Impressionen vom Gosaukaumm im Dachsteingebirge


Published by Kauk0r , 13 August 2019, 21h44.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Dachsteingebirge
Date of the hike:13 June 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 3 days

09. Juni 2019 Ausflug zur Zwieselalm mit Kraxe

Unser Domizil für eine Woche in der Region Salzburg ist die kleine private Hofmannshütte (ca. 1020 m) oberhalb von Annaberg im Lammertal. Der Weg der steil an der Hütte vorbeiführt und in anhaltender Steigung die Waldflanke hinaufführt bringt uns schließlich in die Höhen des Gosaukamms bzw. der Skiregion Dachstein West. Vom harten Winter lagen zahlreiche Bäume auf dem Weg, es waren die größten Schwierigkeiten des Tages diese zu umgehen. Oben auf der "Hochebene" dann der Beschilderung weiterhin folgen zur Zwieselalm (1436 m). Diese hatte an diesem Tag noch nicht geöffnet, eine Kaltgetränk gab es trotzdem. Zunächst weiter in Richtung Sonnenalm und bald nach links auf den Wanderweg abbiegend hinab in eine Senke und mit Gegenanstieg zur Jausenstation Edtalm (ca. 1340 m). Hier genossen wir eine schöne Einkehr beim neuen, jungen Pächterpaar mit leckeren Produkten und Getränken. Über den Fahrweg kommen wir zum Steilabstieg hinab zur Hütte.

12. Juni 2019 Zum Hinteren Gosausee mit Kraxe

Jetzt sind wir auf der Nordseite des Gosaukamms unterwegs, bleiben allerdings im Tal. Am Fuß des ursprünglich natürlichen und im Jahr 1913 aufgestauten Vorderen Gosausees befinden sich diverese Parkplätze. Wir folgen dem Alpweg auf der Südseite des Ufers, müssen einen über die Ufer getretenen Wasserfall queren um am Seeende auf die Schotterstraße zu treffen. Man passiert die Vordere Seealm (973 m). Im Anschluss geht es vorbei an der nur scheinbar zeitweilig wasserführende Gosaulacke. Nach dem in dieser Region besonders schneereichen Winter ist das natürlich zu dieser Jahreszeit keine Frage, dass sie sehr gut gefüllt ist. Bald geht es in dann steiler zur Sache, an einem schwülen Sommertag eine schweißtreibende Angelegenheit mit Kraxe auf dem Rücken. Nach Erreichen des Hinteren Gosausees (1154 m) den See noch auf der Südseite umrunden bis zur Hinterseealm (1161 m). Dort gibt es eine gute Portion Stärkung, bevor wir auf dem bekannten Weg zurückgehen, den Vorderen Gosausee aber auf der Nordseite auf der Fahrstraße passieren. (Insgesamt ca. 13 Kilometer Wegstrecke).

13. Juni 2019 Gipfelchen in der Skiregion Dachstein West

Eigentlich wollte ich meinen Freund noch auf den Großen Donnerkogel begleiten, der ihn schon seit Jahren nicht loslässt. So starteten wir erstaunlicherweise im tiefen Nebel auf dem bekannten Weg zur Zwieselalm und von dort nach Norden auf dem Wanderweg teils über die Piste auf die Zwieselalmhöhe (1592 m). Hier oben enden zwei Liftanlagen, entsprechend unansprechend ist der Gipfel. Der Blick auf die beiden Donnerkogel ist aber schön. Vorbei an der noch in Saisonpause befindlichen Sonnenalm (1562 m) zur Gablonzer Hütte (1550 m). Es ist dort noch sehr ruhig, wir verzichten deshalb auf einen Kaffee und gehen gleich hinauf zum Oberen Törlecksattel (1599 m). Im kurzen Übergang zum Unteren Törlecksattel (1575 m) wartet das erste Schneefeld mit gutem Trittschnee. Von hier geht es der Beschilderung folgend zum Großen Donnerkogel. Zunächst ist es ein feuchter, schmieriger Weg durch die Latschen, bevor eine Querung auf eine Felsrippe führt. Diese Querung ist noch von Schnee bedeckt, zwar eigentlich gut gespurt aber die Tritte abschüssig und hart gefroren. Weil die festen Bergschuhe und Pickel daheim blieben, umgingen wir das ganze unterhalb soweit es ging. Die bei der Felsrippe gings dann ums Eck und man stand hoch über dem Lammertal, wir kraxelten erste Stufen hinauf. Meinem Begleiter war dies aber irgendwie unerklärlich nicht mehr geheuer. Wir kehrten nach längerem Überlegen und einer Erkundung meinerseits zu den ersten Sicherungen, welche dann tatsächlich ausgesetzt weitergeführt hätten, um. Zurück im Unteren Törlecksattel gehen wir dem Weg des geringsten WIderstand nach Nordwesten auf den Schefferberg (1612 m). Das Weidegelände reicht recht hoch, dann schlüpft man noch ein bisschen durch Latschen und Gehölz auf den Gipfel mit eingeschränktem Ausblick. Am Boden sichten wir dann aber eine Schlange. Bald kehren wir zurück zur Gablonzer Hütte, inwzischen steppt hier der touristische Bär, schnell gehts weiter. Ohne erneut die Zwieselamhöhe zu besteigen nehmen wir den östlichen, breiten Weg. Diesen verlassen wir am Wegweiser auf einen schönen Wanderweg und gelangen so in die Senke vor der Edtalm, die wir am Sonntag auch schon passiert hatten. Ziel sind nun die zwei Gipfel die den nach norden abzweigenden Bergkamm bilden. Oberhalb der Edtalm verläuft eine relativ neue Forsttrasse, die bald im nichts verschwindet. So orientiert man sich weglos im Wald nach Norden, einiger Schnee und sumpfiger Untergrund lassen das kurzweilig erscheinen. Überraschenderweise stoßen wir direkt neben lieblicher Natur auf eine Pistentrasse. Sie führt uns mehr oder weniger direkt auf den Höhbichl (1472 m). Die sehr breite Gipfelkuppe ist teils bewaldet mit eingeschränkten Ausblicken, aber auch ein Sessellift führt hier hinauf. Dieser ist im Sommer nicht in Betrieb. Nach kurzem Abstieg in die breite Senke peilen wir die direkte Nordflanke vom Falmberg (1466 m) an. Hierzu müssen wir den Weidezaun überwinden, ansonsten bereitet trotz etwas mehr Steilheit der gut gestufte Untergrund keine Probleme und wir stehen erneut auf einem breiten Gipfelplateau mit Lift und etwas mehr Aussicht. Zurück in der Senke peilen wir die Richtung an, die wir aus einem Pistenschild abgeleitet haben. Zufällig treffen wir auf einen eher unscheinbaren Weg, der aber scheinbar mit Stangen deutlich markiert ist. In der mitgeführten AV-Karte älteren Datums gab es diesen Weg nicht. Er entpuppt sich als Abschnitt des SalzAlpenWegs, der von der Hornspitzbahn nach Annaberg hinab führt. So erreichen wir bequem die Edtalm, welche wir heute ebenfalls nur passieren um schnell zu den Familien zurückzukehren. Zur Abkühlung wollen wir noch in Wasserpark in Rußbach am Pass Gschütt.

Hike partners: Kauk0r


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