Skitour Glattalp


Publiziert von budget5 , 8. Mai 2009 um 21:49.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 3 Mai 2009
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Ortstockgruppe 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 850 m
Abstieg: 300 m
Strecke:Sali - In den Chrümpfen - Glattalp - Mütschen - Inner Brüelchälen - Glattalp - Glattalphütte SAC - Sali
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW bis Sali
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Glattalphütte SAC

Im Muotatal liegt bis tief in den Frühling hinein viel Schnee, weshalb das Gebiet auch sehr populär für Frühlingsskitouren macht. Der Aufstieg zur Glattalp jedoch empfand ich nicht als besonders genussvoll, da der Schnee sehr weich und die Lawinengefahr relativ groß ist. Spezielles: Sehr viele Materialunglücke (Siehe Bericht).

Gestartet sind wir um ca. 06.15 beim Sali im hinteren Muotatal. Ich hatte gerade mal drei Stunden geschlafen und war nicht besonders fit heute. Trotzdem wollten wir den Läckistock in Angriff nehmen, ein relativ anspruchsvolle Skitour. Die ersten zwanzig Minuten hieß es Skis tragen, bevor wir auf ca. 1300 Meter eine durchgehende Schneedecke antrafen. 

Der Aufstieg ist zuerst mäßig steil auf gefrorener Unterlage, später dann eine längere Querung in einem Steilhang. Diese gestaltete sich ziemlich mühsam und prompt verlor ich in einem Lawinenkegel meine Hascheisen, zum Glück in wenig steilem Gelände. Ein Kollege hatte folglich weniger Glück: Auch er verlor seine Harscheisen, jedoch musste er die Tour nachher mit einem Eisen weniger bewältigen. Zum großen Erstaunen verlor ein weiterer Kollege kurze Zeit später auch seine Harscheisen, diese waren danach kaputt und auch er musste mit einem Harscheisen weniger leben. Kurz vor der Glattalp mussten wir die Skis noch kurz ausziehen und durch ein kleines Couloir tragen.

Mein Befinden hat sich zu diesem Zeitpunkt nicht verbessert, im Gegenteil. Wer kennt es nicht: Wenn man mal früh ins Bett will und nicht schlafen kann, und man weiss die ganze Zeit dass man den Schlaf benötigt, gelangt man unter Druck schlafen zu müssen und nicht schlafen zu können. Ein einziger Psychoterror.
 
Als nächstes überquerten wir Mütschen neben der Glattalp, das im Sommer wohl aus Karrenfeldern besteht. Die Sonne brannte heiß und mehr und mehr verlor ich den Genuss am schönen Wetter. Das bevorstehende Couloir, die Brüelchälen, war ebenfalls wenig aufmunternd. Mittlerweile war es bereits 10.00 Uhr und wir hatten großen Zeitverlust wegen den Zwischenfellen mit den Harscheisen. Auf ca. 2100m in der steilen Chälen beschloss ich dann umzukehren und mit einer Kollegin (Sie hatte sich die Hand im gefrorenen Schnee aufgeschnitten) zur Glattalphütte hinunter zu fahren. Der Schnee war immer noch pickelhart im Schatten, an der Sonne erinnerte er eher an Wasserskifahren. Bei Mütschen fellten wir wiederum an und stiegen zur Hütte hinauf, wo wir den Nachmittag an der warmen Sonne genossen. Wegen den Leuten von "Erlebnisstouren Muotathal" war sie sogar bewartet. 

Von den anderen Kollegen hörten wir dann, dass sie den Läckistock ausließen und direkt zum Glatten aufstiegen. Schlussendlich doch ein gelungener Tag, obwohl kein Gipfelerfolg. Die Tour zum Läckistock wird mit S bewertet, bis und mit Brüelchälen würde ich unter diesen Bedingungen mit ZS bewerten.

Tourengänger: budget5

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