Hochfirst 3.405m (Ötztaler Berge)


Publiziert von Eduard , 8. September 2010 um 08:25.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum: 4 September 2010
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: I   A 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1960 m
Abstieg: 1960 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Durchs Passeiertal bis nach Pfelders
Kartennummer:Tabacco 039 - 1:25.000

Es gibt nicht viele Anstiegsbeschreibungen auf diese im hintersten Seewertal über dem Sewergletscher aufragende imposante Berggestalt. So wird die Besteigung zu einem kleinen Unternehmen, bei dem man nicht genau weiß, was einem erwartet. Kommt dann auch noch Nebel und Schneetreiben hinzu, erhöht dies den abenteuerlichen Charakter ungemein.
Wir starten unsere Tour in Oberstein in Pfelders und steigen auf den mit 6b markierten steilen Steig bis zur verfallenen Imestalm. Ein überraschend flaches Almgebiet erwartet uns, welches man in diesen steilen und schon fast unnahbaren Gegend gar nicht vermuten würde. Ab hier sollte ein Steig ziemlich gerade hinauf zum Josef Pixner Biwak führen, aber im Anbetracht der schlechten Sicht entscheiden wir uns für den 2-er Weg, welcher ebenso in keiner Landkarte zu finden ist, in Richtung Rauhjoch aufzusteigen. Überraschenderweise ist dieser Steig gut markiert uns ohne größeren Probleme erreichen wir den Höhenweg Nr.44, welcher das Rauhjoch mit der Zwickauer Hütte verbindet. Hier wenden wir uns nach links (westlich) und gehen, jetzt über erste Schneereste, zum gemütlichen und sauberen Biwak, welches sich ein bisschen futuristisch gegen den weißen Himmel abhebt. Ab hier sollte es gerade und steil hinauf zum kurzen Seitenkamm gehen, welcher sich vom Seewerspitz löst und in östlicher Richtung bis zum Draunsberg zieht. Auf Grund des Nebels und der schlechten Sicht, kämpfen wir uns weglos über Schnee und Geröll hinauf, bis kurz unter dem Grat, wo es einige Felspassagen zum Überwinden gibt. Am Gratkamm dann angekommen geht es nun auffallend einfach weiter bis zum höchsten Punkt der 3286m hohen Seewerspitz. Es folgt ein kurzer Abstieg zum Gaisbergjoch und dann über den steilen und brüchigen Südgrat bis zum Gipfel. (am besten direkt am Grat bleiben und die Grattürme direkt überklettern)
Abstieg: Der erste Teil folgt dem Aufstiegsweg, wir sind dann bei einem markanten Steinmann am Gratrücken rechts (südlich) abgebogen, was sich als richtig erwiesen hat. Einige Steinmänner, die ab und zu aus dem Schnee herausragten, zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren, sodass den, im Aufstieg heiklen Passagen, ausgewichen werden konnte und wir schon bald wieder das Biwak erreichten. Von dort ging es jetzt ziemlich gerade hinunter zur Imestalm und weiter zum Ausgangspunkt

Tourengänger: Eduard

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