Hängebrücke Aletschgletscher


Publiziert von Mel , 26. Juli 2010 um 20:28.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:25 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Belalp - Hängebrücke Aletschgletscher - Teifewald - Riederfurka - Riederalp (11 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit SBB nach Brig --> Postauto nach Blatten --> Gondel auf die Belalp
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit SBB nach Brig --> MGB nach Mörel --> Gondel auf die Riederalp
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse auf Bel- oder Riederalp
Kartennummer:1269

Für einen Wanderausflug verhältnismässig spät, für einen Sonntag Morgen dennoch verhältnismässig früh versammeln wir uns am Treffpunkt in Bern und fahren zum ersten Mal mit dem Zug durch den neuen Lötschberg-Tunnel, welcher uns praktisch im Handumdrehen ins Wallis befördert. Weiter geht’s mit Poschi und Gondeli, bis wir schliesslich kurz vor Mittag auf der Belalp loswandern. Das Wetter ist gut und die Strecke nicht zuletzt wohl auch dank dem Monatsspecial von Railaway ziemlich beliebt und so machen sich neben uns ganze Horden von anderen Wandern ebenfalls auf die Socken. Zu Stau kommt es zum Glück nicht; den wäre ich mir vom Gurtenfestival letztes Wochenende noch fast gewohnt.

 

Von der Belalp führt der Weg steil an die 500 Höhenmeter hinab, den imposanten Aletschgletscher hat man dabei immer im Blick und kommt schier nicht aus dem Staunen heraus, so schön präsentiert sich einem diese Landschaft! Auch das Wetter macht mit, obwohl die Aussichten im Vorfeld nicht so berauschend getönt haben, aber es ist gerade zu perfekt bei etwa 16 Grad und abwechselnd sonnig & leicht bewölkt.

 

Unten angekommen wartet das Highlight dieser Wanderung, die 124 Meter lange Hängebrücke. 80 Meter über dem tosenden Gletscherbach, getragen von löchrigem Gitterboden läuft, oder besser gesagt torkelt man, als hätte man eine Flasche Vodka intus, dem rettenden Felsvorsprung auf der gegenüberliegenden Seite entgegen und dankt in Gedanken dem Wettergott, dass es nicht stürmt. In unserer Gruppe sind die Meinungen eher geteilt, einige nicht 100% Schwindelfreie können der Brücke nicht wirklich viel Lustiges abgewinnen, andere finden in der kleinen Portion Nervenkitzel eine willkommene Abwechslung zum gewöhnlichen Wandern. Mich darf man zu Letzteren zählen :-)

 

Am anderen Ende angekommen, gilt es wieder an Höhe zu gewinnen! Nach den ersten steilen Metern passieren wir ein lauschiges Seelein, das aber von bereits genannter Horde schon in Beschlag genommen wurde und so entscheiden wir uns, unsere PicNic-Pause erst später einzulegen. Bei der Weggabelung nach dem See wählen wir die etwas steilere linke Route, in der Hoffnung, abermals den ein oder anderen Blick auf den Gletscher zu werfen. Vorerst geht’s aber durch den Wald, der dem ewigen Eis an Schönheit in nichts nachsteht. Wir passieren spektakuläre Wurzelgebilde und teilweise schier hochmoorartige Passagen. Etwa in der Hälfte des Aufstieges finden wir einen einladenden Felsvorsprung mit grandioser Aussicht; ideal für unser PicNic!

 

Frisch gestärkt meistern wir die letzte Ansteigung auf die Riederfurka. Dort erwartet uns ein frischer Wind und für den nicht mehr wirklich schweisstreibenden Abstieg auf die Riederalp nehmen wir deshalb das Jäggli aus dem Rucksack. Dort angekommen, genehmigen wir uns – wenn wir schon im Wallis sind – ein Stück leckeren Aprikosenkuchen, bevors wieder embri in d Üsserschwiiz geit!


Tourengänger: Mel, Laermer


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