fantastische Aletsch-Gletschertouren, April 2017 - 2|4: Hollandiahütte


Publiziert von Felix Pro , 11. Mai 2017 um 13:22. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:21 April 2017
Hochtouren Schwierigkeit: L
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Klettersteig Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 840 m
Abstieg: 450 m
Strecke:Konkordiahütte - Konkordiaplatz - Grosser Aletschfirn - Hollandiahütte - Sattel zwischen Anuchnubel und Anugrat, P. 3604 - Hollandiahütte
Unterkunftmöglichkeiten:Hollandiahütte
Kartennummer:1249 - Finsteraarhorn

Und auch heute - nach sternenklarer Nacht, welche einen wiederum traumhaft schönen Tag in Aussicht stellte - vermag ich die Eindrücke der hehren Gletscher- und Gebirgswelt kaum in Wort zu fassen. Einige Fotos mögen den wunderbaren Charakter auch unseres zweiten Tages der Gletscher-Schneeschuhtour im Herzen unserer Schweizer Alpen ansatzweise widerspiegeln …

 

Nach dem Morgenessen in der Konkordiahütte  machen wir uns erst auf zur kurzen, jetzt jedoch hartgefrorenen, Passage zur immensen Treppenanlage, welche wir gestern im besten Sonnenlicht im Aufstieg bewältigt haben. Dazu hat Mike, unser Bergführer erst einige Stufen in den eisigen Schnee geschlagen, danach zum Einstieg ein Fixseil angebracht - zweckdienlich und willkommen sind seine Massnahmen.

 

Das folgende Absteigen über die - dieses Jahr bereits - 467 Stufen der Eisentreppe ist noch eine Spur „adrenalinhaltiger“ als gestern, ist man doch meist mit einem leicht gewöhnungsbedürftigen Tiefblick konfrontiert. Wir schaffen dies jedoch alle mit dem nötigen Respekt, und erreichen wohlbehalten bei der Übergangszone zum Gletscher unser gestern angelegtes Schneeschuhdepot. Noch befinden wir uns hier im Schatten, während doch die Gipfel um die Jungfraugruppe wie auch Dreieck- und Aletschhorn bereits ins Sonnenlicht getaucht sind.

Wieder angeseilt, machen wir uns nun auf, um die Weite des Konkordiaplatzes zu überschreiten - zwischen 8.40 und 8.50 Uhr hält uns sogar die Webcam der Hütte auf diesem Gang fest ….

 

Erst können wir „viel Betrieb“ in der Aufstiegsroute Richtung Kranzberg feststellen, dann - während unseres längeren und nur sanft ansteigenden Weiterziehens über den Grossen Aletschfirn - eröffnen sich uns immer schönere, bewegende Aus- und Einblicke auf die Gletscherflanken von Dreieck- und dem majestätischen Aletschhorn. Und schliesslich können wir auch am Ende des sich zum Firn hinunterziehenden Fels- und Gletscherkammes unser morgiges Gipfelziel, die Äbeni Flue, knapp erkennen.

 

Je mehr wir uns in dieser fantastischen Kulisse der Hütte nähern, werden wir auch der beachtlichen und eindrücklichen Spaltenzone des Äbeni-Flue-Firns gewahr (später, wie auch morgen, werden wir einen „unheimlich“ schönen Naheinblick in diese gewinnen können). Vor der Lötschenlücke steilt das Gelände nun noch leicht an - doch dann ist sie erreicht, die Hollandiahütte.

Nach einer nur kurzen Pause lassen Thomas und ich uns gern aufs Angebot von Bergführer Mike ein, noch etwas höher anzusteigen, steht uns doch quasi noch der ganze Nachmittag zur Verfügung … So erklimmen wir also den Steilhang oberhalb der kühn gelegenen, heimeligen, Hütte, und ziehen weiter über den hier eher flacheren Äbeni-Flue-Firn. Dabei machen wir einen kurzen Abstecher zu den aus der Nähe betörend, ja beinahe „schaurig“ wirkenden Naturschönheiten der Spaltenzone; darauf halten wir jedoch wieder steiler auf die kecke Erhebung des Anuchnubels zu - die Schneeverhältnisse sind hier nicht mehr ganz perfekt, muss doch Mike im wenig begangenen Gelände durch etwas tieferen Schnee vorspuren.

Glücklich erreichen wir den Sattel - mit feinem Ausblick übers Lötschental zu Balmhorn und Altels - zwischen Anuchnubel und Anugrat, P. 3604; den weiteren Gang zum Chnubel hoch lassen wir bleiben: er wäre über 30° steil, und wohl mit tiefem Schnee und teilweise glänzendem Blankeis angereichert …

 

Rascher noch als im Aufstieg steigen wir ab und zurück zur Hollandiahütte, wo wir den Apéro mit einem feinem Plättchen und Walliser Wein (v.a. den Wiwanni, Eigenbau von Regula und Egon Feller; mit diesem haben wir uns gestern Abend und heute morgen noch kurz in der Konkordiahütte unterhalten) - und später ein leckeres Abendessen sowie eine erhebende Sonnenuntergangsstimmung geniessen. Besonders hervorzuheben ist die überaus freundliche und sympathische Hüttencrew mit Regula, Felicitas und Assistentin; sie sorgen bis zu unserem Abstieg am Sonntagmorgen für eine überaus freundliche Stimmung in der empfehlenswerten SAC-Hütte.

 

unterwegs mit Bonnie, Thomas und Bergführer Mike 


Tourengänger: Felix, Renaiolo


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Kommentare (4)


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Gelöschter Kommentar

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 11. Mai 2017 um 13:37
ich selbst staune auch immer wieder - besten Dank euch beiden!

lg Felix

passiun_ch hat gesagt:
Gesendet am 29. Mai 2017 um 09:36
Ein Tag schöner wie der andere !

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 29. Mai 2017 um 11:13
exakt - tolle Ambiance konnten wir geniessen :-)


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