wir in Regenklamotten im Nieselregen. Toll! Es hört aber schnell auf und wir gehen bei bedecktem Himmel aber sehr angenehmen Temperaturen. Auf der anderen Seite der Schlucht ist die Piste zu sehen, die in den letzten 4 Jahren gebaut wurde. Bei uns gibt es keine solch schlechten Feldwege!
Ich sehe ein einziges Auto am ganzen Tag fahren. Da wir auf der anderen Seite der Schlucht unterwegs sind, würde uns Verkehr eh nicht tangieren. Wir gehen durch mehrere Minidörfer. Die Behausungen sind aus Holz oder Wellblech, spärlichst eingerichtet. Doch jedes Haus hat Strom! Ab und zu hört man einen Fernseher, ich sehe durch eine offene Tür sogar einen Kühlschrank. Wir kommen an einem Sägewerk vorbei: der Stamm liegt aufgebockt, ein Mann steht oben, einer darunter, und so sägen sie das ganze Ding von Hand durch!
So was habe ich schon mal gesehen: bei uns im Freilichtmuseum! Immer wieder begegnen uns Träger, die Spediteure Nepals, die schwere Lasten zu Fuß transportieren.
Am Ende überqueren wir eine Hängebrücke und sind am Ziel.
 
28.03. Chamje 1130m  → Tal 1600m/   470 hm / 5:50 Std.
 
Das erste Stück trekken wir heute auf der Piste. Eine steinige und sandige Angelegenheit.
In den vielleicht 45 Minuten passieren uns 3 Jeeps, die Material und Menschen transportieren. Wir wechseln die Talseite und sind wieder auf einem Pfad. Heute begegnen uns endlose Maultierkaravanen, die bergauf und bergab ziehen, beladen mit allerlei Last des täglichen Bedarfs. Auch Träger sind wieder zahlreich unterwegs. Ich sehe die ersten tragbaren Hühnerställe: Aus Draht geflochtene Käfige, in denen ca 20 Hühner Platz finden
(Platz ist hier eher symbolisch gemeint) und die von den Trägern mit ihren Stirnbändern bergauf geschleppt werden. Plötzlich ist das Wummern von einem Presslufthammer zu hören. Gegenüber wird an der Straße weitergebaut. Laut der Agentur sollte das beendet sein. Von wegen! Wir werden später noch einen Presslufthammer hören und sehen und die Baustelle zieht sich parallel zu unserem Treck weit hin.
Wir kommen 2  mal an verfallenen Teehäusern vorbei, die durch die Straße ihrer Existenz beraubt wurden und schließen mussten. Hier stellt sich die Frage, ob die Piste nun mehr positive oder mehr negative Folgen für die Bevölkerung hat?
Entlang unseres Pfads werden sogar neue Teehäuser gebaut oder bestehende erweitert!
Wir essen leckere Nudelsuppe zum Mittag in Chamce und relaxen etwas. Anschließend geht es in ständigem Auf und Ab weiter. Wir sammeln hier mächtig Höhenmeter! Nach einem steilen Anstieg passieren wir einen Militärposten, der komplett mit Stacheldraht umsäumt ist.
Die Behausungen der Soldaten sind genauso ärmlich wie die der Bauern. Kurz zuvor sahen wir einen Bauern, der mit einem Holzpflug und 2 Kühen seine Terrassenfelder pflügte:
Wie vor 300 Jahren bei uns! Nach dem Militärposten öffnet sich plötzlich die Schlucht in ein breites Tal. Wir haben unser Tagesziel erreicht, den Ort Tal. Auch sind wieder Baumassnahmen zu sehen und ein Presslufthammer zu hören. Später bestätigt sich meine Vermutung: es werden Sprenglöcher gebohrt. Wir hören mehrere Sprengungen, die das ganze Haus erzittern lassen! Nicht so schön.
Heute genehmige ich mir eine Dusche mit Solarantrieb: herrlich! Zum Abendessen wähle ich eine Kürbissuppe und Bratkartoffeln mit Ei. Die Kürbissuppe ist köstlich und die Kartoffeln eine riesige, sehr schmackhafte Portion. Unglaublich, was die Köchinnen in ihren sehr einfachen Küchen zaubern.
 
29.03. Tal 1.600m → Danaque 2350m / 750 hm/  5:20 Std.
 
Zum Frühstück Porridge (Haferschleim) mit Äpfeln. Was einem alles schmecken kann.
Die ersten 45 Minuten werden wir wieder begleitet vom stupiden Wummern der Pressluft-
Hämmer. Das nervt mich jetzt wirklich. Wir kommen später noch an einer Stelle vorbei, an der später gesprengt wird. Die Detonationen hören wir deutlich.
Heute geht es fast nur bergauf, aber schön gemütlich. Wir begegnen wieder mehreren Muli-
Karawanen. Die Gesichtszüge der Menschen ändern sich. Sie werden runder und die Augen schmaler. Es gibt hier einen deutlichen mongolischen Einfluss. Vor allem bei den Frauen ist das zu sehen. Wir machen Rast zu Mittag, ich genehmige mir gebratene Nudeln. Das Essen ist hier wirklich durch die Bank klasse. Sicherlich auch wegen der Rakschi`s, den ich nach jedem Abendessen zu mir nehme!
 
30.03. Danaque / 2350m → Chame / 2650m / 300 hm / 5:30 Std.
 
Wir gehen heute bei Sonnenschein los. Heute mit Sonnencreme, da ich von gestern leicht gerötete Unterarme habe. Sonne und Wolken wechseln sich ab, der Manaslu bleibt leider auch heute hinter den Wolken verborgen. Nur eine Ecke des Vorgipfels lässt sich kurz blicken. Die Etappe heute ist recht kurz, wir gehen deshalb langsam. Wir durchwandern lange einen Wald, der fast schon urwaldähnliche Formen hat. Neben uns die tiefe Schlucht, bestimmt 200 Meter tief, mit dem reißenden, dröhnenden Fluss. Man trifft unterwegs allerhand Nationalitäten: Israelis, Tschechen, Iraner, Franzosen, Österreicher, Deutsche.
Nach dem Mittagessen, gebratener Reis mit Käse, ist es nur noch eine Stunde bis Chame. Dort treffen wir kurz nach dem Kontrollposten der Permits ein. Schon wieder so viel vom Tag übrig, das wird bald schwierig, sich zu beschäftigen. Mein Buch habe ich bereits halb durch.
Nach einer schönen heißen Dusche verziehe ich mich auf mein Zimmer. Es zieht durch alle Ritzen und es wird saukalt. Ich liege mit Jacke im Schlafsack zum Aufwärmen. Später ab in die „Dining Hall“, ein Massalatee tut jetzt gut. Draußen regnet es, doch gut, dass wir so früh da waren.
 
31.03. Chame 2670m → Pisang 3280m / 610 hm  / 5 Std.
 
Die Tage beginnen sich zu wiederholen, aufstehen, zusammenpacken, frühstücken, loslaufen, Mittagspause, weiterlaufen, ankommen, auspacken, Abendessen.
Da wir nach 5-6 Stunden das Ziel erreichen, bleibt ab 14 – 15 Uhr viel Zeit übrig. Heute sind wir lange durch Wälder gelaufen, die herrlich geduftet haben. Es gab ein paar steilere Anstiege, der größere Teil der Strecke ging aber eher kommod bergauf oder war so gut wie eben. Trotzdem sind wir nun 610 m höher als gestern. Bei den steileren Anstiegen komme ich nun ordentlich ins Schnaufen. Ich setze einen Fuß vor den anderen, nahezu im Hühnerschritt. So schaffe ich jeden Anstieg, ohne oben kaputt zu sein. Zweimal habe ich einen kurzen Anflug von Kopfschmerzen, die jedoch bereits nach wenigen Minuten wieder aufhören. Die Höhenanpassung funktioniert also bisher. Der Eigentümer unseres Teehauses für heute Nacht ist der Hammer: er sieht aus wie Bob Marley. Nachdem uns heute lange Zeit die Sonne begleitet hat, wird es ab 15 Uhr wieder saukalt! Um 17.30 Uhr wird der Aufenthaltsraum eingeheizt und alle sitzen um den Ofen und wärmen sich.
Eine Gruppe Bergsteiger wärm sich auf, die nicht in der Hütte, sondern in Ihren Zelten schlafen werden. Ich spreche einen von ihnen auf englisch an, um zu erfahren wohin ihre Expedition geht. Auf einen Siebentausender erfahre ich. Sie schlafen schon jetzt in den Zelten um sich daran zu gewöhnen. Wir reden schon 10 Minuten auf englisch miteinander, als Elisabeth reinkommt und mich was fragt. Mein Gesprächspartner sagt plötzlich: War das deutsch? Na dann können wir auf deutsch weiterreden. Ich lach mich kaputt!
 
01.04. Pisang 3280m → Manang 3540m / 260 hm / 5:30 Std.
 
Es hat die ganze Nacht durchgeschüttet, der Morgen begrüßt uns aber mit Sonnenschein. Nach dem Fotoshooting mit Bob Marley geht es los. Wir machen heute nur 280 m Höhe, es wird also nicht anstrengend. Nach einem kürzeren steilen Anstieg geht es wieder ein Stück bergab und dann endlos lange durch ein breites Tal. Die Sonne scheint zwar kräftig, aber es geht ein ordentlicher Wind, so dass ich 3 Lagen Klamotten anziehe, dazu noch Sonnenhut und Brille. Da es durch den Wind staubt wie in einem alten Western, ziehe ich mir auch noch den Buff über den Kopf und lasse nur das Gesicht rauskucken. In dieser Ebene machen wir eine lange Mittagsrast. Nach 2 weiteren staubigen Stunden erreichen wir Manang. Das Teehaus ist groß, 3 Geschosse und ich leiste mir ein Zimmer mit eigener Toilette. Stehklo versteht sich (ich hasse es). Da ich mein Buch heute zu Ende gelesen habe, gehe ich in Manang auf die Suche nach einem Neuen. Mit Hilfe von Nono werde ich fündig, ein Krimi, der in Südafrika spielt. Passt ja prima! Als ich mich nach dem Essen auf mein Zimmer zurückziehe, sehe ich: Schnee, es schneit! Spannend.
 
02.04. Akklimatisationstag in Manang
 
Um 6.30 Uhr schaue ich mal zum Fenster raus: blauer Himmel, keine Wolken. Raus aus dem Bett, Kamera laden, raus auf die Terrasse vor meinem Zimmer. Das Anapurnamassiv steht vor mir: riesig, massiv, fantastisch! Und zum Greifen nah, es sind keine 6 Kilometer bis dahin! Zur Akklimatisation machen wir einen Trip zum Chongar View, einem Aussichtspunkt auf ca 3800m. Tolle Aussicht auf den Annapurna 3, den Gangapurna und den Tare Kang,
2 davon über 7500 m hoch. Unglaublich. Von hier aus sehen sie nicht so hoch aus. Kein Wunder, wir stehen ja selbst fast auf 4000 Meter Höhe. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir wieder zurück. Mit Biru machen wir eine Dorfbesichtigung, anschließend Nudelsuppe zu Mittag. Da wir keine Lust haben den ganzen Nachmittag rumzuhängen, verpflichten wir Biru zu einem weiteren Ausflug zum Praken Gompa (offensichtlich wollte er den Nachmittag frei). Ein verlassenes Minikloster auf 3945 Meter. Super zum akklimatisieren und atemberaubende Ausblicke auf die Annapurna!
Wir setzten um 17 Uhr wieder in den geheizten Aufenthaltsraum. Ich wähle heute Pizza mit Pilzen und Zwiebeln.
 
03.04. Manang 3540m → Yak Kharka 4018m /   478 hm  / 3:10 Std.
 
Es hat nachts wieder mal geregnet. Wir stehen heute früher auf, Frühstück um halb acht statt um acht, damit wir frühzeitig auf der Hütte ankommen. In Yak Kharka gibt es nur zwei Hütten mit begrenztem Platz und nur eine hat Strom. Biru will deswegen vor der großen Meute dort sein. Als wir losgehen überholen uns zwei Reiter. Biru spricht kurz mit einem von Ihnen. Als ich später frage ob wir schnell genug unterwegs sind und somit früh genug ankommen meint Biru, wir müssten uns nicht mehr beeilen. Einen der Reiter hätte er gekannt und der reserviert jetzt Plätze für uns. Du kannst hinkommen wo du willst, Biru kennt immer jemanden! Es ist total zugezogen, 100 Meter Sicht! Was hatten wir gestern doch für ein Glück mit dem Wetter. Als wir losgehen fängt es an zu schneien. Es schneit mal mehr, mal weniger, ohne unterlass. Nach nur 3:10 Std. sind wir bereits am Ziel. Um 11:10 schon Feierabend. Mal sehen wie ich den Rest des Tages verbringe. Wir bekommen jeder ein kleines Häuschen, gerade groß genug für zwei Betten. Da es in den Zimmer im Haupthaus genauso kalt ist wie draußen, ist das auch o.k. Wir treffen den Amerikaner wieder, der schon im Bus mit uns nach Bulbule gefahren ist und der auch in Manang im gleichen Teehaus gewohnt hat. Ein netter Kerl. Es schneit den ganzen Tag. Um 14:30 Uhr wird es mir im Aufenthaltsraum zu kalt. Ich verzieh mich in meine Hütte in den Schlafsack. Mit den Klamotten! Irgendwann begreife ich, dass die Körperwärme bei zuvielen Klamotten nicht durchkommt und der Schlafsack kalt bleibt. Also Jacke aus: besser. Nur die Füße bekomme ich nicht warm. So liege ich im Schlafsack und sehe zum Fenster raus. Es schneit immer noch. Beim Klogang durch den Schnee sehe ich um 17 Uhr dass der Kamin raucht. Also raus und rein in die Lodge. Der Ofen ist zwar an, aber wenn du dich nicht direkt draufsetzt bringt der auch nix. Später fängt er an den Raum etwas zu wärmen, aber Yak-Dung hält nicht lange warm und um 19:30 Uhr sagt die Dame des Hauses für heute gäbe es kein Brennmaterial mehr. Klasse.
 
04.04. Yak Kharka 4018m → Thorong Pedi 4450m / 432 hm / 3:00 Std.
 
Gott sei Dank, es hat nachts nicht mehr geschneit. Die Nacht war erträglich. Mit 2 Decken über dem Schlafsack gerade so warm genug. Nur meine Füße bekam ich nicht warm, trotz der Wollsocken! Oder gerade deswegen? Also Socken aus. Als ich das nächste mal aufwache sind die Füße warm. So langsam krieg ich den Dreh raus! Es war trotzdem eine unruhige Nacht.
Nach dem Porridge mit Äpfeln geht es los uns siehe da, die Sonne kommt raus. So wandern wir in 3 Std., meist in der Sonne, nach Thorong Pedi, dem Basecamp für die Paßüberquerung. Der Weg mit wenigen steileren Stücken geht ganz kommod dahin. Die erste Hälfte hab ich gar keine Probleme. Erst in der zweiten Hälfte, ab ca. 4200 Meter Höhe muss ich mich mehr anstrengen und komme ab und zu ins schnaufen. An einer Stelle müssen wir die Schlucht überqueren, diesmal ohne Hängebrücke. Der Pfad ist steil und voller Schnee und Eis. Ich bin froh an meinen Trekkingstöcken! Nono, unser Träger, schlittert mit seinen Turnschuhen ganz schön runter! Links geht es 10 Meter senkrecht abwärts. Keine gute Stelle um Auszurutschen. Nach 3 Stunden erreichen wir Thorong Pedi und quartieren uns ein. Nach der Gemüsenudelsuppe beschließen Elisabeth und ich zur Akklimatisation noch weiter aufzusteigen. Im Sonnenschein gehen wir langsam aufwärts, später über Schnee und Eis, bis wir plötzlich vor dem Thorong Highcamp stehen. Schon wieder ein persönlicher Höhenrekord: 4800 Meter! Bis auf ein paar ganz kurze Anflüge von Kopfweh keine Probleme! Geil! Ich bin der geborene Höhenbergsteiger und habe es nicht gewusst! Der Abstieg ist schnell bewältigt und wir setzen uns in die Dinning Hall und Elisabeth spendiert eine Schneckennudel, Klasse! Denkste! Das Ding ist zäh wie eine Schuhsohle, keine Ahnung wie lange die schon rumlag.
Ich sitze lange in der Lodge und lese. Es ist wieder scheißkalt. Meine Füße sind Eisklumpen.
Ich hoffe dass es in Muktinath, auf der anderen Seite des Passes, wärmer ist. Es ist ein Wunder dass ich noch nicht erkältet bin. Die Nepali laufen selbst hier noch mit Badschlappen ohne Socken rum, aber eine Mütze auf dem Kopf! Biru sagte mir schon am Anfang dass man immer einen warmen Kopf braucht. Vielleicht stimmt das ja tatsächlich.
   
 05.04. Thorong Pedi 4450m Thorong La 5416m → Muktinath 3800m /  966 hm /
1616 hm / 10 Std.
 
Gut geschlafen, vor allem warm! ! Decke auf der Matratze, 1 Decke über dem Schlafsack.
3:30 Uhr aufstehen, 4:00 Uhr losmarschieren. Am Anfang ist es noch ein Lindwurm aus Stirnlampen, der sich auf Höhe schiebt. Es zieht sich aber schnell auseinander. Vor allem die Franzosengruppe geht so langsam, das geht gar nicht.
 Nach 1:15 Std. erreichen wir Thorong Highcamp auf 4800m. Kurze Rast, dann geht’s weiter. Da es so kalt ist, ist es besser man bleibt in Bewegung. Ich habe 5 Lagen Klamotten an, die warmen Handschuhe und über der Strickmütze noch die Kapuze der Jacke. So ist es warm beim laufen. Außer meinen Fingern und Zehen, die sind zeitweise kalt. Aber es geht. Irgendwann packe ich auch noch meine Fleece-Sturmhube aus, da es zieht. Nach dem Sonnenaufgang scheint zwar Super die Sonne, aber in diesen Höhen ist es trotzdem arschkalt. Auf 5100 Meter gibt es eine Teehütte. Ein heißer Tee tut gut. Allerdings ist es in der Hütte kälter als draußen!  Je länger ich bergauf gehe, desto schwerer wird es. Ich habe keine Probleme mit dem atmen, auch die Kondition ist o.k. Aber mich verlassen die Kräfte in den Beinen. Die letzte Stunde stolpere ich dem Gipfel nur noch entgegen. Jeder Schritt ist ein Kraftakt. Nach 4 Stunden und 15 Minuten, um 8:15 Uhr stehe ich am höchsten Punkt des Passes Thorong La auf 5416 Meter Höhe. Was für ein Triumph!!! Jetzt muss ich nur die 16 Kilometer und 1600 Höhenmeter runter nach Muktinath laufen. Weia!
Wir machen Fotos und hängen Gebetsfahnen auf, auf denen unsere Familiennamen stehen, in nepalesischer Schrift! Noch ein heißer Tee und ein widerlicher, halb gefrorener Powerriegel und es geht an den Abstieg. Ich hab ehrlich keine Ahnung wie ich die 16 km nach Muktinath überstehen soll, war ich doch bei der Ankunft am Gipfel völlig am Ende meiner Kräfte!
Überraschender Weise komme ich gut voran und je länger ich gehe, desto besser geht es.
Konditionell überhaupt kein Problem. Es ist also nicht nur so, dass einen bei steigender Höhe die Kräfte verlassen, bei sinkender Höhe kommt die Kondition und Kraft auch schnell wieder zurück.
Das dicke Ende kommt jetzt: es liegen 30 cm Schnee, der nun in der Sonne aufweicht. Unser Pfad verwandelt sich in eine Schmierseifenbahn par excellence! Wir sind mehr am rutschen als am gehen. Katastrophe! Teilweise im Absturzgelände quälen wir uns so runter. Ohne meine Stöcke wäre ich mehrfach gestürzt! Ein Guide einer anderen Gruppe vor mir setzt sich mindestens 10 mal auf seinen Hosenboden. ¾ des Abstiegs geht das so. Die armen Trekker die hinter uns kommen! Je länger die Sonne drauf scheint und je mehr Leute runterrutschen, desto schlimmer wird’s.
Ein Nepali, der offensichtlich die Teehütte auf dem Gipfel beliefert, kommt uns mit zwei beladenen Mulis entgegen. Der macht sich das einfach: hält sich am Schwanz eines Tieres fest und lässt sich so hochziehen.
Ca.1 Stunde vor dem Ziel erreichen wir noch mal eine Hütte und machen eine lange Rast in der Sonne. Nach 10 Stunden erreichen wir schließlich Muktinath. 
 
 
 
 
06.04. Muktinath 3800m→ Kagbeni 2900m / 900 hm/ 3:00 Std.
 
Es wird wieder ein sonniger Tag. Trotzdem ist es morgens um 8 noch bitterkalt. Ich sitze mit meiner Strickmütze beim Frühstück. Anschließend sehen wir uns die Klosteranlangen an. Viele Hindus kommen an diesen heiligen Ort. Hier gibt es 2 Wasserbecken und 108 (heilige Zahl) Wasserspeier. Sie ziehen sich aus und gehen 3 Runden durch die Becken und unter den Speiern durch. Auf dem Boden liegt teilweise Eis! Fröstel. Auf dem Weg zum Kloster und zurück kaufe ich allerhand Souvenirs ein. Das handeln klappt mittlerweile gut, ich will nicht zu wenig bezahlen, die armen Schlucker haben’s schwer genug.
 Wir machen uns auf den Weg nach Kagbeni, 900 Höhenmeter nur abwärts. Wir laufen die ganze Strecke auf der Piste. Viel Verkehr ist nicht, aber wenn ein Jeep mit indischen Walfahrern vorbeifährt, staubt es ordentlich und von Dieselpartikelfiltern haben die auch noch nix gehört. Nach 3 Stunden erreichen wir Kagbeni. Ich setze mich in den Speisesaal, trinke Tee und lese 1 Stunde.  Anschließend gehe ich in die Stadt. Eine wunderschöne, sehr alte Altstadt. Hier ist die Zeit stehen geblieben! Mit Biru und Nono sehe ich mir das Kloster an. 100 Rupies Eintritt (1 Euro). Zwei kleine Mönche, vielleicht 5 und 6 Jahre alt begleiten uns. Auf dem Dach hat man eine tolle Aussicht auf den Fluss und die Altstadt.
 
07.04. Kagbeni 2900m → Marpha 2670m / 230 hm / 4:00 Std.
 
Wieder ein herrlicher sonniger Tag. Es geht relativ eben nach Marpha, nur 330 Meter Höhenunterschied. Die hälfte der Strecke gehen wir am Rande des Flussbettes. Das Flussbett ist ca. 200 Meter breit, der Fluss ca. 5 Meter zu dieser Jahreszeit. Eine wirklich tolle Stimmung umsäumt von den Bergen zu gehen. Die andere Hälfte des Weges gehen wir wieder auf der Piste. So ca. alle 10 Minuten kommt ein Jeep oder Bus vorbei, eine sehr staubige Angelegenheit. Dazu kommt dann noch der extreme Gegenwind, der das Tal heraufbläst. Teilweise muss man sich beim laufen dagegenlehnen, wie an der Nordsee auf dem Deich! Die karge Landschaft hat zwar etwas, aber der Staub und der Wind sind nicht schön. Wir haben mit Biru zusammen beschlossen, die nächsten beiden Tagesetappen morgen mit dem Bus zu fahren, bis nach Tatopani, da wir nicht 2 Tage lang auf der staubigen Piste laufen wollen!
 Wir machen in Jomsom eine lange Mittagsrast von 1 Stunde 15 Minuten. Internet hat mal wieder keine Verbindung. Schon wieder nix mit Email. Nach insgesamt 4 Stunden Gehzeit erreichen wir Marpha. 
Anschließend gehen wir alle vier in die Stadt, besichtigen das Kloster und die Altstadtsträßchen. In einem Cafe essen wir Apfelkuchen und ich genehmige mir zum ersten Mal seit Kathmandu einen Kaffee. Ich komme wieder mal nicht an den ganzen Shops vorbei und kaufe ein paar Souvenirs. Mittlerweile bestimme ich den Preis. Mit meinem neueworbenen Buch setzte ich mich in die Dinning Hall und prompt fängt es an zu regnen. Ziemlich lange und heftig. Wieder mal Glück gehabt mit dem Wetter.
Zum Abendessen genehmige ich mir ein Yak-Steak. 
 
 
 
 
08.04. Marpha 2670m → Tatopani 1190 m / 1480 hm / 3:15 Std. Busfahrt
 
Heute sieht es wieder nach gutem Wetter aus! 5:30 Uhr aufstehen, 6:00 Uhr Frühstück, um 6:30 Uhr ab zum Bus der um 7 Uhr fahren soll. Er kommt dann um 7:30 Uhr und es ist eigentlich nicht genug Platz für alle die warten. Biru sitzt am Ende im Gang auf meiner Reisetasche. Ich sitze neben einer Nepali, die ein ca. 4-5 Monate altes Baby dabei hat.
Die Fahrt ist ein Alptraum! Die Piste ist in einem extrem schlechten Zustand. Was auf der Fahrt Kathmandu – Bulbule der Fahrer irre war, ist hier die Piste irre. Der Bus schaukelt und hüpft bis zum abwinken. Auch wenn vor extremen Schlaglöchern und Bodenwellen stark heruntergebremst wird, werde ich manchmal komplett aus dem Sitz gehoben! Am besten ist locker bleiben und sich zum Spielball der Schwerkraft machen lassen. Ansonsten würde man sich total verkrampfen. Die Nepali und Inder im Bus haben das astrein drauf, die schlafen sogar ein, die Idioten. Mir tut das Baby neben mir leid. Am Anfang macht es mit mir noch Quatsch und lacht mich an. Teilweise schläft es ein auf dem Schoß der Mutter. Aber der Kopf wird dermaßen herumgeschüttelt und gestoßen, das Kind müsste eigentlich ein Schleuder- oder Schütteltrauma bekommen. Unter diesen Umständen wäre es vielleicht besser gewesen die Strecke zu laufen.
Nach 3:15 Stunden erreichen wir Tatopani, nix wie raus aus dieser Affenschaukel. Unsere Lodge liegt herrlich in einem garten, die Häuser mit den Zimmern sind auf dem Grundstück verteilt. Das Zimmer ist nicht so schön, dafür ist es hier auf 1200 Meter Höhe warm!
Ich sitze auf der Terrasse des Restaurants und lasse mir ein Pfeffersteak schmecken. Dazu ein Bier: wie im Paradies! Internet geht mal wieder nicht. Ich soll später noch mal kommen, wie immer. Später geht’s auch nicht, also telefonier ich mal wieder.
Am Nachmittag geh ich mit Biru und Nono zu den heißen Quellen im Ort. Das sind einfach 2 Betobecken, in einem sehr heißes Wasser, im anderen angenehm Warmes. Wir wechseln ein paar Mal hin und her. Nach ca. 1 Stunde bin ich müde genug und geh wieder auf die Terrasse der Lodge und genieße die Wärme bei einer kalten Cola.
 
09.04. Tatopani 1190m→ Gorepani 2750m / 1560 hm /7:45 Std.
 
Heute geht´s nach Gorepani, das heißt 1650 Meter nach oben. Wir haben vereinbart wir gehen die Hälfte bis Shika und entscheiden dort ob wir übernachten oder weiter bis Gorepani gehen. Der Weg geht auf einer Seite eines Tales den Berg hoch. Man sieht toll ins Tal und auf die andere Bergseite. Die Vegetation ist ab hier herrlich. Viel grün, Bäume, Blumen. Je höher wir gehen, desto schöner wird es. Überall sind Terrassenfelder und kleine Bauernhöfe. Gepflügt wird mit dem Holzpflug und Kühen davor. Man sieht herrliche Dinge. Weiter oben kommen wir dann wieder durch waldähnliche Bereiche mit Rhododenrohn Bäumen. Aber einen Haken hat die Sache: Treppen! Steintreppen, endlose Steintreppen. Und nix mit genormten Stufenhöhen. Manchmal sind sie bequem niedrig, meistens jedoch sehr hoch, so dass jede Treppenstufe Kraft kostet. Ich weiß gar nicht wie sich die kleinen Nepali da hochschieben?
 In Shika sind wir noch guter Kondition. Nach einer langen Mittagsrast von 1 Stunde 20 Minuten in der Sonne geht’s weiter die Treppen hoch. Kommt mir vor wie bei Herr der Ringe, wo Frodo, Sam und Gollum endlos die schwarze Treppe hochklettern. Auf der anderen Seite des Tales braut sich was zusammen. Irgendwann ist die Sonne weg. Auf der anderen Seite regnet es. Dann Donner und Blitz: ein Gewitter. Am Anfang bin ich zuversichtlich dass das Wetter auf der anderen Seite bleibt. Irgendwann überholt es uns und es fängt an zu regnen. Regenklamotten raus, erst zum zweiten mal auf dem Trek. Kein Grund sich zu beschweren! Mit Regenklamotten den Berg rauf ist aber auch Scheiße: außen macht dich der Regen nass, innen schwitz du dich nass Der Unterschied ist nur, dass der Schweiß warm ist. Nach 30 Minuten gehen wir wieder im trockenen. Mit der Zeit werden meine Füße schwer! 1650 Meter hochgehen ist kein Zuckerschlecken.
Nach ca. 6 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir Gorepani. Ich bin wie gerädert und leg mich nach dem umziehen erst mal eine Stunde hin. Kaum auf dem Zimmer gibt es draußen den nächsten Regenguss. Gott sei Dank sind wir schon im trockenen.
 Um 5 Uhr rappel ich mich wieder hoch und geh runter in die Dinning Hall. Was eine Wunder: der Ofen ist an und es sitzen bereits Leute darum. 
 
10.04. Poon Hill 3200 m / Gorepani 2750m → Najapol 1070 m /  450 hm / 2130 hm     7
7:00 Std. Poon Hill 1:15 Std./
 
Aufstehen um 4 Uhr und direkt los zum Aussichtsberg Poon Hill. Das heißt 400 Höhenmeter hoch, natürlich über Steintreppen und das ohne Frühstück. Wieder schiebt sich ein Lindwurm von Stirnlampen den Berg hoch. Nach 45 Minuten sind wir oben. Jetzt heißt es warten auf den Sonnenaufgang. Bereits die ersten Sonnenstrahlen lassen erahnen, dass der Aussichtsberg seinem Namen heute nicht gerecht wird: wolkenverhangen, diesig, keine Fernsicht. Man sieht nur den obersten Zipfel des Annapurna Süd herausragen. Da sich das bis 6 Uhr nicht ändert, gehen wir wieder abwärts zur Lodge, das Frühstück wartet. Nach dem Frühstück ziehen wir los zur letzten Etappe des Trekkings nach Najapol, wo unser Taxi wartet. Das bedeutet 2000 Höhenmeter Abstieg, natürlich über Steintreppen…..
Die Landschaft, Flora und Fauna ist noch schöner als beim Aufstieg am Tag zuvor! Je tiefer wir hinab kommen, desto dichter wird der Wald. Er bekommt wieder urwaldähnlichen Charakter. Die Strecke ist gesäumt von unzähligen Lodges und Teehäusern, da von Najapol aus viele Trekker ihren Trip starten und zuerst nach Gorepani aufsteigen. Da dies 2000 Höhenmeter über Steinstufen doch etwas viel ist, übernachten die Meisten unterwegs. Wir essen zu Mittag und quälen uns weiter die Stufen hinab. Nach 5:30 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir Najapool. Geschafft!!!
Das Taxi steht bereits in hab acht Stellung und bringt uns in 1:30 Stunden nach Pokhara. Endlich ein vernünftiger Fahrer und eine halbwegs befahrbare Straße. Trotzdem fahren wir selten über 60 km/h, da die Straße auch mal kurz 50 Meter weit fehlt oder uns ein Omnibus entgegen kommt, an einer Stelle, an der sie Straße nur 1 Spur breit ist. Der Rest der Strasse hat sich irgendwann mal ins Nirwana verabschiedet. Es war den ganzen Tag schon warm, aber Pokhara topt das noch mal: Sonnenschein, warm, einfach herrlich nach den vielen kalten Tagen. Keine kalten Füße mehr, kein frieren abends am Tisch. Kein kalter Schlafsack, keine eisigen Klamotten, einfach Klasse! Jetzt ist Entspannung angesagt. Am Abend setzten wir uns in eine Pizzeria, die richtige Pizza macht und stoßen mit einem Bier auf das Ende der Strapazen an!

Tourengänger: Rasulter

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