Tragisches Unglück am Ortler


Publiziert von maxl, 3. Februar 2013 um 16:55. Diese Seite wurde 1413 mal angezeigt.

siehe
[www.tz-online.de/nachrichten/muenchen/muenchner-verliert-ber...]

Zwar zieht sich bei mir gewöhnlich alles zusammen, wenn ich höre, dass einer mit 19 Jahren in den Bergen umkommt, furchtbar, aber in diesem Falle schien mir die Aktion doch reichlich riskant gewesen zu sein.

Bedenklich finde ich die Art und Weise der Berichterstattung, die gewissermaßen suggeriert, es sei für jeden mehr oder weniger ambitionierten Hobbybergsteiger völlig normal, eine Skitour auf den Ortler zu unternehmen und gegen 21Uhr (!!!!!!!!) auf dem Gipfel anzukommen. Zitat: "Für den Abstieg reichte die Zeit nicht mehr". Es wird zwar von einem 3-stündigen Umweg gesprochen, doch 18Uhr ist auch schon ziemlich spät.....

Bedenklich auch: der Überlebende stieg ab, offensichtlich ohne zuvor Rettungskräfte alarmiert zu haben, und stieg in richtung Nordwand ab, hatte also offenbar noch Glück (!), in eine Spalte gefallen zu sein..... Zitat aber: "Unfassbar. Beim Runtergehen kommt er jetzt selbst in alpine Notlage"

Irgendwie scheint mir da ein gewisser Respekt vor dem Berg und seinen Risiken zu fehlen.....



Kommentare (8)


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alpstein Pro hat gesagt:
Gesendet am 3. Februar 2013 um 17:18
..noch ein Artikel von Südtirol Online.

budget5 hat gesagt: Macht einem noch nachdenklicher...
Gesendet am 3. Februar 2013 um 17:28
...wenn man selbst 19 Jahre alt ist.

83_Stefan hat gesagt:
Gesendet am 3. Februar 2013 um 17:36
In der Tat, keine sehr glückliche Aktion. Und ebenso wenig eine glückliche Berichterstattung, die eigentlich nur als "dilettantisch" bezeichnet werden kann; aber das kennt man ja von dieser Zeitung...
Nichts desto trotz natürlich eine schlimme Sache - wenn man da nur an die Angehörigen denkt, wird's einem ganz anders.

Danke für den Link!

jfk hat gesagt: Tragisch
Gesendet am 3. Februar 2013 um 18:26
Ein äusserst tragisches Ereignis, mir geht es da gleich wie budget5.

Schneemann hat gesagt:
Gesendet am 3. Februar 2013 um 21:21
Die beiden Artikel widersprechen sich ziemlich. Im einen werden beide als 19jährig bezeichnet, im andern als 30jährig. Im einen haben sie den Gipfel um 21.00 Uhr erreicht und stellten fest dass es zu spät zum Absteigen war, im andern haben sie ihn um 22.00 Uhr erreicht und wollten sowieso beim Gipfel biwakieren. Ist wohl besser man urteilt nicht über das was da geschehen ist da gar nicht klar ist was da überaupt geschehen ist...

83_Stefan hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. Februar 2013 um 21:44
Dann dürfte man sich aber niemals anhand eines Medienberichts ein Urteil bilden, weil man nie selbst dabei war...
Aber ich gebe dir recht, die Artikel widersprechen sich ziemlich. Allerdings stimmen auch Passagen überein, die die Unternehmung in ein seltsames Licht rücken...

Winterbaer Pro hat gesagt:
Gesendet am 4. Februar 2013 um 15:32
Ich finde es jedesmal ganz, ganz schlimm, wenn das Leben so junger Menschen so "sinnlos" enden muss. Wenn man selber Kinder hat, kann man sich den Horror noch viel besser vorstellen.
Egal, was die Umstände waren. Jeder von uns war in jungen Jahren sicher ein bisschen draufgängerischer, als nach gewissen Erfahrungen mit zunehmendem Alter. Ich wünsche mir immer, dass jeder die Chance haben könnte, seine Erfahrungen zu machen und diese Zeit gesund und vor allem lebendig zu überstehen. Das gleiche gilt doch für das Autofahren in den Anfangszeiten des Führerscheins:-( Und das war bei uns nicht anders, leider.... Sehr schade um die, die dabei Pech haben und die Hölle für die Angehörigen, die das erleben müssen! Es tut mir sehr leid um jeden einzelnen!

Lampi hat gesagt: Bitte keine Analysen versuchen ...
Gesendet am 18. April 2013 um 00:28
Liebe Bergfreunde!

Der Verunglückte war mir persönlich bekannt. Ich, unfähig, ihm auch nur das Wasser zu reichen, durfte selbst zwei Mal mit ihm unterwegs sein und schätzte seinen Beschützerinstinkt sehr, auch wenn er damals erst 17 Jahre jung war. Ein Urteil über ihn und seinen ihm (etwa) ebenbürtigen Bergpartner dürfen sich hier vermutlich nur eine Hand voll Bergsteiger erlauben.

Nur eines. Der Bericht in der tz ist in einer u.U. sinnverfälschenden Weise gekürzt. So kam auch die Bergwacht, die die zwei im Aufstieg beobachtet hat, zu dem Entschluss, dass zumindest während des Aufstiegs nichts falsch gemacht wurde.

Nur acht Tage war ich insgesamt mit ihm unterwegs, aber Sein Tod geht mir viel näher als 7 Monate zuvor der Tod einer Bergfreundin auf einer ganz normalen Hochtour. Das, was Er mir bedeutet hat, wurde mir aber auch erst nach Seinem Tod so richtig bewusst.

Zwei Monate lang beiße ich nun schon daran herum. Was das Unglück für seinen Vater (seine Mutter ist bereits 2005 verstorben) bedeutet, ist einfach nur unvorstellbar. Und ich weiß nach 2 Besuchen nicht mehr, wie ich helfen kann. Denn auch ich fühle mich ein kleines bisschen mitschuldig.

Mögen Euch solche Erfahrungen erspart bleiben!

Alles Weitere lest Ihr in ein paar Tagen auf meiner Homepage.


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