Cima di Palu (2261 m) und Pala di Cagnon (2310 m)


Publiziert von Max Pro , 28. April 2017 um 17:20.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:22 April 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:14 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Im Valsugana von Pergine über S. Orsola nach Palu del Fersina. Großer gebührenpflichtiger Parkplatz im Ortsteil Vrottn.
Kartennummer:Kompass 75

Die Fleimstaler Alpen sind für uns noch weitgehend unbekannt. Höchste Zeit also, hier wieder mal vorbei zu schauen. Dem Fassungsvermögen des Wanderparkplatzes in Vrottn nach zu urteilen, scheint die Gegend in der Wandersaison durchaus Zulauf zu genießen. Ob's am Schnee liegt, dass sich nur eine Handvoll Fahrzeuge auf dem riesigen Areal befindet? Wir sind gespannt.

Unser heutiges Ziel steht auf keinem der Wegweiser, also studieren erst mal die Karte. Es geht zunächst ein paar Ttreppen hoch und dann links zum Ortsteil Tasaineri und am westlichen Ende treffen wir auf ein Schild, das uns Richtung Passo Palu (370) weist. Das wird nun unser Weg sein, wobei anzumerken wäre, dass hin und wieder etwas Gespür für die Routenfindung von Nöten ist.

Steil geht's über eine Wiese nach oben, an schönen Almegebäuden vorbei. Wir treffen auf eine Schotterstraße, folgen ihr nach rechts, treffen auf einen asphaltierten Zubringer, den wir aber sofort wieder nach links verlassen und auf den etwas versteckten Pfad (Markierungen beachten) abermals nach links einbiegen.

Im Wald wandern wir bergan und treffen auf einer Lichtung wieder auf Schotterstraßen, wir nehmen die rechts bergauf führende (Wegweiser). Am Ende der Lichtung ist wieder Aufmerksamkeit gefordert, denn wieder muss man den von dem Schotterweg links abzweigenden Pfad erahnen (kein Schild), die Markierungen sind schwach.

Die grössten Herausforderungen bezüglich Wegfindung sollten nun gemeistert sein, Pfad und Wegweiser sind eindeutig. Auf ca. 1850 m Höhe kommen wir in freies, wunderschönes Almgelände unterhalb des Passes. An selbigem angekommen zieht's wieder mal fürchterlich, aber es zeigt sich auch Positives. Im Gegensatz zu den Flanken am Monte Gronlait & Co. hat's auf "unserem" Berg keinen Schnee oder wir sehen ihn noch nicht.
Also steigen wir weiter Richtung Norden nach oben (Wegweiser 340), gelangen an die Cima di Palu und steigen weglos zum Gipfel hoch. So unscheinbar der Berg herschaut, die Aussicht von ihm ist prima. Dolomiten, Brenta, Lagorai, alles da. Ein ausgezeichneter Rastplatz, wenn man den Windschatten findet...

Nach der Pause geht's zum Monte Conca, und weiter zum Passo Cagnon di Sopra. Eigentlich hatten wir mit mehr Schnee sprich Widerstand gerechnet, so dass wir noch etwas Strom im Akku haben. Für den Monte Croce wird die Zeit zu knapp, aber vielleicht geht ja sonst noch was.

Der Weg 340 führt zum Passo Val di Mattio, zum Teil mit Holzbalken gegen die Erosion kämpfend, hin und wieder sind Schrofen zu überklettern. Der kleine Gupf neben dem Pass wird zum Ersatzziel erklärt. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, er heisst Pala di Cagnon, ist etwas über 2300 m hoch und mit einem Steinhaufen geschmückt. Auch der folgt dem Motto "unscheinbar aber mit toller Aussicht". Wir rasten nochmals.

Für den Abstieg nutzen wir nicht den Wanderweg, sondern überschreiten den Kamm zurück bis zum Passo Cagnon di Sopra weglos. Auf diesem treffen wir auf mehrere verfallene Relikte aus dem Ersten Weltkrieg wie Laufgräben oder ähnliches.

Vom Passo Cagnon geht's zurück nach Palu del Fersina (Weg 314). Eigentlich eine eindeutige Geschichte, allerdings muss man wieder ein bisschen aufpassen. Nachdem wir den Rio Battisti auf der Brücke überquert haben und dem Pfad links (Schild) in die Pleznwiesen gefolgt sind, müssen wir am nächsten Wegweiser links. Komischerweise ist der als Pferdeweg bezeichnet, obwohl es recht schmal und steil am Bach entlang bergab geht. Richtung Tasaineri bzw. den bezeichneten Scalizerhof erreichen wir wieder unseren Ausgnagspunkt.

Schöne Frühjahrstour. Die Bewertung T3 bezieht sich auf die weglosen Abschnitte bzw. die Kraxeleien an und auf den Gipfeln.

Tourengänger: Max


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