Neuer Speedrekord am Matterhorn (Lion Grat)


Publiziert von MicheleK, 22. August 2013 um 18:47. Diese Seite wurde 3254 mal angezeigt.

Skitouren und Trailrunning Weltmeister Kilian Jornet hat gestern den seit 1995 bestehenden Speed Rekord aufs Matterhorn / retour pulverisiert.

Superhuman !!!

Hier der Link.

http://blog.summitsofmylife.com/2013/08/22/details-of-the-record-in-the-cervino/


Michele
PS: er haelt auch die Rekorde am Mont Blanc und Kilimandjaro...



Kommentare (39)


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maawaa Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. August 2013 um 19:11
Jornet ist wirklich irre... Ausserirdisch !

Chamonix - Montblanc - Chamonix in 4 : 57 Std.........

Wenn das so weitergeht, rennt er noch in einem halben Tag den Everest hoch :)

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 22. August 2013 um 20:09
ist auch das erklaerte Ziel seines Projektes... davor kommen aber noch Elbrus, Aconcagua und Denali dran... !!

orome hat gesagt:
Gesendet am 22. August 2013 um 19:14
crazy stuff ;) und drei stunden später sitzt er schon beim eis ....

xaendi hat gesagt:
Gesendet am 22. August 2013 um 19:24
Krass. Wie steigt man in 1h fast 2500Hm ab??

maawaa Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 22. August 2013 um 20:49
Normalerweise geht das nur mit dem Wingsuit... ;)

chrismo77 hat gesagt: RE:
Gesendet am 23. August 2013 um 15:21
Wenn Du da zusiehst wird Dir fast schlecht ...

xaendi hat gesagt: RE:
Gesendet am 25. August 2013 um 09:57

Henrik Pro hat gesagt: Fehlt noch die
Gesendet am 22. August 2013 um 20:16
Marathonveranstaltung, wenn Tausende, ja Millionen es ihm gleichmachen wollen..... aber soweit sind wir ja gar nicht davon entfernt.....heute sind primär Massen unterwegs, egal wo!

dominik Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. August 2013 um 21:38
Ziemlich crazy und macht grad Lust auf ein kleines Bergläufli :-)

Gelöschter Kommentar

orome hat gesagt: RE:
Gesendet am 22. August 2013 um 23:49
und wie stehts um den sinn auf 100m so schnell wie möglich zu laufen? so weit wie möglich in einen sandkasten zu springen oder metallteller zu schleudern?
es geht wohl einfach um die sportliche herausforderung, nicht mehr und nicht weniger. der eine klettert schwer, der andere rennt schnell durch die berge ... ;)

Alpin_Rise hat gesagt:
Gesendet am 23. August 2013 um 11:21
Unglaublich. Als Hobbyberggänger schon die (milden) Benchmarks 1000 auf / 2000 ab in einer Stunde ein Steiss. Notabene auf guten Bergwegen. Aber am Matterhorn, Chapeau!

Nebenbemerkung: finden diese Rekorde unter kontrollierten Bedingungen (Zeitangaben, Hilfsmittel, Doping, etc.) statt?

G, Rise

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 23. August 2013 um 21:03
keine Ahnung wie kontrolliert dies von sich gegangen ist: anscheinend waren da jenste Bergfuehrer und Gebirgsretter am Grat und es wurde ein Grossteil gefilmt. Die Materialliste wurde bis anhin nur fuer den MB Rekord veroeffentlicht (ein 15m Seil, alles ultraleicht natuerlich). Sicher werden hitech Hilfen benutzt - so braucht Jornet z.. Bsp. zur Muskelregeneration elektrische Impulse und ernaehren muss man sich auf dem Niveu sowieso individuell und belastungsspezyfisch (wie alle Olympiaathleten uebrigens auch..).

Gruss, Michele

kopfsalat hat gesagt:
Gesendet am 24. August 2013 um 18:34
die leistung ist sicher enorm. lässt mich aber da kalt, da für mich völlig uninteressant.

was mich aber interessieren täte, wie wird so ein unternehmen durchgezogen? mietet man da den berg für einen tag und verbietet es sämtlichen anderen bergsteigern da raufzuklettern, nicht dass sie dem rekordversuchler noch in die quere kommen und der seine bestzeit nicht erreicht? oder wie läuft sowas. all die sicherungen aufzubauen etc braucht sicher einiges an zeit?

83_Stefan hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2013 um 18:37
Bin da ganz deiner Meinung. Das würde mich auch interessieren...

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2013 um 20:09
https://www.facebook.com/photo.php?v=10200896714474535&set=vb.390599687629348&type=2&theater

check it out...

83_Stefan hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2013 um 20:12
Dankeschön!

simba hat gesagt: RE:
Gesendet am 25. August 2013 um 11:10
Krass!
Was er auf jeden Fall anhatte, waren gute Handschuhe ;)

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2013 um 19:46
So wie es auf dem kurzen Film aussieht der bis jetzt veroeffentlicht wurde hat Jornet die zahlreich vorhandenen fixen Sicherungsmittel benutzt die am Liongrat vorhanden sind. Ich denke die Bergfuehrer mussten an dem Tag sicher den oder anderen Bergsteiger fragen ob Sie kurz aus der Spur oder vom Fixseil treten koennten... Gluecklicherweise fuer die Alpinisten war die Aktion ja schnell vorbei.... Sicher war aber oberhalb der Carrelhuette die Route temporaer eingeschraenkt, so wie fuer ein Velorennen ...

kopfsalat hat gesagt:
Gesendet am 25. August 2013 um 07:39
und wieder in turnschuhen ...

uiuiui ... was da wohl unsere schraubstock-schuh-fraktion dazu sagen wird ...

Urs___ hat gesagt:
Gesendet am 25. August 2013 um 14:10
Das nächste Mal wenn jemand mit Turnschuhen am Matterhorn (oder übrigens auch Mont Blanc, 4h57') unterwegs ist sollte man nicht einfach schimpfen. Und was sagen die Kollegen mit ihren Unspunnenstein-Skitourenschuhen dazu? Jenen Verkäufern in den Läden die nur teure Ware verkaufen wollen gehört eigentlich ein Satz heisse Ohren verpasst....

MicheleK hat gesagt: Interview with KJ
Gesendet am 27. August 2013 um 22:57
Hier ein langes und einsichtsreiches Interview wie so was ablaeuft. NB: er startete um 3pm weil dann niemand mehr auf der Route ist...


http://www.skyrunning.com/index.php?option=com_content&view=article&id=247:kilian-the-matterhorn-interview&catid=38:the-skyrunning-interviews&Itemid=149



Amedeo hat gesagt:
Gesendet am 28. August 2013 um 10:56
“de gustibus non disputandum est”!!
By
Amedeo

spw hat gesagt:
Gesendet am 30. August 2013 um 07:44
wow ...

mich würde interessieren, was in so einem menschen vorgeht, der sowas machen will, was ist die motivation dazu - geltungsdrang, ...?
ich meine, jedem das seine, aber diese rekordsucht in den bergen finde ich nicht mehr schön, schitourenrennen, klettersteigrennen usw. ...
braucht der mensch das wirklich, immer besser als irgendein anderer mensch zu sein?

und zu guter letzt, wann wird er mal einen berg oder ein bergrennen visualisieren, getrieben von sponsoren, die immer mehr und immer bessere leistungen verlangen, weil sonst das geld weg ist?

schade um diese entwicklung ...

in diesem sinne
allen immer wieder ein gutes heimkommen, egal, ob vom berg oder einfach nur von der strasse ...

Winterbaer Pro hat gesagt: ... immer extremer und gefährlicher
Gesendet am 31. August 2013 um 11:04
"In fünf Jahren ist selbst ein Stratosphärensprung nichts Besonderes mehr, sondern es muss immer weitergehen." Mit brisanten Folgen: "Also wird es immer extremer und gefährlicher...." www.dw.de/red-bull-in-der-kritik/a-16806879

Wie froh bin ich, dass ich einfach nur ganz normal, so langsam, wie ich möchte und mit super Stimmungen auf einen kleinen, unbedeutenden Berg steigen kann/darf und damit voll und ganz glücklich bin:-)! Vielleicht bin ich für die Cracks ein Weichei oder "Schluffi", aber das eigene "Glück" zählt, sonst nichts. Wenn die Extremsportler damit glücklich sind, scheint es gut. Aber ihr "Antrieb", die Leistung immer wieder zu toppen, ist ein riesiger Stress, birgt eben dann auch die immer größeren Gefahren und die Sucht nach immer weiterer Anerkennung. Den Druck möchte ich nicht haben!

Zaza hat gesagt:
Gesendet am 19. September 2013 um 09:13
Auch bei diesem fitten jungen Mann kann die Sache bisweilen in die Hose gehen. Ging aber dank der Bergrettung glimpflich aus.

Klick

xaendi hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 09:16
Bei einem solchen Besteigungsstil sind die Sicherheitsmargen halt gering.

kopfsalat hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 11:15
so wie ich das verstehe, war es seine begleiterin, bei welcher die sache in die hose ging. er hat die route ja anscheinend schon früher einmal "leicht" gemacht:

> I was making a run to the north face of the Aiguille du Midi, the Frendo Spur route, one that I had previously done very light.

aber wenn er so weiter macht, steigt natürlich die wahrscheinlichkeit, dass es auch bei ihm bald einmal in die hosen gehen wird.

eva79 hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 12:54
Jein, am Tag der Begehung war eine Kaltfront angekündigt, die kam etwas früher oder die zwei waren nicht schell genug. Deshalb konnte ja auch kein Heli finden, sondern die Zwei mussten relativ aufwändig von der Bahn gerettet werden.

Schade, dass die Bergrettung in Frankreich gratis ist, so jemand sollte meiner Meinung nach einmal teuer bezahlen.
Denn eine Nordwandroute auf fast 4000 (und das ist der Frendo-Pfeiler eben nunmal) mit mixed- und Eispassagen ist mit Turnschuhen + Steigeisen + super light meiner Meinung nach grob fahrlässig. Und dass Madame dann noch rumnöhlt, dass das PGHM keine genaue Abholzeit angegeben hat, ist schon etwas schräg;-).

kopfsalat hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 16:19
> Schade, dass die Bergrettung in Frankreich gratis ist, so jemand sollte meiner Meinung nach einmal teuer bezahlen.

naja mit solchem stammtischgepolter tust du deiner liebe zu traditioneller ausrüstung eher einen bärendienst, denn herr jornet (oder sein sponsor) könnte die rettung wohl aus der porto-kasse bezahlen.

ob sich dies aber all die anderen leisten können, welche traditionell unterwegs sind und, aus welchem grund auch immer (meist sind ja selbstüberschätzung oder schlechte vorbereitung in irgendeiner weise mit im spiel), gerettet werden müssen, ich weiss ja nicht?

eva79 hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 16:35
Kopfsalat: Machst Du Hochtouren respektive Nordwände? Also ist Dir klar mit was für einer Ausrüstung man da minimal - maximal rumturnen kann/ soll? Und findest Du Turnschuhe mit Steigeisen drauf adäquat für Nordwände? Wir reden hier ja nicht von T3/T4 mit Turnschuhen...

Ich habe überhaupt nichts gegen Trailrunner beim Wandern, auch nichts gegen leichtes Material, eben der jeweiligen Tour angepasst. Und weniger Gewicht bedeutet auch schnelleres Tempo, damit je nach Tour weniger lange objektiven Risiken ausgesetzt sein etc. pp.
Nichtsdestotrotz, mit adäquatem Material hätten sie finishen können.
Abgesehen davon scheint er jede Menge überfordeter Nachahmer zu produzieren, was ich eher bedenklich finde: http://www.ledauphine.com/haute-savoie/2013/09/09/chamonix-kilian-jornet-secouru-en-pleine-nuit-et-en-basket-dans-la-face-nord-de-l-aiguille-du-midi

kopfsalat hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 17:25
würde sehr gerne mal auf eine hochtour gehen. leider leide ich unter höhenschwindel (nicht höhenangst, siehe hikr community "vertigo"), somit sind meine touren-möglichkeiten oberhalb der baumgrenze eher limitiert.

aus eigener erfahrung (ich bin mittlerweile seit über 10 jahren leicht bis ultra-leicht unterwegs) weiss ich aber, dass mit dem richtigen können, trotz komplett "inadequater" ausrüstung, sehr viel machbar ist. wie heissts doch so schön: "develop your skills, not your gear closet."

was die überforderten nachahmer angeht. die haben eben nicht verstanden, dass es eben gerade nicht die turnschuhe sind, welche den unterschied machen, sondern das training, können und die erfahrung!

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 18:45
Jornet hat eben fundamental eine Trialrunning Mentalitaet - das geht ja praechtig bei einer praktisch reiner Felstour wi der Liongrat wird bei einer N Wand freilich schwieriger. BeimMont Blanc Rekord hatte er sowiet ich weiss auch keine Eisen dabei - nur ein Seil. Aber eine N Wand Pfeiler I'm mixed Gelaende.. Es wurde mich wundern was Steck davon halten wurde...

eva79 hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 19:11
Ich fragte das mit der Erfahrung aus rein praktischer Sicht: bei Nordwänden steht man halt öfters mal auf den Frontzacken, notgedrungen;-), da sind dann die Zehen eben nah am Eis/ Firn/ Schnee. Meinereinem wird da schon mal kalt in Bergschuhen. Wenn sich da mal etwas verlangsamt, so wie bei Jornet und Partnerin ja offensichtlich auch der Fall war, werden die Zehen in Trailrunnern eben schnell mal schockgefrostet, denke ich mir;-).

Sicherlich lässt sich einiges mit Können und Erfahrung kompensieren, ich habe auch nichts gegen gewichtsoptimierte Ausrüstung.

Nur: es macht einen Unterschied, ob ich ultraleicht auf der Tour du Mont Blanc unterwegs bin oder im Hochgebirge. Bei ersterer hole ich mir bei schlechtem Wetter vielleicht eine Erkältung, bei letzterem bezahle ich unter Umständen mit dem Leben. Und das ist nun keine Polemik, am Mont Blanc bzw. im MB Massiv erfrieren jedes Jahr Bergsteiger, die in schlechtes Wetter geraten - und nicht alle tun das an so gut zugänglichen Orten. Und in so einem Fall ist die Sicherheitsmarge von ultraleicht eben auch ultraklein;-).

Gelöschter Kommentar

eva79 hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 22:12
:-)))). Und Crocs wären vielleicht doch etwas zu light gewesen; und ob da die Steigeisen draufgepasst hätten;-).

kopfsalat hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 23:40
@eva

> ... ob da die Steigeisen draufgepasst hätten;-).

meine wohl schon ... ;-)

ob man damit nordwände besteigen kann, kann ich nicht beurteilen und werde es wohl auch nie können. was die kalten zehen angeht, vielleicht hatten sie 5mm neopren-socken an?

nb: erkältung gibts von viren, nicht von schlechtem wetter.

***

@thömel

> Kann man BERGSCHUHE vergessen?

ich auf jeden fall. habe meine schon vor jahren entsorgt. ich müsste das matterhorn notgedrungen in turnschuhen besteigen. was ja anscheinend möglich ist ... ;-)

***

@micheleK

nicht ganz, er begann seine karriere als skibergsteiger

***

so, fertig für heute, muss morgen früh raus, muss mal wieder einen berg "bezwingen" gehen ... ;-)

Schneemann hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. September 2013 um 09:01
Die Bergsteiger die erfrieren, denen passierte das aber wohl trotz ihrer "gewichtigen" Ausrüstung. Vielleicht wären viele davon gar nicht in ihre missliche Lage gekommen wenn sie "lighter" unterwegs gewesen wären. Letztlich ist es eine schwierige Optimierungsfrage. Je schneller man unterwegs ist umso kürzer ist man unkalkulierbaren Risiken wie Wetter, Steinschlag, Lawinen, etc. ausgesetzt. Je weniger man dabei hat umso mehr Probleme bekomt man aber wenn es einen dann doch erwischt. Wo da nun genau das Optimum liegt hängt sicherlich von zu vielen Faktoren ab als dass man das allgemeingültig definieren könnte. Wer von der Bergwacht gerettet werden muss hat aber offensichtlich das Optimum nicht getroffen...

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. September 2013 um 13:24
ich finde es interessant zu vergleichen wie unterschiedlich Alpinisten (Steck und co) und Trailrunners (Jornet usw) das Speed Bergsteigen angehen. Sie kommen von den Opposites... Der Vorfall zeigt dass die Disziplin doch nur einer Handvoll Leute zuagenglich ist, am besten Solo....


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