Mittaghorn


Publiziert von FiJo , 14. Oktober 2010 um 18:43.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:19 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Segnas-Vorabgruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Zündli-Nideren-Firstboden-Grandstock-Mittaghorn-Martinsmadhütte-Nideren-Zündli
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz Talstation Tschinglenbahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Zürich-Glarus-Elm-Zündli-Talstation Tschinglenbahn
Unterkunftmöglichkeiten:Es gibt die Möglichkeit in der Martinsmadhütte zu übernachten mit Halbpension.

Mittaghorn (2415m)

Wunderschöne alpine Wanderung im Kanton Glarus mit Blick auf das imposante Martinsloch.

Wir starteten unsere Tour um 9.00 Uhr bei der Talstation der Tschinglenbahn in Zündli. Hier standen wir auch schon vor der ersten schweren Entscheidung, welchen Weg wir nehmen sollten. Es gab die Möglichkeit mir der Seilbahn die ersten 400 Höhenmeter zu überwinden oder durch die beeindruckende Tschinglenschlucht nach Nideren zu gelangen. Wir entschieden uns für die bequeme Variante. Nach kurzer Zeit erreichten wir nach einer interessanten Bergfahrt Nideren (1480m). 
Wir durchquerten den idyllischen Ort ( eher ein paar Häuser) Nideren. Nachdem wir den ersten Bach über mehrere kleine Brücken überquert hatten ging es sofort bergauf Richtung Firstboden (1744m). 
Vom Firstboden aus hatte man einen wunderschönen Blick ins Tal, auf das Martinsloch und auf das Skigebiet Elm. Nach einer kurzen Pause ging es sofort weiter Richtung Mittaghorn. Der Weg wurde steiler und steiler. Nach kurzer Zeit befanden wir uns auf dem Grat. Die ersten ausgesetzten Passagen kamen in Sicht. Sie sind jedoch alle gut durch Drahtseile gesichert. Es kamen auch die ersten leichten Kletterstellen, die auch gut durch Drahtseile und Eisenstifte gesichert waren. Wenig später erreichten wir den Grandstock (2098m)
Von dort aus hat man einen Blick auf das Tagesziel und die umliegenden mächtigen Berge 
Einfach unbeschreiblich!!!
Vom Grandstock ging es weiter bergauf und wir näherten uns unserem Tagesziel. Es ging auf steile Schieferhänge nach oben. Loses Geröll und lose Schieferplatten sind nicht ohne. Wenig später erreichten wir das Mittaghorn (2415m).
Das Mittaghorn ist mehr oder weniger nur ein schmaler Grat der irgendwann abbricht, dennoch ist die Aussicht unbeschreiblich schön. Nach genießen der Aussicht machten wir uns sofort wieder an den Abstieg. Zuerst folgten wir ein Stück dem schmalen Grat, bevor es dann auch relativ steil nach unten ging. Nach ca. einer weiteren halben Stunde erreichten wir die Martinsmadhütte (2002m).
Die Hütte ist bewirtschaftet, so dass wir dort eine längere Pause einlegten. Es gibt die Möglichkeit in der Hütte zu übernachten - Halbpension auch möglich. Nach der Pause ging es weiter steil bergab. Der Weg ist im oberen Teil relativ steil und auch mit Drahtseilen gesichert. Nach dem ersten steilen Abstieg folgt man mehr oder weniger der Schlucht. Die letzten Meter bevor wir den kleinen Ort Nideren erreichten erwartete uns noch eine Überraschung: Eine kleine Brücke - eher zwei in den Fels gehauene instabile Bretter. Nach kurzer Zeit erreichten wir den kleinen Ort Nideren.
Hier gibt es noch einmal die Möglichkeit in eine Hütte einzukehren. Wir entschieden uns jedoch gleich mit der Seilbahn ins Tal zu fahren. Für alle denen die Tour noch zu kurz ist gibt es die Möglichkeit durch die Tschinglenschlucht wieder ins Tal zu gelangen.

Wichtige Hinweiße:
Die Tour ist nur mit gutem Schuhwerk (Wanderschuhen) zu empfehlen, da ein Ausrutschen schwere folgen haben kann (Absturzgefahr). Außerdem ist es empfehlenswert die Tour nicht bei oder nach starken Regenfällen zu begehen. Beim begehen dieser Tour sind alpine Erfahrungen notwendig, da es bei einem Wettersturz fast keine Möglichkeit gibt sich zurückzuziehen. Außerdem ist die Tour nur für schwindelfreie und trittsichere Wanderer ein Genuss. Ich persönlich kann die Tour nur in der genannten Richtung empfehlen, da der Anstieg steil und ausgesetzt ist. Die Tour ist mit Ketten und Eisenstiften gut gesichert, dennoch ist sie nicht ungefährlich. Man sollte auf alle Fälle genug zu Trinken dabei haben, da der Anstieg doch sehr steil und anstrengend ist. 

Mein Eindruck von der Tour:
Die Tour auf das Mittaghorn ist landschaftlich unbeschreiblich schön. Der alpine Wanderweg ist sehr abwechslungsreich von Gratwanderung bis leichte Kletterei ist alles dabei. Besonders Eindrucksvoll ist die Tschinglenschlucht und auch der Blick aufs Martinsloch. Der Blick ins Tal ist einfach genial sowie die Sicht auf die umliegenden Berge. Diese Tour ist ein muss für Wanderer die gerne,lange und abwechslungsreich Wandern wollen. 

Ich hoffe meine Beschreibung gefällt euch, und nützt euch bei der Entscheidung welchen Berg ihr besteigen wollt. Ich würde mich über Kommentare und Feedback sehr freuen.

Vielen dank fürs Lesen und kommentieren schon mal im voraus:

FiJo


Tourengänger: FiJo


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